ATEX Stromschleifenkalibrator: 4–20 mA-Signale im Ex-Bereich sicher prüfen und simulieren

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→ ATEX Stromschleifenkalibrator UPS4E

 

In der Prozessindustrie sind 4–20 mA-Stromschleifen nach wie vor einer der wichtigsten Signalstandards. Drucktransmitter, Temperaturmessumformer, Füllstandmessgeräte, Durchflussmessgeräte, Stellventile und Prozessanzeigen übertragen ihre Messwerte häufig über analoge Stromsignale. Wenn diese Signale in explosionsgefährdeten Bereichen geprüft, simuliert oder kalibriert werden sollen, wird ein geeigneter ATEX Stromschleifenkalibrator benötigt.

Ein ATEX Stromschleifenkalibrator muss nicht nur präzise messen und geben können. Er muss auch für den Einsatz in Ex-Bereichen zugelassen sein, sicher bedienbar sein und typische Prüfaufgaben in der Instandhaltung schnell unterstützen. Dazu gehören das Messen von mA-Signalen, das Simulieren eines Transmitters, das Versorgen einer passiven Schleife, Step-Tests, Rampenfunktionen, Ventiltests, HART-Unterstützung und eine nachvollziehbare Dokumentation.

Dieser Beitrag erklärt, wann ein eigensicherer Stromschleifenkalibrator benötigt wird, welche Prüfaufgaben in 4–20 mA-Schleifen typisch sind und warum der Druck UPS4E / UPS4E-IS eine sehr passende Lösung für Wartung, Inbetriebnahme und Fehlersuche in anspruchsvollen Ex-Anwendungen ist.

Passende Geräte finden Sie in unserer Kategorie
Prozesskalibratoren
sowie im Bereich
Simulatoren.
Für 4–20 mA-Schleifen in explosionsgefährdeten Bereichen ist besonders der
UPS4E Serie Stromschleifen-Kalibrator / Loop Calibrator
von Druck relevant.

Was ist ein ATEX Stromschleifenkalibrator?

Ein Stromschleifenkalibrator ist ein Prüfgerät zum Messen, Geben und Simulieren von analogen Stromsignalen. In der Prozessmesstechnik betrifft das vor allem 4–20 mA-Signale. Mit einem solchen Gerät kann geprüft werden, ob ein Transmitter korrekt ausgibt, ob eine Anzeige richtig skaliert ist oder ob eine Steuerung bei einem bestimmten mA-Wert korrekt reagiert.

Ein ATEX Stromschleifenkalibrator ist zusätzlich für den Einsatz in explosionsgefährdeten Bereichen ausgelegt. Er wird dort verwendet, wo brennbare Gase, Dämpfe oder Stäube auftreten können und normale elektrische Prüfgeräte nicht eingesetzt werden dürfen.

Begriff Bedeutung Praxisbeispiel
Stromschleifenkalibrator Prüfgerät für mA-Signale. 4–20 mA messen, geben oder simulieren.
ATEX-Ausführung Geeignet für explosionsgefährdete Bereiche. Wartung in Chemieanlage oder Raffinerie.
mA messen Stromsignal eines Feldgeräts erfassen. Drucktransmitter gibt 12 mA bei 50 % Messbereich aus.
mA geben Kalibrator erzeugt ein definiertes Stromsignal. Anzeige oder SPS-Eingang mit 4, 12 und 20 mA prüfen.
mA simulieren Kalibrator verhält sich wie ein Transmitter in der Schleife. Leitsystem ohne echten Feldsensor testen.

 

Warum sind 4–20 mA-Stromschleifen so wichtig?

Das 4–20 mA-Signal ist in der Industrie weit verbreitet, weil es robust, einfach auswertbar und auch über längere Leitungen gut nutzbar ist. Der Messbereich eines Transmitters wird dabei auf einen Strombereich abgebildet. 4 mA entsprechen meist 0 % Messwert, 20 mA entsprechen 100 % Messwert.

Der Vorteil gegenüber einem 0–20 mA-Signal liegt unter anderem darin, dass 4 mA als „lebender Nullpunkt“ dienen. Ein Kabelbruch oder Ausfall kann dadurch leichter erkannt werden, weil ein Strom von 0 mA normalerweise kein gültiger Messwert ist.

