Quelle: Druck PACE5000 E & 6000 E Product Overview Video (English)
Die Anforderungen an moderne Kalibrierprozesse steigen kontinuierlich. In nahezu allen Industriebereichen müssen Drucksensoren, Drucktransmitter, Druckschalter und Digitalmanometer regelmäßig geprüft, kalibriert und dokumentiert werden. Gleichzeitig stehen Unternehmen unter zunehmendem Kostendruck und müssen ihre Prüfprozesse effizienter gestalten. Die klassische manuelle Kalibrierung stößt dabei häufig an ihre Grenzen.
Jeder Kalibrierpunkt muss manuell angefahren, stabilisiert, abgelesen und dokumentiert werden. Dies kostet Zeit und erhöht gleichzeitig das Risiko von Bedienfehlern. Insbesondere bei größeren Stückzahlen oder wiederkehrenden Kalibrieraufgaben entsteht ein erheblicher Arbeitsaufwand.
Genau hier setzt die automatisierte Druckkalibrierung an. Moderne Druckcontroller übernehmen die Druckerzeugung, die Druckregelung und die Kommunikation mit Kalibriersoftware automatisch. Der Bediener definiert lediglich die Prüfsequenz. Das System fährt anschließend alle Druckpunkte selbstständig an und dokumentiert die Ergebnisse.
Eine der leistungsfähigsten Lösungen für diese Aufgaben ist der PACE6000E Hochpräzisions-Druckcontroller von Druck. Durch seine hohe Regelgeschwindigkeit, die modulare Architektur und die umfangreichen Automatisierungsmöglichkeiten eignet er sich sowohl für industrielle Prüfstände als auch für anspruchsvolle Kalibrierlabore.
Besonders interessant wird der PACE6000E überall dort, wo regelmäßig große Mengen an Druckmessgeräten geprüft werden oder hohe Anforderungen an Rückführbarkeit, Dokumentation und Messunsicherheit bestehen. Die Möglichkeit, zwei Druckbereiche gleichzeitig zu nutzen und automatisch zwischen diesen umzuschalten, reduziert Rüstzeiten erheblich und steigert die Produktivität.
In diesem Beitrag erfahren Sie, wie automatisierte Druckkalibrierungen funktionieren, welche Vorteile sie gegenüber manuellen Verfahren bieten und warum der PACE6000E heute zu den leistungsfähigsten Druckcontrollern für automatisierte Kalibrieraufgaben gehört.
Warum automatisierte Druckkalibrierung immer wichtiger wird
Vor einigen Jahren wurden viele Kalibrierungen noch vollständig manuell durchgeführt. Der Bediener erzeugte den gewünschten Druck, wartete auf die Stabilisierung, notierte die Werte des Referenzgerätes und verglich diese mit den Anzeigen des Prüflings. Dieser Prozess musste für jeden einzelnen Kalibrierpunkt wiederholt werden.
Bei wenigen Prüfungen pro Tag war dieses Vorgehen durchaus praktikabel. Moderne Produktions- und Kalibrierumgebungen arbeiten jedoch häufig mit deutlich höheren Stückzahlen. In vielen Unternehmen müssen täglich Dutzende oder sogar Hunderte Druckmessgeräte überprüft werden.
Gleichzeitig steigen die Anforderungen an die Dokumentation. Qualitätsmanagementsysteme nach ISO 9001 oder akkreditierte Kalibrierungen nach ISO/IEC 17025 verlangen eine vollständige Rückverfolgbarkeit aller Messwerte. Manuelle Aufzeichnungen erhöhen dabei das Risiko von Übertragungsfehlern und erschweren die Archivierung.
Automatisierte Kalibriersysteme lösen diese Probleme. Der Druckcontroller übernimmt die Druckregelung selbstständig und kommuniziert direkt mit der Kalibriersoftware. Messwerte werden automatisch gespeichert, bewertet und dokumentiert. Dadurch sinkt der Arbeitsaufwand erheblich, während gleichzeitig die Qualität der Ergebnisse steigt.
