PACE6000E vs. PACE5000E – Welcher Druckregler ist der richtige?

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Mit der Einführung der neuen Druckcontroller-Generation PACE5000E und PACE6000E bietet Druck zwei hochmoderne Druckregelsysteme für Kalibrier-, Prüf- und Automatisierungsaufgaben an. Beide Geräte basieren auf derselben Plattform, nutzen die gleichen austauschbaren CM- und CM3-Regelmodule und bieten hohe Regelgeschwindigkeit, Stabilität und Präzision.

Dennoch gibt es wesentliche Unterschiede. Die wichtigste Frage lautet: Reicht ein einkanaliger Druckregler aus oder bietet ein zweikanaliges System entscheidende Vorteile? In diesem Beitrag vergleichen wir beide Systeme und zeigen, für welche Anwendungen sich der PACE5000E beziehungsweise der PACE6000E besonders eignet.

Die gemeinsame technische Basis

Sowohl der PACE5000E als auch der PACE6000E basieren auf der neuesten Generation elektronischer Präzisions-Druckcontroller von Druck. Beide Geräte bieten:

  • Vollständig digitale Druckregelung
  • Austauschbare CM- und CM3-Regelmodule
  • TERPS-Sensortechnologie für höchste Genauigkeiten
  • Schnelle Druckauf- und Druckabbauzeiten
  • Hohe Langzeitstabilität
  • Ethernet-, USB- und RS232-Schnittstellen
  • Optional IEEE-488/GPIB
  • Automatisierbarkeit über SCPI-Befehle
  • Lecktest- und Schaltertestfunktionen
  • Kompatibilität zu bestehenden PACE-Regelmodulen

Die eigentliche Messgenauigkeit wird dabei nicht durch das Grundgerät bestimmt, sondern durch das eingesetzte Regelmodul. Ein PACE5000E mit CM3-Modul erreicht dieselbe Genauigkeit wie ein PACE6000E mit identischem CM3-Modul.

Technischer Vergleich

Merkmal PACE5000E PACE6000E
Anzahl Regelkanäle 1 2
Maximale Anzahl Regelmodule 1 2
Simultane Druckregelung Nein Ja
Auto-Ranging Nein Ja
Höheneinheiten 2 HE 3 HE
CM3-Kompatibilität Ja Ja
Ethernet, USB, RS232 Ja Ja
Typische Anwendung Kalibrierung, Service, Produktion Kalibrierlabor, Automatisierung, Forschung

Wann ist der PACE5000E die bessere Wahl?

Der PACE5000E ist ein einkanaliger Präzisions-Druckcontroller und eignet sich besonders für Anwendungen, bei denen ein einzelner Druckbereich zuverlässig, schnell und mit hoher Genauigkeit geregelt werden muss. Für viele Kalibrier-, Prüf- und Produktionsaufgaben ist ein Kanal vollkommen ausreichend. Gleichzeitig ist der PACE5000E die wirtschaftlichere Lösung, da nur ein Grundgerät und ein Regelmodul benötigt werden.

Typische Anwendungen sind die Kalibrierung von Drucksensoren, Drucktransmittern und Digitalmanometern sowie die Prüfung von Druckschaltern. Auch in Produktions- und End-of-Line-Prüfständen ist der PACE5000E eine sehr gute Wahl, wenn Prüflinge nacheinander getestet werden und kein paralleler Zweikanalbetrieb erforderlich ist.

Ein weiterer Vorteil liegt in der kompakten Bauweise. Der PACE5000E lässt sich problemlos in Werkstattumgebungen, Prüfplätze oder bestehende Kalibriersysteme integrieren. Besonders Service- und Wartungsabteilungen profitieren von der einfachen Bedienung, der hohen Regelgeschwindigkeit und der präzisen Druckregelung.

Auch für Werkskalibrierlabore ist der PACE5000E häufig ausreichend, wenn regelmäßig ähnliche Druckbereiche geprüft werden. Durch die austauschbaren CM- und CM3-Regelmodule kann das System flexibel an unterschiedliche Anforderungen angepasst werden. Die tatsächliche Messperformance wird dabei durch das eingesetzte Regelmodul bestimmt.