Signalwert Bedeutung bei 4–20 mA Beispiel bei 0 … 10 bar
4 mA 0 % des Messbereichs. 0 bar.
8 mA 25 % des Messbereichs. 2,5 bar.
12 mA 50 % des Messbereichs. 5 bar.
16 mA 75 % des Messbereichs. 7,5 bar.
20 mA 100 % des Messbereichs. 10 bar.

 

Warum ist ATEX bei Stromschleifenkalibratoren entscheidend?

In explosionsgefährdeten Bereichen dürfen elektrische Prüfgeräte nur eingesetzt werden, wenn sie für die jeweilige Zone und Anwendung geeignet sind. Ein normaler Stromschleifenkalibrator kann in solchen Bereichen ein Sicherheitsrisiko darstellen, wenn er nicht entsprechend zugelassen ist.

Ein ATEX Stromschleifenkalibrator ist deshalb für Wartung und Inbetriebnahme in Ex-Bereichen besonders wichtig. Er erlaubt elektrische Prüfungen direkt an Feldgeräten, Signalleitungen und Messschleifen, ohne dass die Messstelle unnötig ausgebaut oder in einen sicheren Bereich gebracht werden muss.

Auswahlpunkt Warum wichtig? Praxisempfehlung
Ex-Zone Bestimmt, welche Gerätezulassung erforderlich ist. Zone und Ex-Schutzdokument prüfen.
Gerätezulassung Kalibrator muss für den Einsatzort geeignet sein. ATEX-/IECEx-Kennzeichnung mit Anwendung abgleichen.
Eigensicherheit Begrenzt Energie in der Stromschleife. Besonders wichtig bei Arbeiten im Feld.
Messaufgabe Nicht jeder Kalibrator kann messen, geben und versorgen. mA-Funktionen und Schleifenversorgung prüfen.
Dokumentation Ex-Arbeiten und Kalibrierungen müssen nachvollziehbar sein. Prüfergebnisse und Geräteeinsatz dokumentieren.

 

Typische Anwendungen im Ex-Bereich

ATEX Stromschleifenkalibratoren werden überall dort benötigt, wo 4–20 mA-Signale in explosionsgefährdeten Bereichen geprüft werden müssen. Typische Branchen sind Chemie, Petrochemie, Öl und Gas, Tanklager, Raffinerien, pharmazeutische Produktion, Wasserstoffanwendungen, Gasversorgung und Prozessanlagen mit brennbaren Medien.

Anwendung Was wird geprüft? Nutzen
Transmitterprüfung mA-Ausgang eines Feldgeräts. Erkennen von Skalierungsfehlern oder Sensordrift.
Leitsystemprüfung Reaktion von SPS, DCS oder Anzeige auf mA-Signal. Prüfung ohne Prozessdruck, Temperatur oder Füllstand.
Ventiltest Stellverhalten bei definiertem mA-Signal. Prüfung von Stellventilen, Stellungsreglern oder Grenzpositionen.
Alarmgrenzwerttest Schalt- oder Alarmreaktion bei bestimmten Signalwerten. Prüfung von Voralarm, Hauptalarm oder Abschaltung.
Fehlersuche Kabelbruch, Schleifenversorgung, Spannungsabfall oder Eingangskarte. Schnelle Diagnose im Feld.

 

Messen, Geben und Simulieren: die wichtigsten Funktionen

Ein Stromschleifenkalibrator sollte mehrere Betriebsarten beherrschen. Nur so lassen sich verschiedene Fehlerbilder in einer Messschleife sicher unterscheiden. In der Praxis sind vor allem mA-Messung, mA-Ausgabe, Transmittersimulation und Schleifenversorgung entscheidend.

Funktion Beschreibung Typischer Einsatz
mA messen Kalibrator misst den Strom in der Schleife. Prüfung des Ausgangssignals eines Transmitters.
mA geben Kalibrator erzeugt aktiv einen Stromwert. Prüfung von Anzeige, SPS-Eingang oder DCS-Kanal.
mA simulieren Kalibrator simuliert einen passiven Transmitter. Test einer vorhandenen 24-V-Schleife.
24 V Schleifenversorgung Kalibrator versorgt eine passive Messschleife. Prüfung bei ausgebautem oder unversorgtem Transmitter.
% Anzeige mA-Wert wird direkt als Prozentwert angezeigt. Schnelle Bewertung von 0 %, 50 % und 100 %.

