• Anschluss: G1/2
  • Gehäusewerkstoff: St 35.8, Cr-Ni-Stahl
  • PN in bar: 63, 80, 100
  • Temperaturbereich: 120, 300, 400 °C
  • U-Form A, mit Anschlusszapfen
  • U-Form B, mit Anschweißende
Datenblatt

  • Anschluss: G1/2
  • Gehäusewerkstoff: St 35.8, Cr-Ni-Stahl
  • PN in bar: 63, 80, 100
  • Temperaturbereich: 120, 300, 400 °C
  • U-Form C, mit Anschlusszapfen
  • U-Form D, mit Anschweißende
Datenblatt

  • Anschluss: G1/2
  • Gehäusewerkstoff: St 33
  • PN in bar: 25
  • U-Form ohne Dichtflächen
Datenblatt

  • Anschluss: G1/2
  • Gehäusewerkstoff: St 33
  • PN in bar: 25
  • Kreis-Form ohne Dichtflächen
Datenblatt


Wassersackrohre (Siphons) für Manometer – Schutz vor Übertemperatur und Druckstößen

Wassersackrohre – auch Manometersiphons genannt – schützen Manometer und Digitalmanometer bei Dampf und heißen Medien. Durch eine Kondensatkammer bildet sich ein Flüssigkeitspuffer, der die Prozesstemperatur am Messgerät deutlich reduziert und zugleich Druckstöße dämpft. Typische Bauformen sind U-Form (gerade Siphons) und Ring-/Pigtail-Form (gewunden), jeweils mit gängigen Anschlüssen wie G 1/2, G 1/4, 1/2" NPT.

Ausführungen in Stahl und Edelstahl 304/316(L) decken ein breites Mediums- und Temperaturfeld ab. Auf Wunsch liefert ICS Schneider Messtechnik passende Absperrventile, Drosseln/Snubber, Manometerhähne sowie 3.1-Materialzeugnisse und vormontierte Sets.



FAQ zu Wassersackrohren für Manometer

Antworten zur Auswahl der Bauform, Werkstoffe, Montage, Druck-/Temperaturgrenzen, Dichtkonzepten und Praxis-Tipps im Dampfumfeld.

Welche Bauformen gibt es und wann setze ich welche ein?

BauformMerkmalEinsatz
U-Form (gerade)Kompakt, einfache ReinigungAllgemeine Anwendungen, begrenzter Platz
Ring-/Pigtail-FormGroßes Kondensatvolumen, bessere DämpfungHeißdampf, stärkere Druck-/Temperaturschwankungen
Verstärkte AusführungMehr WandstärkeHöhere Drücke/raue Bedingungen

Welcher Werkstoff ist der richtige?

Stahl für gesättigten Dampf/Standardbedingungen, Edelstahl 316(L) bei korrosiven Medien/Umgebungen oder für höhere Temperaturbeständigkeit. Werkstoff nach Medium, Korrosionserwartung und Anlagennorm wählen.

Welche Gewinde/Anschlüsse sind üblich?

ProzessseitigGeräteseitigNorm
G 1/2, G 1/4G 1/2, G 1/4ISO 228 (BSPP, parallel)
1/2" NPT1/2" NPTASME B1.20.1 (konisch)
M20×1,5 (optional)M20×1,5ISO metrisch

Wie wird ein Wassersackrohr korrekt montiert?

  • Vertikale Einbaulage bevorzugen, damit sich der Kondensatfilm zuverlässig bildet.
  • Vor der Inbetriebnahme mit Wasser/Kondensat füllen (besonders bei Heißdampf).
  • Absperrventil/Manometerhahn zwischen Siphon und Gerät für Service vorsehen.
  • Gewinde spannungsfrei verschrauben, geeignete Dichtung verwenden.

Wie schützt das Siphon mein Messgerät?

Die Kondensatkammer senkt die anliegende Temperatur; die Rohrschleife wirkt als mechanische Drossel gegen Druckspitzen. Dadurch erhöht sich die Lebensdauer und Messstabilität des Manometers.

Welche Druck- und Temperaturbereiche sind möglich?

Abhängig von Wandstärke, Nennweite, Werkstoff und Norm. Für Heißdampf sind Edelstahl-Pigtails oft die erste Wahl. Projektbezogene Grenzwerte (PED/ASME) beachten.

Welche Dichtkonzepte sind geeignet (BSPP vs. NPT)?

ThreadDichtungHinweis
G (BSPP)Flachdichtung/O-Ring an DichtflächePlanflächen sauber, gratfrei halten
NPTPTFE-Band oder DichtpasteBand in Schraubrichtung, Drehmoment beachten

Muss ich das Siphon vorfüllen?

Ja, insbesondere bei Anfahrtemperaturen > 100 °C empfiehlt sich das Vorfüllen mit Wasser, damit der Schutz vom ersten Moment an greift.

U- oder Pigtail-Form – was dämpft besser?

Pigtail-Siphons bieten durch längere Rohrstrecke und höheres Kondensatvolumen meist eine höhere Dämpfung sowie bessere thermische Entkopplung.

Kann ich zusätzlich Drosseln/Snubber einsetzen?

Ja. Snubber (Drosselschrauben) in Kombination mit Siphons verbessern den Schutz gegen Pulsation und Kavitation, besonders bei schnell wechselnden Drücken.

Welche typischen Fehlerbilder gibt es?

  • Kein Kondensat → Vorfüllen vergessen: Messgerät überhitzt.
  • Leckage an Gewinden → falsches Dichtkonzept oder beschädigte Dichtflächen.
  • Träge Anzeige → zu starke Dämpfung (Snubber/Medium prüfen).

Wie oft sollte gewartet werden?

Im Rahmen der regelmäßigen Anlageninspektion: Sichtprüfung auf Korrosion/Leckage, Funktionsprüfung der Absperrung, ggf. Reinigung/Spülen bei Verschmutzung.

Ist die Kombination mit Druckmittlern möglich?

Ja. Bei kritischen Medien (viskos/korrosiv) kann ein Druckmittler zwischen Siphon und Messgerät eingesetzt werden – Gewichte/Ausrichtung beachten.

Welche Dokumente/Zeugnisse liefern Sie?

Auf Wunsch EN 10204 3.1 Materialzeugnis, Werksprüfzeugnis, Druck-/Dichtheitsprüfung und projektspezifische Kennzeichnung.

Gibt es hygienische Ausführungen?

Für Food/Pharma empfehlen wir Edelstahl 316L mit geeigneten Dichtungen und totraumarmer Einbaulage; alternativ hygienische Prozessanschlüsse (Tri-Clamp/Varivent®).

Welche Zubehörteile sind empfehlenswert?

  • Manometerhahn/Absperrventil für Service/Entlüftung
  • Snubber/Drossel zur Pulsationsdämpfung
  • Adapter (G/NPT/metrisch) bei Normwechsel

Wie wähle ich die richtige Größe?

Nach Druck, Temperatur, Anschlussnorm und Platzverhältnissen. Für Dampf i. d. R. Pigtail 1/2" mit passendem Ventil und G-/NPT-Anschluss.

Tipps für eine langlebige Messstelle

  • Siphon spannungsfrei montieren und Rohrleitung unterstützen.
  • Außenkorrosionsschutz vorsehen (Beschichtung/Passivierung).
  • Regelmäßig Nachziehen/Leckprüfung nach thermischen Zyklen.

Bieten Sie vormontierte Sets an?

Ja, montagefertige Sets aus Siphon, Absperrventil/Manometerhahn, Snubber und Manometer inkl. Dokumentation – abgestimmt auf Gewindenorm und Werkstoff.

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