Unternehmen profitieren dabei von mehreren Vorteilen:
- Deutlich kürzere Kalibrierzeiten
- Höhere Auslastung von Prüfständen
- Reduzierung von Bedienfehlern
- Verbesserte Messqualität
- Automatische Datenerfassung
- Vollständige Rückverfolgbarkeit
- Geringere Betriebskosten pro Kalibrierung
- Standardisierte Prüfabläufe
Insbesondere Kalibrierlabore, Messdienstleister und Produktionsbetriebe können durch die Automatisierung erhebliche wirtschaftliche Vorteile erzielen.
Was bedeutet automatisierte Druckkalibrierung?
Unter einer automatisierten Druckkalibrierung versteht man die automatische Erzeugung, Regelung, Messung und Dokumentation von Druckwerten innerhalb eines Kalibrierprozesses.
Der Anwender definiert zunächst die gewünschten Kalibrierpunkte. Dies können beispielsweise 0 %, 25 %, 50 %, 75 % und 100 % des Messbereiches eines Drucktransmitters sein. Anschließend übernimmt der Druckcontroller die gesamte Druckregelung.
Das System fährt jeden Kalibrierpunkt automatisch an, überwacht die Druckstabilität und übermittelt die Messwerte an die Kalibriersoftware. Dort werden die Werte automatisch mit den Sollwerten verglichen und dokumentiert.
Der Bediener muss weder Ventile manuell betätigen noch einzelne Druckwerte einstellen. Dadurch werden Kalibrierungen nicht nur schneller, sondern auch deutlich reproduzierbarer.
Ein weiterer Vorteil besteht darin, dass Kalibrierprogramme beliebig oft wiederholt werden können. Jeder Prüfling durchläuft exakt dieselbe Prüfsequenz. Dies verbessert die Vergleichbarkeit der Ergebnisse und erleichtert die Einhaltung interner Qualitätsstandards.
Moderne Systeme wie der PACE6000E können dabei vollständig in Kalibrier- und Prüfsysteme integriert werden. Dadurch entstehen durchgängige digitale Prozesse von der Druckerzeugung bis zur automatischen Erstellung des Kalibrierzertifikats.
Der PACE6000E als zentrale Druckregelplattform
Der PACE6000E wurde speziell für hochpräzise Druckregel- und Kalibrieranwendungen entwickelt. Er kombiniert die Funktionen eines hochgenauen Referenzdruckstandards mit den Möglichkeiten moderner Automatisierungstechnik.
Das System basiert auf einer modularen Architektur und kann mit unterschiedlichen CM- und CM3-Regelmodulen ausgestattet werden. Dadurch lässt sich der Druckcontroller exakt an die jeweilige Anwendung anpassen.
Besonders hervorzuheben ist die Möglichkeit, zwei unabhängige Regelmodule gleichzeitig zu betreiben. Dadurch können unterschiedliche Druckbereiche ohne Umrüstung genutzt werden. Dies reduziert Stillstandszeiten und erhöht die Produktivität insbesondere in Kalibrierlaboren erheblich.
In Verbindung mit den hochpräzisen CM3-Regelmodulen nutzt der PACE6000E die TERPS-Technologie (Trench Etched Resonant Pressure Sensor). Diese Sensoren zeichnen sich durch eine außergewöhnlich hohe Genauigkeit, geringe Hysterese, hervorragende Wiederholbarkeit und eine sehr geringe Langzeitdrift aus.
Zu den wichtigsten Eigenschaften des PACE6000E gehören:
- Zwei unabhängige Druckregelkanäle
- Modulare CM- und CM3-Regelmodule
- TERPS-Referenzsensoren für höchste Genauigkeiten
- Schnelle Druckauf- und Druckabbauzeiten
- Auto-Ranging-Funktion
- Ethernet-, USB- und RS232-Schnittstellen
- Optional IEEE-488/GPIB
- SCPI-Unterstützung für Automatisierung
- Hohe Langzeitstabilität
- Einfache Integration in Prüfstände und Kalibriersysteme
Durch diese Eigenschaften eignet sich der PACE6000E sowohl für industrielle Prüfplätze als auch für akkreditierte Kalibrierlabore mit höchsten Anforderungen an Genauigkeit und Rückführbarkeit.
Vorteile der Automatisierung gegenüber manueller Kalibrierung
Der größte Unterschied zwischen einer manuellen und einer automatisierten Druckkalibrierung liegt im Grad der Prozessautomatisierung. Während bei manuellen Verfahren viele Arbeitsschritte durch den Bediener durchgeführt werden müssen, übernimmt bei einer automatisierten Kalibrierung der Druckcontroller einen Großteil dieser Aufgaben selbstständig.