 

Aktive und passive Stromschleifen richtig prüfen

Bei 4–20 mA-Schleifen muss unterschieden werden, ob die Schleife aktiv oder passiv ist. Eine aktive Schleife besitzt bereits eine Spannungsversorgung. Eine passive Schleife benötigt eine externe Versorgung, zum Beispiel durch den Kalibrator.

Diese Unterscheidung ist wichtig, weil falsch angeschlossene Prüfgeräte oder eine doppelte Schleifenversorgung zu Fehlmessungen oder Schäden führen können. Ein guter Stromschleifenkalibrator unterstützt Anwender deshalb durch klare Betriebsarten und eine einfache Bedienlogik.

Schleifentyp Beschreibung Prüfansatz
Aktive Schleife Die 24-V-Versorgung ist bereits vorhanden. mA messen oder Transmitter simulieren.
Passive Schleife Keine eigene Schleifenversorgung vorhanden. Kalibrator mit 24-V-Schleifenversorgung verwenden.
Aktiver Transmitter Feldgerät gibt selbst ein Stromsignal aus. Stromsignal messen und mit Prozesswert vergleichen.
Passive Anzeige / Eingang Anzeige oder Eingang erwartet ein externes Signal. mA-Signal aktiv geben und Reaktion prüfen.

 

Druck UPS4E: ATEX Stromschleifenkalibrator für anspruchsvolle Einsätze

Der
UPS4E Serie Stromschleifen-Kalibrator / Loop Calibrator
von Druck ist ein kompakter und robuster Stromschleifenkalibrator für 4–20 mA-Schleifen. Er ist besonders interessant für Anwender, die in der Prozessindustrie, in Ex-Bereichen und bei anspruchsvollen Wartungseinsätzen schnell und sicher mA-Signale prüfen müssen.

Der UPS4E ist für typische Aufgaben in der Instandhaltung ausgelegt: mA messen, mA geben, passive Messkreise versorgen, Prozentwerte anzeigen, Ventiltests durchführen, Rampen- und Step-Funktionen nutzen und Messwerte dokumentieren. Dadurch eignet sich das Gerät sowohl für die schnelle Fehlersuche als auch für geplante Kalibrier- und Inbetriebnahmeaufgaben.

UPS4E-Funktion Nutzen Typische Anwendung
ATEX/IECEx-Ausführung Sicherer Einsatz in Ex-Anwendungen. Chemie, Petrochemie, Raffinerie, Tanklager.
0–24 mA messen und geben Abdeckung typischer 4–20 mA-Aufgaben mit Reserve. Transmitter, Anzeigen, SPS- und DCS-Eingänge.
Hohe Genauigkeit Zuverlässige Bewertung von Signalabweichungen. Kalibrierung und Wartung von Prozessmessstellen.
Duale Anzeige mA und % Schnelle Bewertung des Messbereichs. 0 %, 25 %, 50 %, 75 % und 100 %-Prüfung.
Step, Span, Ventiltest und Rampe Schnelle Funktionsprüfung ohne aufwendige manuelle Einstellung. Leitsystemtest, Ventilprüfung, Alarmgrenzwerttest.
24 V DC Schleifenversorgung Prüfung passiver Messkreise und Transmitter. Wartung bei Anlagenstillstand oder ausgebauten Geräten.
250-Ω-Widerstand für HART Unterstützt HART-Kommunikation in der Messschleife. Parametrierung und Diagnose smarter Feldgeräte.
Datenlogger Messwerte können über Zeit erfasst werden. Fehlersuche bei sporadischen Signalen oder Drift.

 

24 V Schleifenversorgung: praktisch bei Anlagenstillstand

Eine integrierte 24-V-Schleifenversorgung ist im Feld sehr hilfreich. Wenn ein Transmitter oder eine Messschleife nicht durch die Anlage versorgt wird, kann der Kalibrator die notwendige Versorgung bereitstellen. Dadurch lassen sich Feldgeräte, Anzeigen oder Messkreise auch unabhängig von der Anlagenversorgung prüfen.

Gerade bei Inbetriebnahme, Stillstand, Fehlersuche oder ausgebauten Geräten spart das viel Zeit. Der Techniker muss keine separate Spannungsversorgung mitführen und kann die Messschleife direkt mit dem Kalibrator testen.

