Druckbehälter, Armaturen, Ventile, Sensoren, Rohrleitungen oder komplette Baugruppen müssen in vielen Industriebereichen regelmäßig geprüft werden. Die Herausforderung besteht dabei darin, einen definierten Prüfdruck sicher, reproduzierbar und kontrolliert aufzubringen. Wird der Druck zu schnell erhöht, können Prüflinge beschädigt werden. Erfolgt die Druckregelung zu ungenau, sind Messergebnisse nicht aussagekräftig. Und wenn Prüfabläufe manuell durchgeführt werden, steigt zusätzlich das Risiko von Bedienfehlern.
Besonders kritisch wird dies bei sicherheitsrelevanten Komponenten oder hochwertigen Produkten. Hier reicht es nicht aus, den Druck lediglich “ungefähr” einzustellen. Vielmehr müssen exakt definierte Druckprofile gefahren, Druckstufen gehalten und Druckänderungen präzise dokumentiert werden.
Genau für diese Aufgaben wurden die modularen Druckregler der PACE5000E- und PACE6000E-Serie entwickelt. In Kombination mit den hochpräzisen CM3-Regelmodulen ermöglichen sie eine schnelle, stabile und reproduzierbare Druckregelung über einen weiten Druckbereich. Dank vollständig digitaler Regelungstechnologie können Druckwerte mit hoher Stabilität angefahren, gehalten und automatisch dokumentiert werden.
Warum manuelle Druckprüfungen oft problematisch sind
Viele Prüfungen werden noch immer mit Handpumpen, Druckminderern oder einfachen Druckquellen durchgeführt. Dabei treten häufig folgende Probleme auf:
| Manuelle Druckprüfung | PACE-Regler mit CM3-Modul |
|---|---|
| Druck wird manuell eingestellt | Druck wird automatisch geregelt |
| Schwankende Prüfdrucke | Hohe Regelstabilität |
| Bedienereinfluss auf das Ergebnis | Reproduzierbare Prüfabläufe |
| Aufwendige Dokumentation | Automatisierbar |
| Höheres Fehlerrisiko | Definierte Druckprofile |
| Lange Prüfzeiten | Schnelle Druckregelung |
Gerade bei wiederkehrenden Prüfungen oder hohen Stückzahlen stoßen manuelle Verfahren schnell an ihre Grenzen.
Praxisbeispiel 1: Druckprüfung eines Sicherheitsventils
Ein Hersteller von Sicherheitsventilen muss jede produzierte Einheit vor Auslieferung prüfen. Dabei muss der Prüfdruck schrittweise erhöht werden, bis der Ansprechdruck des Ventils erreicht wird.
Herausforderung
Bei manueller Druckerzeugung entstehen häufig Drucküberschwinger. Dadurch lässt sich der tatsächliche Öffnungsdruck nur schwer bestimmen.
Lösung mit PACE6000E und CM3
Der PACE-Regler fährt den Druck automatisch in definierten Stufen an:
| Prüfschritt | Druck |
| Vorprüfung | 5 bar |
| Stufe 1 | 10 bar |
| Stufe 2 | 15 bar |
| Stufe 3 | 20 bar |
| Öffnungsprüfung | 21,5 bar |
Der Druck wird stabil gehalten und exakt geregelt.
Ergebnis
- Reproduzierbare Prüfergebnisse
- Keine Drucküberschwinger
- Schnellere Prüfabläufe
- Höhere Produktsicherheit
Praxisbeispiel 2: Dichtheitsprüfung eines Druckbehälters
Ein Anlagenbauer fertigt Druckbehälter für die chemische Industrie. Vor der Auslieferung muss jeder Behälter einem Dichtheitstest unterzogen werden.
Herausforderung
Der Prüfdruck muss zunächst aufgebaut und anschließend über einen definierten Zeitraum konstant gehalten werden. Bereits kleinste Druckänderungen können auf eine Leckage hinweisen.
Lösung mit PACE6000E
Der Regler baut den Prüfdruck automatisch auf und hält diesen über die gesamte Prüfzeit konstant.
Prüfablauf
| Phase | Druck | Dauer |
| Druckaufbau | 0 → 40 bar | 30 s |
| Beruhigungsphase | 40 bar | 5 min |
| Lecktest | 40 bar | 30 min |
Durch die hohe Regelstabilität können selbst kleinste Druckverluste erkannt werden. Die integrierte Lecktest-Funktion unterstützt dabei die automatische Auswertung.
Ergebnis
- Höhere Prüfsicherheit
- Automatisierte Dokumentation
- Frühzeitige Erkennung von Leckagen
- Kürzere Prüfzeiten
Praxisbeispiel 3: Prüfung von Drucktransmittern in der Produktion
Ein Hersteller von Drucktransmittern möchte jede Messstelle vor Auslieferung automatisch testen.
Herausforderung
Jeder Sensor muss mehrere Druckpunkte durchlaufen. Die Druckwerte müssen präzise angefahren und stabil gehalten werden.
Lösung mit PACE5000E und CM3
Der PACE-Regler erzeugt automatisch die erforderlichen Druckpunkte.
| Prüfpunkt | Sollwert |
| Nullpunkt | 0 bar |
| Punkt 1 | 25 % FS |
| Punkt 2 | 50 % FS |
| Punkt 3 | 75 % FS |
| Endwert | 100 % FS |
Dank der hohen Regelgeschwindigkeit werden die Sollwerte innerhalb weniger Sekunden erreicht. Druckprofile und Prüfprogramme können direkt im Gerät gespeichert und automatisiert ausgeführt werden.
Ergebnis
- Höherer Durchsatz in der Produktion
- Vollautomatische Prüfabläufe
- Reduzierung von Bedienfehlern
- Reproduzierbare Qualitätssicherung
Warum das CM3-Regelmodul besonders geeignet ist
Das CM3-Regelmodul basiert auf der TERPS-Technologie von Druck und kombiniert hohe Messgenauigkeit mit außergewöhnlicher Langzeitstabilität. Gleichzeitig gehört die PACE-Plattform zu den schnellsten Druckregelsystemen am Markt und kann Prüfdrucke innerhalb weniger Sekunden präzise anfahren und stabil halten.
| Vorteil | Nutzen |
| Hohe Regelgeschwindigkeit | Kürzere Prüfzeiten |
| Hohe Regelstabilität | Sichere Messergebnisse |
| Modulares Konzept | Flexible Anpassung an Anwendungen |
| Automatische Prüfprogramme | Höhere Produktivität |
| Lecktest-Funktion | Einfache Dichtheitsprüfungen |
| Digitale Kommunikation | Integration in Prüfstände |
Sicher prüfen statt improvisieren
Bei Druckprüfungen geht es nicht nur um Genauigkeit, sondern vor allem um Sicherheit und Reproduzierbarkeit. Der PACE5000E bzw. PACE6000E in Verbindung mit dem CM3-Regelmodul ermöglicht exakt definierte Druckprofile, stabile Druckregelung und automatisierte Prüfabläufe. Dadurch lassen sich Druckbehälter, Ventile, Sensoren und andere druckbeaufschlagte Komponenten sicherer, schneller und zuverlässiger prüfen als mit herkömmlichen manuellen Verfahren.