Bei einer klassischen manuellen Kalibrierung muss der Anwender jeden einzelnen Druckpunkt einstellen, die Druckstabilität überwachen, die Referenzwerte ablesen und anschließend die Messergebnisse dokumentieren. Je nach Anzahl der Kalibrierpunkte kann dieser Vorgang sehr zeitaufwendig sein.
Zusätzlich entstehen Fehlerquellen durch manuelle Eingaben, Ablesefehler oder unzureichend stabilisierte Druckpunkte. Diese Einflüsse können die Messqualität beeinträchtigen und führen häufig zu längeren Prüfzeiten.
Ein automatisiertes Kalibriersystem mit dem PACE6000E arbeitet dagegen nach einem fest definierten Prüfablauf. Jeder Druckpunkt wird automatisch angefahren, geregelt und dokumentiert. Die Kalibrierung erfolgt dadurch reproduzierbar und unabhängig vom jeweiligen Bediener.
| Manuelle Kalibrierung | Automatisierte Kalibrierung mit PACE6000E |
|---|---|
| Druckpunkte manuell einstellen | Automatische Druckerzeugung |
| Abhängigkeit vom Bediener | Standardisierte Prüfabläufe |
| Manuelle Dateneingabe | Automatische Datenerfassung |
| Höhere Fehlerwahrscheinlichkeit | Reduzierte Bedienfehler |
| Längere Kalibrierzeiten | Kürzere Prüfzyklen |
| Schwierige Vergleichbarkeit | Hohe Reproduzierbarkeit |
Gerade bei großen Stückzahlen oder wiederkehrenden Kalibrierungen können sich die Zeitersparnisse schnell auf mehrere Stunden pro Woche summieren. Gleichzeitig verbessert sich die Vergleichbarkeit der Ergebnisse, da jede Kalibrierung exakt nach demselben Ablauf durchgeführt wird.
Zweikanal-Technologie: Zwei Druckbereiche in einem System
Ein wesentliches Merkmal des PACE6000E ist seine Zweikanal-Architektur. Während einkanalige Druckcontroller immer nur einen installierten Druckbereich bereitstellen können, bietet der PACE6000E Platz für zwei unabhängige Regelmodule.
Dadurch können beispielsweise ein Niederdruckbereich und ein Hochdruckbereich gleichzeitig installiert werden. Der Anwender kann unmittelbar zwischen den Bereichen wechseln, ohne Druckmodule umzubauen oder zusätzliche Geräte einsetzen zu müssen.
In vielen Kalibrierlaboren werden täglich Prüflinge mit sehr unterschiedlichen Messbereichen bearbeitet. Ein Drucktransmitter für 250 mbar benötigt völlig andere Anforderungen als ein Sensor für 70 bar oder 100 bar. Mit einem klassischen Einkanalgerät müssen hierfür häufig verschiedene Referenzsysteme bereitgestellt werden.
Der PACE6000E vereinfacht diesen Prozess erheblich. Zwei unterschiedliche Druckbereiche stehen permanent zur Verfügung und können jederzeit genutzt werden.
Die Vorteile sind offensichtlich:
- Keine Umrüstzeiten zwischen verschiedenen Druckbereichen
- Höhere Produktivität im Laborbetrieb
- Weniger Bedienfehler
- Reduzierter Gerätebestand
- Mehr Flexibilität bei wechselnden Prüfaufgaben
Insbesondere bei Kalibrierdienstleistern oder großen Werkslaboren kann dies zu einer erheblichen Effizienzsteigerung führen.
Auto-Ranging für maximale Genauigkeit
Eine Besonderheit des PACE6000E ist die Auto-Ranging-Funktion. Diese Funktion ermöglicht es, zwei installierte Regelmodule intelligent miteinander zu kombinieren.
In der Praxis bedeutet dies, dass das System automatisch den Druckbereich auswählt, der für den aktuellen Kalibrierpunkt die beste Messunsicherheit liefert.