Situation Problem ohne Schleifenversorgung Vorteil mit UPS4E
Anlagenstillstand Messschleife ist nicht versorgt. Kalibrator stellt 24 V bereit.
Transmitterprüfung im Feld Feldgerät kann kein Signal liefern. Transmitter kann direkt getestet werden.
Prüfung einer Anzeige Signalquelle fehlt. mA-Signal aktiv geben.
Fehlersuche Unklar, ob Versorgung oder Gerät fehlerhaft ist. Schleifenversorgung gezielt überprüfen.

 

Step, Rampenfunktion und Ventiltest

Viele Prüfungen in 4–20 mA-Schleifen werden immer wieder mit denselben Signalpunkten durchgeführt. Typisch sind 4, 8, 12, 16 und 20 mA oder entsprechende Prozentwerte. Eine Step-Funktion erleichtert diese Prüfung, weil definierte Werte nacheinander angefahren werden können.

Eine Rampenfunktion ist besonders praktisch, wenn die Reaktion einer Anzeige, eines Reglers oder eines Ventils über den gesamten Signalbereich beobachtet werden soll. Der Ventiltest hilft, Stellventile und Stellungsregler gezielt zu prüfen.

Funktion Was passiert? Typische Anwendung
Step-Funktion Definierte mA-Werte werden schrittweise ausgegeben. Prüfung von 0–25–50–75–100 %.
Rampenfunktion Signal läuft automatisch durch einen Bereich. Beobachtung von Anzeige, Regler oder Stellverhalten.
Span-Test Anfangs- und Endwert werden geprüft. Schnelle Kontrolle von Nullpunkt und Spanne.
Ventiltest Stellventil wird mit definierten Stromwerten angesteuert. Prüfung von Stellweg, Reaktion und Grenzpositionen.
Fast Set Schnelle Einstellung präziser Ausgangswerte. Alarmgrenzwerttest und schnelle Fehlersuche.

 

HART-Unterstützung mit integriertem 250-Ω-Widerstand

Viele moderne Feldgeräte nutzen zusätzlich zum analogen 4–20 mA-Signal eine HART-Kommunikation. Dafür ist in der Messschleife häufig ein geeigneter Widerstand erforderlich. Ein integrierter 250-Ω-Widerstand kann die praktische Arbeit deutlich vereinfachen.

Beim UPS4E ist diese Unterstützung besonders hilfreich, wenn smarte Transmitter im Feld geprüft oder parametriert werden sollen. Der Techniker muss weniger Zusatzkomponenten mitführen und kann Diagnose, mA-Signal und Schleifenfunktion schneller zusammen bewerten.

HART-relevanter Punkt Warum wichtig? Praxisnutzen
4–20 mA + digital HART nutzt das analoge Signal zusätzlich für Kommunikation. Messwert und Gerätediagnose kombinierbar.
250-Ω-Widerstand Für stabile Kommunikation häufig erforderlich. Weniger Zusatzaufbau im Feld.
Smart Transmitter Geräteparameter und Diagnose können relevant sein. Fehler schneller eingrenzen.
Inbetriebnahme Signal und Parametrierung müssen zusammenpassen. Skalierung, Einheit und Ausgangssignal prüfen.

 

Datenlogger und Dokumentation

Ein Datenlogger ist besonders nützlich, wenn Fehler nicht dauerhaft auftreten. Sporadische Signalsprünge, instabile mA-Werte, Drift oder kurzzeitige Ausfälle sind im Feld oft schwer zu erkennen. Ein Kalibrator mit Logging-Funktion kann Messwerte über einen Zeitraum aufzeichnen und damit die Fehlersuche unterstützen.

Für Wartung und Qualitätssicherung ist außerdem wichtig, dass Messergebnisse nachvollziehbar dokumentiert werden. Gerade in Ex-Bereichen und sicherheitsrelevanten Prozessanlagen sollten Prüfungen, Ergebnisse und Geräteeinstellungen sauber festgehalten werden.

Dokumentationsaufgabe Warum wichtig? Beispiel
Messwertaufzeichnung Sporadische Fehler werden sichtbar. mA-Signal fällt kurzzeitig ab.
Kalibrierpunkte Prüfergebnis wird nachvollziehbar. 4, 8, 12, 16 und 20 mA dokumentieren.
Fehlersuche Verlauf hilft bei Diagnose. Signal driftet bei Temperaturänderung.
Auditfähigkeit Prüfungen müssen belegt werden können. Wartungsprotokoll oder Kalibriernachweis.

