Mit der magnetisch-induktiven Durchflussmessung ist es möglich leitende Flüssigkeiten mit höchster Genauigkeit zu messen. Es wird eine Messmethode verwendet, die auf dem Faraday´schen Gesetz der elektromagnetischen Induktion beruht. Dabei wird aus dem Durchfluss ein elektrisches Signal erzeugt. Die magnetisch-induktive Durchflussmessung ist vielseitig einsetzbar und misst selbst unter extremen Messbedingungen präzise.
Für welche Anwendungen ist diese Durchflussmessung gedacht?
Die magnetisch-induktive Durchflussmessung ist für leitende Flüssigkeiten gedacht, darunter sind Wasser, Breie, Schlämme, Säuren, laugen, Säfte, sowie Emulsionen. Dies bietet die Möglichkeit für viele Anwendungen:
- Chemie
- Pharma
- Hygienische- und sterile Anwendungen
- Abfüll- und Dosieranwendungen
- Wasser, Abwasser
- Papier, Zellstoff
Auch unter besonderen Bedingungen ist die magnetisch-induktive Durchflussmessung anwendbar. Ein sehr wichtiger Faktor ist, dass man die Messung in explosionsgefährdeten Bereichen durchführen kann. Des Weiteren ist eine vielfältige Kommunikation geboten (HART, PROFIBUS DP/PA, FOUNDATION fieldbus, Modbus, EtherNet/IP, Bluetooth).
Funktion und Aufbau
Das Grundprinzip der magnetisch-induktiven Durchflussmessung ist folgendes: Fließt eine leitende Flüssigkeit, durch ein damit befülltes Rohr durch ein Magnetfeld, wird eine elektrische Spannung erzeugt, deren Magnetfeldstärke proportional ist zur Fließbewegung.
Ein magnetisch-induktives Durchflussmessgerät hat zwei Feldspulen die ein konstantes Magnetfeld erzeugen über den gesamten Rohrquerschnitt. Orthogonal sind zwei Elektroden eingebaut, die elektrische Spannung abgreifen.
Erfolgt kein Durchfluss, kann keine elektrische Spannung erzeugt werden und eine Messung findet nicht statt. Die elektrisch geladenen Teilchen des Mediums sind gleichmäßig verteilt (ein der Zeichnung sind diese Teilchen als rote und blaue Punkte dargestellt). Sobald das Medium zu fließen beginnt, übt das Magnetfeld auf die Teilchen eine Kraft aus. Positive und negative Teilchen werden, im Bereich des Durchflussmessgeräts, aufgeteilt und häufen sich an den Elektroden auf. Dadurch entsteht eine elektrische Spannung, die von den Elektroden erfasst und gemessen wird. Die Spannung ist proportional zur Fließbewegung (Geschwindigkeit).
Mit dem bekannten Messrohrquerschnitt lässt sich damit das Durchflussvolumen errechnen.

Wie werden Störspannungen verhindert?
Von den Elektroden erfasste Störspannungen müssen getrennt werden. Dies passiert, indem das Magnetfeld mittels getaktetem Stromfeld aufgebaut wird. Hierzu wird das Magnetfeld ständig umgepolt. Die an den Elektroden abgegriffene Spannung wechselt auch ihre Polarität. Diese Prozedur eliminiert alle konstanten Störquellen, wie elektrochemische Effekte im Medium und elektromagnetische Störfelder von außen.
Wie werden weitere Störungsfaktoren ausgeschlossen?
Voraussetzung für die elektromagnetische Durchflussmessung ist, dass sich im Rohrinneren ein Magnetfeld aufbaut und die Spannung störungsfrei genutzt werden kann. Zwei Erregerspulen erzeugen das Magnetfeld. Dabei ist wichtig, dass austenitischer Stahl als Rohrwerkstoff verwendet wird, da dieser nicht magnetisierbar ist und das Magnetfeld der Erregerspulen somit nicht ableitet.