Angenommen, im Gerät sind folgende Module installiert:
- CM3-Modul A: 0 bis 1 bar
- CM3-Modul B: 0 bis 70 bar
Bei Kalibrierpunkten im unteren Druckbereich verwendet das System automatisch das 1-bar-Modul. Steigt der Prüfdruck darüber hinaus an, erfolgt die Umschaltung auf das 70-bar-Modul.
Dadurch profitiert der Anwender jederzeit von der höchstmöglichen Auflösung und Genauigkeit. Gleichzeitig entfällt die manuelle Auswahl des passenden Messbereichs.
Gerade in automatisierten Kalibrierabläufen mit vielen unterschiedlichen Prüflingen stellt dies einen erheblichen Vorteil dar. Die Prüfsequenzen können vollständig automatisiert werden, während das System selbstständig den optimalen Messbereich auswählt.
Integration in Prüfstände und Kalibriersysteme
Moderne Kalibrierprozesse bestehen nicht nur aus einem Druckcontroller. Häufig sind verschiedene Softwarelösungen, SPS-Steuerungen, Prüfstandsrechner oder Datenbanksysteme beteiligt.
Der PACE6000E wurde speziell für diese Anforderungen entwickelt. Dank seiner offenen Kommunikationsarchitektur lässt er sich problemlos in bestehende Systeme integrieren.
Viele Unternehmen nutzen den Druckcontroller als zentrale Druckquelle innerhalb automatisierter Prüfstände. Dabei übernimmt der PACE6000E die präzise Druckregelung, während die übergeordnete Software den gesamten Prüfablauf steuert.
Typische Integrationsszenarien sind:
- Automatisierte Kalibrierlabore
- Produktionsprüfstände
- End-of-Line-Testsysteme
- Forschungs- und Entwicklungsprüfstände
- Prüfanlagen für Drucktransmitter
- Qualitätssicherungs-Systeme
Dadurch kann der PACE6000E sowohl als eigenständiger Druckcontroller als auch als Bestandteil komplexer Automatisierungslösungen eingesetzt werden.
Schnittstellen und Kommunikation
Eine erfolgreiche Automatisierung hängt maßgeblich davon ab, wie einfach sich ein Gerät in bestehende Systeme integrieren lässt. Der PACE6000E wurde speziell für diesen Einsatz entwickelt und bietet eine Vielzahl standardisierter Kommunikationsschnittstellen.
Dadurch kann der Druckcontroller sowohl in moderne Industrie-4.0-Umgebungen als auch in bestehende Kalibriersysteme integriert werden. Unternehmen müssen ihre vorhandene Infrastruktur nicht vollständig ersetzen, sondern können den PACE6000E schrittweise in bestehende Prozesse einbinden.
Folgende Schnittstellen stehen zur Verfügung:
- Ethernet / LAN
- USB
- RS232
- Optional IEEE-488 / GPIB
- SCPI-Kommandosatz
Die Unterstützung von SCPI-Befehlen (Standard Commands for Programmable Instruments) ist insbesondere für automatisierte Prüfstände von großer Bedeutung. Über standardisierte Befehle können Druckwerte vorgegeben, Messwerte abgefragt oder komplette Prüfabläufe automatisiert werden.
Dadurch kann der PACE6000E problemlos mit Kalibriersoftware, Labormanagementsystemen oder kundenspezifischen Automatisierungslösungen kommunizieren.
Für viele Anwender ist dies ein entscheidender Vorteil, da sich bestehende Prüfprogramme oftmals mit geringem Anpassungsaufwand weiterverwenden lassen.
Typischer Ablauf einer automatisierten Druckkalibrierung
Der eigentliche Kalibriervorgang folgt bei automatisierten Systemen immer einem ähnlichen Prinzip. Der Unterschied zur manuellen Kalibrierung besteht darin, dass nahezu alle Arbeitsschritte automatisch ausgeführt werden.
Ein typischer Kalibrierablauf mit dem PACE6000E sieht folgendermaßen aus:
- Prüfling anschließen
- Kalibrierprogramm auswählen
- Druckbereich festlegen
- Prüfpunkte definieren
- Kalibriersequenz starten
- Druckpunkte automatisch anfahren
- Druck stabilisieren
- Messwerte erfassen
- Abweichungen berechnen
- Prüfbericht erstellen
- Ergebnisse speichern und archivieren
Während der gesamten Kalibrierung überwacht der Bediener lediglich den Ablauf. Die eigentliche Druckregelung, Datenerfassung und Berechnung erfolgen automatisch.