 

Fehlersuche in 4–20 mA-Schleifen

Fehler in Stromschleifen können viele Ursachen haben. Der Transmitter kann falsch skaliert sein, die Schleifenversorgung kann fehlen, eine Eingangskarte kann falsch parametriert sein, Leitungen können beschädigt sein oder ein Stellventil reagiert nicht korrekt. Ein ATEX Stromschleifenkalibrator hilft, diese Fehler systematisch einzugrenzen.

Fehlerbild Mögliche Ursache Prüfung mit Stromschleifenkalibrator
0 mA Kabelbruch, fehlende Versorgung oder defektes Gerät. Schleifenversorgung und mA-Signal prüfen.
3,6 mA oder Fehlerstrom Transmitter meldet Störung. Gerätestatus und Signalverhalten prüfen.
Messwert passt nicht zur Anzeige Falsche Skalierung in SPS oder Anzeige. Definierte mA-Werte geben und Anzeige vergleichen.
Signal schwankt Kontaktproblem, EMV, Sensorfehler oder Versorgung instabil. mA-Verlauf messen und loggen.
Ventil fährt nicht richtig Stellungsregler, Luftversorgung oder Signalproblem. Ventil mit 4–20 mA ansteuern und Reaktion beobachten.

 

Auswahlkriterien für ATEX Stromschleifenkalibratoren

Bei der Auswahl eines ATEX Stromschleifenkalibrators sollte nicht nur auf den Preis geachtet werden. Entscheidend sind Ex-Zulassung, Mess- und Simulationsfunktionen, Genauigkeit, Bedienbarkeit, Schleifenversorgung, HART-Unterstützung, Robustheit, Display, Datenlogging und Zubehör.

Auswahlfrage Warum wichtig? Praxisempfehlung
In welcher Ex-Zone wird gearbeitet? Gerätezulassung muss zur Anwendung passen. ATEX-/IECEx-Kennzeichnung prüfen.
Welche Signale sollen geprüft werden? Nicht jeder Kalibrator deckt alle Aufgaben ab. mA messen, geben, simulieren und versorgen einplanen.
Wird eine 24-V-Schleifenversorgung benötigt? Passive Schleifen benötigen eine Versorgung. Gerät mit integrierter Schleifenversorgung wählen.
Werden HART-Geräte geprüft? HART benötigt passende Schleifenbedingungen. 250-Ω-Widerstand und HART-Aufbau berücksichtigen.
Sind Step- und Rampenfunktionen wichtig? Wiederkehrende Prüfungen werden schneller. Bei Inbetriebnahme und Service sehr nützlich.
Wird dokumentiert oder geloggt? Messverläufe und Prüfwerte müssen nachvollziehbar sein. Datenlogger und Exportmöglichkeit prüfen.
Wie rau ist der Einsatzort? Feldgeräte müssen robust und gut bedienbar sein. Kompakte Bauform, Display und Batteriebetrieb beachten.

 

Produktbezug: UPS4E und passende Kalibriertechnik

Für das Keyword ATEX Stromschleifenkalibrator ist der UPS4E von Druck die zentrale Produktlösung. Er deckt typische 4–20 mA-Aufgaben in Ex-Anwendungen ab und ist deutlich fokussierter als ein großer Multifunktionskalibrator, wenn hauptsächlich Stromschleifen geprüft werden sollen.

Produkt / Kategorie Geeignet für Typische Anwendung
UPS4E Serie Stromschleifen-Kalibrator / Loop Calibrator ATEX/IECEx-Stromschleifenkalibrierung, mA messen, geben und simulieren. 4–20 mA-Prüfung in Ex-Bereichen, Wartung, Inbetriebnahme, Fehlersuche.
Prozesskalibratoren Elektrische und prozessbezogene Kalibrieraufgaben. Wartung von Transmittern, Anzeigen, Reglern und Prozessmessstellen.
Simulatoren Simulation von Prozesssignalen. Prüfung von SPS-Eingängen, Anzeigen und Leitsystemen.
DPI620 GENII Druckkalibrator / Prozesskalibrator Multifunktionale Kalibrieraufgaben mit Druck, Temperatur und Elektrik. Umfassende Kalibrieraufgaben, wenn mehr als nur mA-Schleifen geprüft werden.