Um die Möglichkeit einer weiteren Spannungsableitung zu vermeiden, bekommt das Messrohr eine isolierende Innenauskleidung. Die Innenauskleidung besteht meisten aus Kunststoff (PP, PTFE, PEEK,…) oder technischer Keramik (Aluminiumoxid oder Zirconiumoxid). Sie verhindert Kurzschlüsse zwischen der leitfähigen Flüssigkeit und dem metallischen Messrohr.
Das Medium selbst muss einen elektrischen Leiter darstellen. Eine elektrische Mindestleitfähigkeit zwischen 20 µS/cm und 0,5 µS/cm muss betragen (abhängig vom Gerät).
Das richtige Elektrodenmaterial
Die Auswahl des passenden Materials für die Elektroden ist entscheidend für eine korrekte Messung.
Galvanischer signalbegriff
Da die Elektroden im direkten Kontakt zum Medium stehen, müssen sie korrosionsbeständig sein und einen gut funktionierenden Übergang zum Medium gewährleisten. Die häufigsten Materialen hierfür sind:
- Edelstähle
- CrNi-Legierungen
- Platin
- Tantal
- Titan
- Zirkonium
Sind die Messwertaufnehmer mit Keramik-Messrohren ausgestattet, werden eingesinterte Elektroden verwendet.
Berührungsloser kapazitiver Signalbegriff
Berührungsloser kapazitiver Signalbegriff kommt zum Einsatz bei Medien mit extrem niedriger elektrischer Leitfähigkeit und bei Medien, die isolierende Ablagerungen an der Rohrwand bilden, die den Kontakt zur Elektrode unterbrechen.
Großflächig werden hierbei Kondensatorplatten von außen ans Rohr angebracht. Werden Messrohre aus Keramik verwendet, werden die Kondensatorplatten auf das Aluminiumoxid-Messrohr aufgesintert.
Vor- und Nachteile der magnetisch-induktiven Durchflussmessung
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Vorteile |
Nachteile |
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Unabhängig von Dichte, Druck, Temperatur und Viskosität |
Forderung nach einer Mindestleitfähigkeit |
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Feststoffbeladene Flüssigkeiten auch messbar |
Maximale Messstofftemperatur von 200° C |
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Kein Verschleiß (keine beweglichen Teile) |
Mindestfließbereich ca. 0,5 m/s |
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Keine Druckverluste |
Ungenauigkeiten beim Rohwasserbereich, da Eisenablagerungen den Nennwert verringern |
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Keine störenden Einbauten |
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CIP- / SIP-Reinigungsmöglichkeit, molchbar |
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Lineares Ausgangssignal |
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Auch für aggressive und korrosive Medien |
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kein Einfluss der Leitfähigkeit, wenn größer als 5 µS/cm |
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Hohe Messgenauigkeit, auch bei Gaseinflüssen und Feststoffbelastung |
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Hohe Reproduzierbarkeit und Langlebigkeit |
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Minimaler Wartungsaufwand |
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- Magnetisch-induktiver Durchflusssensor SITRANS FM MAG 3100 P für industrielle Anwendungen
- Geeignet für Nennweiten von DN 15 bis DN 300 / ½" bis 12"
- Ausgelegt für häufige Spezifikationen in der chemischen Industrie und Prozessindustrie
- Vollverschweißte Konstruktion für hohe Robustheit und anspruchsvolle Einsatzbedingungen
- Hochtemperatursensor für Anwendungen mit Medientemperaturen bis 150 °C / 302 °F
- SENSORPROM-Technologie zur automatischen Übernahme von Einstellungen und Kalibrierdaten
- Optional mit Schutzart IP68 / NEMA 6P ab Werk oder zur Nachrüstung vor Ort

Datenblatt
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Bedienungsanleitung
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- Magnetisch-induktiver Durchflusssensor SITRANS FM MAG 1100 F für hygienische Anwendungen