Dadurch können auch weniger erfahrene Mitarbeiter standardisierte Kalibrierungen durchführen, ohne dass die Qualität der Ergebnisse darunter leidet.
Praxisbeispiel: Kalibrierlabor mit hohem Prüflingsdurchsatz
Ein industrielles Kalibrierlabor prüft täglich mehrere hundert Drucktransmitter für unterschiedliche Kunden. Die Messbereiche reichen von wenigen Millibar bis hin zu mehreren Dutzend Bar.
Vor der Einführung eines automatisierten Systems mussten unterschiedliche Referenzgeräte verwendet und Druckbereiche regelmäßig umgerüstet werden. Zusätzlich erfolgte die Dokumentation teilweise manuell.
Mit der Einführung des PACE6000E konnten zwei unterschiedliche Druckbereiche gleichzeitig bereitgestellt werden. Die Kalibriersoftware übernahm die automatische Steuerung der Prüfabläufe.
Die Ergebnisse waren deutlich messbar:
- Reduzierung der Rüstzeiten
- Höherer täglicher Prüflingsdurchsatz
- Weniger Bedienfehler
- Verbesserte Dokumentation
- Höhere Auslastung der Kalibrierplätze
- Konstantere Messergebnisse
Insbesondere bei hohen Stückzahlen konnten die Kalibrierkosten pro Prüfling deutlich reduziert werden.
Rückführbarkeit, Dokumentation und Qualitätssicherung
Eine Kalibrierung ist nur dann wertvoll, wenn ihre Ergebnisse nachvollziehbar dokumentiert werden können. Genau deshalb spielt die automatische Datenerfassung in modernen Kalibrierlaboren eine immer größere Rolle.
Der PACE6000E unterstützt die automatische Speicherung aller relevanten Kalibrierdaten. Dazu gehören unter anderem:
- Druckwerte
- Zeitstempel
- Messabweichungen
- Prüflingsdaten
- Kalibrierprogramme
- Benutzerinformationen
Dadurch entsteht eine vollständige Dokumentation des gesamten Kalibriervorgangs. Dies erleichtert die Einhaltung gesetzlicher und normativer Anforderungen erheblich.
Besonders relevant ist dies für Unternehmen, die nach folgenden Standards arbeiten:
- ISO 9001
- ISO/IEC 17025
- DAkkS-Anforderungen
- FDA-Richtlinien
- Interne Qualitätsvorgaben
Darüber hinaus lassen sich Kalibrierberichte automatisch erstellen und archivieren. Dies reduziert den administrativen Aufwand erheblich und verbessert gleichzeitig die Nachvollziehbarkeit aller Prüfungen.
Wann lohnt sich die Automatisierung?
Nicht jede Kalibrierung muss zwangsläufig automatisiert werden. Bei einzelnen Prüfungen pro Woche kann eine manuelle Durchführung durchaus ausreichend sein.
Anders sieht dies aus, wenn regelmäßig größere Mengen an Druckmessgeräten geprüft werden oder umfangreiche Dokumentationspflichten bestehen.
Eine Automatisierung lohnt sich insbesondere dann, wenn:
- regelmäßig Kalibrierungen durchgeführt werden
- mehrere Mitarbeiter an Prüfprozessen beteiligt sind
- eine hohe Wiederholgenauigkeit gefordert wird
- Prüfzeiten reduziert werden sollen
- Dokumentationsaufwand minimiert werden soll
- normative Anforderungen erfüllt werden müssen
- hohe Prüflingszahlen vorliegen
In vielen Fällen amortisiert sich die Investition bereits nach kurzer Zeit durch die eingesparte Arbeitszeit und die höhere Produktivität.
Fazit: Effizientere Kalibrierprozesse mit dem PACE6000E
Die Automatisierung von Druckkalibrierungen gehört heute zu den effektivsten Möglichkeiten, Prüfprozesse effizienter, sicherer und wirtschaftlicher zu gestalten. Moderne Unternehmen profitieren nicht nur von kürzeren Prüfzeiten, sondern auch von einer deutlich verbesserten Dokumentation und höheren Prozesssicherheit.