 

Praxisbeispiele aus Chemie, Petrochemie und Prozessindustrie

Beispiel 1: Drucktransmitter in Ex-Zone prüfen

Ein Drucktransmitter in einer chemischen Anlage liefert ein 4–20 mA-Signal an das Leitsystem. Mit dem UPS4E wird das Ausgangssignal gemessen und mit dem Prozessdruck verglichen. So lässt sich erkennen, ob der Transmitter korrekt skaliert ist oder ob eine Abweichung vorliegt.

Beispiel 2: SPS-Eingang ohne Prozesssignal testen

Bei einer Inbetriebnahme soll geprüft werden, ob der SPS-Eingang richtig parametriert ist. Der UPS4E gibt definierte Werte wie 4, 12 und 20 mA aus. Die Anzeige im Leitsystem wird mit den erwarteten Prozentwerten verglichen.

Beispiel 3: Stellventil im Ex-Bereich prüfen

Ein Stellventil soll auf sein Stellverhalten geprüft werden. Mit der Rampenfunktion oder definierten Step-Werten wird das Ventil über den Signalbereich angesteuert. Der Techniker beobachtet, ob Stellweg, Reaktionszeit und Endlagen plausibel sind.

Beispiel 4: Fehlerhafte Schleifenversorgung finden

Eine Messstelle liefert kein mA-Signal. Zunächst ist unklar, ob der Transmitter, die Leitung oder die Versorgung fehlerhaft ist. Mit der integrierten 24-V-Schleifenversorgung des Kalibrators kann der Messkreis gezielt versorgt und geprüft werden.

Beispiel 5: Sporadische Signalschwankung dokumentieren

Ein mA-Signal schwankt nur gelegentlich. Mit der Datenlogger-Funktion wird der Signalverlauf über einen längeren Zeitraum aufgezeichnet. Dadurch kann der Fehler später besser bewertet und eingegrenzt werden.

Checkliste: ATEX Stromschleifenkalibrator richtig auswählen

Mit dieser Checkliste lässt sich die Auswahl eines geeigneten Stromschleifenkalibrators für Ex-Anwendungen systematisch vorbereiten.

Prüffrage Warum wichtig? Praxisempfehlung
Liegt ein explosionsgefährdeter Bereich vor? Normale Prüfgeräte dürfen dort nicht ohne passende Zulassung eingesetzt werden. ATEX-/IECEx-Anforderung vorab klären.
Welche Ex-Zone ist relevant? Die Geräteeignung hängt von der Zone ab. Ex-Schutzdokument und Gerätezulassung vergleichen.
Müssen mA-Signale gemessen werden? Transmitterausgänge müssen direkt geprüft werden können. mA-Messfunktion mit passender Genauigkeit wählen.
Müssen Signale simuliert oder gegeben werden? Leitsysteme, Anzeigen und Ventile benötigen definierte Eingangssignale. mA-Ausgabe und Transmittersimulation einplanen.
Wird eine 24-V-Schleifenversorgung benötigt? Passive Messkreise benötigen externe Versorgung. Kalibrator mit integrierter Schleifenversorgung einsetzen.
Werden HART-Geräte verwendet? Smart Transmitter benötigen passende Kommunikationsbedingungen. Integrierten 250-Ω-Widerstand berücksichtigen.
Sind Step- und Rampenprüfungen erforderlich? Wiederkehrende Prüfungen sollen schnell und reproduzierbar sein. UPS4E mit Step-, Span-, Ventiltest- und Rampenfunktion nutzen.
Müssen Messwerte dokumentiert werden? Kalibrierung und Fehlersuche müssen nachvollziehbar bleiben. Datenlogger und Exportmöglichkeit prüfen.
Ist das Gerät feldtauglich? Wartung im Ex-Bereich erfordert robuste, einfache Bedienung. Kompakte Bauform, Display, Batteriebetrieb und Einhandbedienung beachten.

 

Fazit: Der UPS4E ist der passende ATEX Stromschleifenkalibrator für 4–20 mA-Aufgaben im Feld

Ein ATEX Stromschleifenkalibrator ist ein wichtiges Werkzeug für Instandhaltung, Inbetriebnahme und Fehlersuche in explosionsgefährdeten Bereichen. Besonders bei 4–20 mA-Schleifen müssen Transmitter, Anzeigen, SPS-Eingänge, Stellventile und Schleifenversorgungen schnell und sicher geprüft werden können.