- Speziell ausgelegt für die Nahrungsmittel-, Getränke- und pharmazeutische Industrie
- Verfügbar für Sensorgrößen von DN 10 bis DN 100 / 3/8" bis 4"
- Einzigartige mechanische Konstruktion mit zahlreichen Sanitär-Prozessanschlüssen
- Sensorgehäuse aus Edelstahl AISI 316L / 1.4404
- Sanitärauslegung für CIP- und SIP-Reinigungsprozesse
- Strahlwassergeschütztes Gehäuse mit Schutzart IP67 / NEMA 6
- SENSORPROM-Technologie zur automatischen Übernahme von Einstellungen und Kalibrierdaten
Datenblatt
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Bedienungsanleitung
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- Batteriebetriebener Wasserzähler SITRANS FM MAG 8000 für autarke Durchflussmessungen
- Magnetisch-induktives Messsystem mit intelligenter Messung und Anzeige
- Ausgelegt für minimale Leistungsaufnahme und lange Batterielebensdauer
- Sensorgrößen von DN 25 bis DN 1200 / 1" bis 48"
- Geeignet für Entnahme- und Verteilungsnetze sowie Anwendungen zur Abrechnung
- Kompakte oder getrennte Montage mit werkseitig montiertem Kabel möglich
- Schutzart IP68 / NEMA 6P für anspruchsvolle Installationsbedingungen
- Unterstützt PC-Konfiguration über Flow Tool und SIMATIC PDM
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Bedienungsanleitung
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- Magnetisch-induktiver Durchflusssensor für Wasser- und Abwasseranwendungen
- Speziell für Trinkwasser, Abwasser, Schmutzwasser und Schlamm ausgelegt
- Nennweiten von DN 15 bis DN 2000 verfügbar
- Geeignet für Direktvergrabung und permanente Überflutung
- Trinkwasserzulassungen und EPDM-Innenbeschichtung mit Trinkwasserzulassung
- Integrierte Erdungs- und Messelektroden
- Flexible Integration mit SITRANS FM MAG 5000, MAG 6000 oder MAG 6000 I
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Bedienungsanleitung
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- Messumformer für magnetisch-induktive Durchflussmessung in anspruchsvollen Industrieanwendungen
- Siemens SITRANS FM MAG 6000 I und MAG 6000 I Ex für kompakte oder getrennte Montage
- Geeignet für nicht explosionsgefährdete und explosionsgefährdete Bereiche
- Volle Eingangs- und Ausgangsfunktionalität auch bei der Ex-Ausführung
- Kommunikation über HART, FOUNDATION Fieldbus H1, DeviceNet, PROFIBUS PA und DP sowie Modbus RTU/RS485 möglich
- Automatisches Lesen der im SENSORPROM gespeicherten Sensordaten
- Mehrsprachige Anzeige mit Durchflussrate, Summenzählern, Betriebsinformationen und Diagnosemeldungen
- Umfangreiche Selbstdiagnose mit Fehleranzeige und Fehleraufzeichnung
- Chargensteuerung, Stromausgang, Impuls-/Frequenzausgang und Relaisausgänge verfügbar
- Erfüllt NAMUR-Empfehlungen NE 21, NE 32, NE 43, NE 53 und NE 70

Datenblatt
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Bedienungsanleitung
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- Robustes Aluminium Zweikammer Druckguss Gehäuse für explosionsgefährdete Anwendungen tauglich
- Eingebaute Dosierfunktion
- Zusätzliches Kommunikationsmodul für die einfache Integration in Ihrer Anwendung erhältlich und damit für eine vollständig integrierte Lösung in der gesamten Anlage
- EMV Anforderungen sowie hohe funktionale Sicherheit und Systemverfügbarkeit durch einheitliches Bedienkonzept gemäß NAMUR Richtlinien werden erfüllt
- Fehlerverhalten gemäß NE43 für 4…20mA Ausgang auswählbar
- Verbesserte Fehlersuche und Prüfung des Geräts durch umfassendes Diagnose- und Service-Menü
- SENSORPROM-Technologie ermöglicht Austausch des Messumformers und automatische Neuprogrammierung eines neuen Messumformers ohne Daten- und Genauigkeitsverlust
- Tastenfeld und alphanumerische Anzeige sind eigensicher und direkt im Gefahrenbereich programmierbar – ATEX und FM zertifiziert
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