Mit dem PACE6000E steht ein leistungsfähiger Druckcontroller zur Verfügung, der speziell für diese Anforderungen entwickelt wurde. Die Kombination aus Zweikanal-Technologie, Auto-Ranging, TERPS-Präzisionssensoren und umfangreichen Kommunikationsmöglichkeiten macht ihn zu einer idealen Lösung für automatisierte Kalibrier- und Prüfaufgaben.
Insbesondere Kalibrierlabore, Produktionsbetriebe und Prüfdienstleister können durch den Einsatz automatisierter Druckkalibrierungen ihre Produktivität steigern, die Messqualität verbessern und gleichzeitig langfristig Kosten reduzieren.
Häufig gestellte Fragen zur automatisierten Druckkalibrierung
Was ist eine automatisierte Druckkalibrierung?
Bei einer automatisierten Druckkalibrierung werden definierte Druckpunkte automatisch erzeugt, geregelt, gemessen und dokumentiert. Der Bediener legt lediglich die Prüfparameter fest. Anschließend übernimmt das Kalibriersystem die Druckregelung, Datenerfassung und Dokumentation. Dies reduziert den manuellen Aufwand erheblich und verbessert gleichzeitig die Reproduzierbarkeit der Messergebnisse.
Welche Vorteile bietet der PACE6000E gegenüber manuellen Kalibrierungen?
Der PACE6000E ermöglicht eine automatische Druckregelung mit hoher Geschwindigkeit und Präzision. Kalibrierpunkte werden automatisch angefahren und stabilisiert. Dadurch sinken Prüfzeiten, Bedienfehler werden reduziert und die Dokumentation kann vollständig automatisiert erfolgen.
Für welche Anwendungen eignet sich der PACE6000E besonders?
Der PACE6000E eignet sich hervorragend für Kalibrierlabore, industrielle Prüfstände, Produktionsumgebungen, Forschungs- und Entwicklungsabteilungen sowie für Dienstleister im Bereich Kalibrier- und Messtechnik. Besonders bei hohen Prüflingszahlen oder häufig wechselnden Druckbereichen spielt das System seine Stärken aus.
Kann der PACE6000E in bestehende Prüfstände integriert werden?
Ja. Der PACE6000E wurde speziell für die Integration in automatisierte Prüf- und Kalibriersysteme entwickelt. Dank Ethernet, USB, RS232 und optional IEEE-488/GPIB kann er problemlos mit Kalibriersoftware, SPS-Steuerungen oder kundenspezifischen Prüfprogrammen kommunizieren.
Was bedeutet Auto-Ranging?
Auto-Ranging bezeichnet die automatische Auswahl des optimalen Druckbereichs aus zwei installierten Regelmodulen. Der PACE6000E nutzt dabei immer den Bereich mit der besten Auflösung und Messunsicherheit. Dadurch wird eine maximale Genauigkeit über einen großen Druckbereich hinweg erreicht.
Welche Vorteile bietet die Zweikanal-Technologie?
Durch die Möglichkeit, zwei unterschiedliche Regelmodule gleichzeitig zu installieren, können verschiedene Druckbereiche ohne Umrüstung genutzt werden. Dies spart Zeit, reduziert Bedienfehler und erhöht die Produktivität insbesondere in Kalibrierlaboren mit wechselnden Prüflingen.
Kann der PACE6000E zwei Druckkanäle gleichzeitig nutzen?
Ja. Der PACE6000E verfügt über zwei unabhängige Druckregelkanäle. Dadurch können zwei Druckbereiche parallel genutzt oder unterschiedliche Prüfaufgaben gleichzeitig durchgeführt werden. Dies erhöht die Flexibilität und eröffnet zusätzliche Einsatzmöglichkeiten in automatisierten Prüfständen.
Welche Rolle spielen die CM3-Regelmodule?
Die optionalen CM3-Regelmodule bestimmen maßgeblich die Genauigkeit des Systems. Sie nutzen die TERPS-Technologie und ermöglichen besonders geringe Messunsicherheiten, eine hervorragende Langzeitstabilität und eine ausgezeichnete Wiederholbarkeit der Messergebnisse.
Welche Rolle spielt die TERPS-Technologie?