Der
UPS4E Serie Stromschleifen-Kalibrator / Loop Calibrator
von Druck ist dafür eine sehr passende Lösung. Er kombiniert ATEX-/IECEx-Eignung, 0–24 mA Messen und Geben, duale mA- und %-Anzeige, 24 V Schleifenversorgung, Step-, Span-, Ventiltest- und Rampenfunktionen, HART-Unterstützung über integrierten 250-Ω-Widerstand sowie Datenlogging in einem kompakten Feldgerät.

Damit ist der UPS4E besonders geeignet für Anwender, die in Ex-Bereichen regelmäßig 4–20 mA-Signale prüfen, Transmitter simulieren, Leitsystemeingänge testen, Ventile ansteuern oder Fehler in Stromschleifen schnell eingrenzen müssen. Eine Übersicht passender Geräte finden Sie in den Kategorien
Prozesskalibratoren
und
Simulatoren.

FAQ: Häufige Fragen zu ATEX Stromschleifenkalibratoren

Was ist ein ATEX Stromschleifenkalibrator?

Ein ATEX Stromschleifenkalibrator ist ein Prüfgerät zum Messen, Geben und Simulieren von mA-Signalen, das für den Einsatz in explosionsgefährdeten Bereichen geeignet ist.

Wofür eignet sich der Druck UPS4E?

Der UPS4E eignet sich zum Prüfen von 4–20 mA-Stromschleifen, zum Messen und Geben von 0–24 mA, zur Transmittersimulation, zur 24-V-Schleifenversorgung, für Step- und Rampentests, Ventiltests und zur Fehlersuche in Ex-Anwendungen.

Warum wird 4–20 mA in der Prozessindustrie verwendet?

4–20 mA ist robust, gut über lange Leitungen übertragbar und erlaubt einen lebenden Nullpunkt. Dadurch lassen sich Messwerte zuverlässig übertragen und Fehler wie Kabelbruch besser erkennen.

Was ist der Unterschied zwischen mA messen, mA geben und mA simulieren?

Beim mA-Messen erfasst der Kalibrator das vorhandene Stromsignal. Beim mA-Geben erzeugt er aktiv ein definiertes Signal. Beim Simulieren verhält sich der Kalibrator wie ein Transmitter innerhalb einer vorhandenen Schleife.

Warum ist eine 24-V-Schleifenversorgung wichtig?

Eine 24-V-Schleifenversorgung ermöglicht die Prüfung passiver Messkreise oder Transmitter, auch wenn die Anlage selbst keine Versorgung bereitstellt oder sich im Stillstand befindet.

Warum ist ein integrierter 250-Ω-Widerstand hilfreich?

Ein 250-Ω-Widerstand unterstützt den Aufbau einer geeigneten HART-Kommunikation in der Stromschleife. Dadurch lassen sich smarte Feldgeräte einfacher prüfen und diagnostizieren.

Wie hilft ein Stromschleifenkalibrator beim Ventiltest?

Der Kalibrator gibt definierte mA-Werte oder eine Rampe aus. Damit kann geprüft werden, ob Stellventil oder Stellungsregler korrekt auf das Eingangssignal reagieren.

Was bringt eine Step-Funktion?

Eine Step-Funktion fährt definierte Signalwerte automatisch oder halbautomatisch an. Das erleichtert typische Prüfungen bei 0 %, 25 %, 50 %, 75 % und 100 % des Messbereichs.

Wofür ist ein Datenlogger bei einem Stromschleifenkalibrator sinnvoll?

Ein Datenlogger hilft bei der Erkennung sporadischer Fehler, instabiler mA-Signale oder langsamer Drift. Der Signalverlauf kann über einen Zeitraum aufgezeichnet und später bewertet werden.

Wann ist ein ATEX Stromschleifenkalibrator notwendig?

Ein ATEX Stromschleifenkalibrator ist notwendig, wenn mA-Signale direkt in explosionsgefährdeten Bereichen geprüft, simuliert oder kalibriert werden sollen und das Prüfgerät zur Ex-Zone passen muss.

Welches Produkt eignet sich als ATEX Stromschleifenkalibrator?

Für 4–20 mA-Aufgaben in Ex-Bereichen ist besonders der
UPS4E Serie Stromschleifen-Kalibrator / Loop Calibrator
von Druck geeignet. Er kombiniert ATEX-/IECEx-Eignung, mA-Messung, mA-Ausgabe, 24-V-Schleifenversorgung, Step-, Span-, Rampen- und Ventiltestfunktionen sowie HART-Unterstützung in einem kompakten Feldgerät.

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