TERPS steht für Trench Etched Resonant Pressure Sensor. Im Gegensatz zu herkömmlichen Sensoren erfolgt die Druckmessung über eine hochpräzise Resonanzfrequenzmessung. Dies führt zu einer außergewöhnlich hohen Genauigkeit, geringer Hysterese, hoher Temperaturstabilität und minimaler Langzeitdrift.
Welche Druckmedien können verwendet werden?
Der PACE6000E ist für saubere, trockene, nicht korrosive und nicht brennbare Gase ausgelegt. Typischerweise werden Druckluft oder Stickstoff verwendet. Die Verwendung anderer Medien sollte entsprechend der Herstellerspezifikation geprüft werden.
Unterstützt der PACE6000E SCPI-Befehle?
Ja. Der PACE6000E unterstützt standardisierte SCPI-Befehle. Dadurch kann das Gerät einfach in automatisierte Prüf- und Kalibrierabläufe eingebunden werden und lässt sich mit vielen bestehenden Softwarelösungen steuern.
Kann die Kalibrierdokumentation automatisch erstellt werden?
Ja. In Verbindung mit geeigneter Kalibriersoftware können alle Messwerte automatisch erfasst, bewertet und dokumentiert werden. Prüfberichte und Kalibrierzertifikate lassen sich dadurch schnell und fehlerfrei erstellen.
Ist der PACE6000E für ISO- und DAkkS-Anwendungen geeignet?
Ja. Die hohe Genauigkeit, die vollständige Dokumentation sowie die Rückführbarkeit der Messergebnisse machen den PACE6000E zu einer geeigneten Lösung für Anwendungen nach ISO 9001, ISO/IEC 17025 und vergleichbaren Qualitätsstandards.
Welche Druckbereiche können mit dem PACE6000E abgedeckt werden?
Der verfügbare Druckbereich hängt von den installierten CM- oder CM3-Regelmodulen ab. Durch die modulare Architektur kann der PACE6000E flexibel an unterschiedliche Anforderungen angepasst werden – von sehr niedrigen bis hin zu hohen Druckbereichen.
Kann ich bestehende PACE-Regelmodule weiterverwenden?
Ja. Vorhandene kompatible PACE-Regelmodule können weiterhin eingesetzt werden. Dies schützt bestehende Investitionen und erleichtert die Modernisierung vorhandener Kalibriersysteme.
Ab wann lohnt sich die Automatisierung einer Druckkalibrierung?
Die Automatisierung lohnt sich insbesondere bei regelmäßig wiederkehrenden Kalibrierungen, hohen Prüflingszahlen, umfangreichen Dokumentationsanforderungen oder wenn Prüfzeiten reduziert werden sollen. In vielen Fällen amortisiert sich die Investition bereits nach kurzer Zeit durch die eingesparte Arbeitszeit und die höhere Produktivität.
Ist der PACE6000E auch für Produktionsprüfstände geeignet?
Ja. Durch seine schnelle Druckregelung und die einfache Integration in Automatisierungssysteme eignet sich der PACE6000E hervorragend für Produktions- und End-of-Line-Prüfstände. Prüfabläufe können standardisiert und vollständig automatisiert werden.
Wie verbessert die Automatisierung die Messqualität?
Automatisierte Kalibrierungen eliminieren viele typische Fehlerquellen manueller Prozesse. Druckpunkte werden stets identisch angefahren, stabilisiert und dokumentiert. Dadurch entstehen reproduzierbare Messergebnisse mit hoher Vergleichbarkeit.
Welche Vorteile ergeben sich für Kalibrierlabore?
Kalibrierlabore profitieren von kürzeren Durchlaufzeiten, höherem Prüflingsdurchsatz, geringeren Bedienfehlern und einer verbesserten Dokumentation. Gleichzeitig können Ressourcen effizienter genutzt und die Wirtschaftlichkeit gesteigert werden.
Warum gilt der PACE6000E als Referenzdruckcontroller?
Durch die Kombination aus hochpräzisen TERPS-Sensoren, modularen CM3-Regelmodulen, Auto-Ranging-Funktion und exzellenter Langzeitstabilität erfüllt der PACE6000E die Anforderungen vieler Kalibrierlabore an ein modernes Referenzdrucksystem.