Der PACE5000E ist besonders empfehlenswert, wenn:

  • nur ein Druckbereich geregelt werden muss
  • immer nur ein Prüfling gleichzeitig getestet wird
  • eine wirtschaftliche Lösung mit hoher Genauigkeit gesucht wird
  • der verfügbare Platz im Rack oder Prüfstand begrenzt ist
  • Service-, Werkstatt- oder Produktionsanwendungen im Vordergrund stehen
  • keine automatische Umschaltung zwischen mehreren Druckbereichen erforderlich ist

Da nur ein Regelmodul benötigt wird, fallen die Investitionskosten geringer aus. Gleichzeitig profitieren Anwender von derselben Druckregelqualität wie bei größeren Systemen. Entscheidend ist daher nicht allein das Grundgerät, sondern die passende Auswahl des Regelmoduls für den jeweiligen Druckbereich.

Praxisbeispiel

Ein Hersteller von Drucktransmittern kalibriert täglich mehrere hundert Sensoren im Bereich von 0 bis 16 bar. Da immer nur ein Prüfling gleichzeitig getestet wird und der Druckbereich konstant bleibt, bietet der PACE5000E eine ideale Kombination aus Präzision, Geschwindigkeit und Wirtschaftlichkeit. Die Investitionskosten bleiben überschaubar, während dieselbe hohe Regelqualität wie bei größeren Systemen zur Verfügung steht.

Wann lohnt sich der PACE6000E?

Der PACE6000E ist ein zweikanaliger Präzisions-Druckcontroller und bietet deutlich mehr Flexibilität als ein einkanaliges System. Er kann mit zwei unabhängigen CM- oder CM3-Regelmodulen ausgestattet werden und eignet sich dadurch besonders für anspruchsvolle Kalibrier-, Prüf- und Automatisierungsaufgaben.

Der größte Unterschied zum PACE5000E besteht darin, dass zwei unterschiedliche Druckbereiche gleichzeitig im Gerät installiert werden können. Dadurch entfällt das zeitaufwändige Umrüsten zwischen verschiedenen Druckbereichen. Anwender können direkt zwischen den installierten Modulen wechseln oder die Auto-Ranging-Funktion nutzen.

Insbesondere Kalibrierlabore profitieren von dieser Flexibilität. Dort müssen häufig Sensoren, Drucktransmitter oder Druckmessgeräte mit stark unterschiedlichen Messbereichen geprüft werden. Mit dem PACE6000E stehen mehrere Druckbereiche sofort zur Verfügung.

Ein weiterer Vorteil ist die Möglichkeit, zwei unabhängige Druckkanäle gleichzeitig zu nutzen. Dies ermöglicht Vergleichsmessungen, parallele Prüfabläufe oder komplexe automatisierte Testverfahren. Dadurch lassen sich Prüfzeiten verkürzen und Prozesse effizienter gestalten.

Besonders interessant ist die Auto-Ranging-Funktion. Hierbei nutzt der PACE6000E automatisch den jeweils optimalen Druckbereich. Dadurch wird die bestmögliche Genauigkeit über einen großen Arbeitsbereich hinweg erreicht, ohne dass der Anwender manuell eingreifen muss.

Der PACE6000E empfiehlt sich insbesondere für:

  • Kalibrierlabore mit häufig wechselnden Druckbereichen
  • automatisierte Prüfstände
  • Forschungs- und Entwicklungsabteilungen
  • Mehrbereichskalibrierungen
  • Vergleichs- und Referenzmessungen
  • Anwendungen in Luft- und Raumfahrt, Industrie und Messtechnik
  • hochautomatisierte Produktionsprüfungen
  • Anwendungen mit höchsten Anforderungen an Flexibilität und Effizienz

Die höheren Investitionskosten können sich bereits nach kurzer Zeit amortisieren, wenn regelmäßig zwischen unterschiedlichen Druckbereichen gewechselt werden muss oder mehrere Prüfprozesse parallel ablaufen.

Praxisbeispiel

Ein Kalibrierlabor prüft täglich Druckmessgeräte von 100 mbar bis 70 bar. Mit einem einkanaligen System müssten regelmäßig Regelmodule gewechselt oder zusätzliche Geräte bereitgestellt werden. Der PACE6000E kann dagegen zwei unterschiedliche Regelmodule gleichzeitig aufnehmen und automatisch den optimalen Druckbereich auswählen. Dies reduziert die Rüstzeiten erheblich und steigert die Produktivität des Labors.

Der große Vorteil: Auto-Ranging

Einer der größten Vorteile des PACE6000E ist die Auto-Ranging-Funktion. Hierbei können beispielsweise zwei unterschiedliche Regelmodule installiert werden:

  • Modul 1: 0 bis 1 bar
  • Modul 2: 0 bis 70 bar

Das System verwendet automatisch den jeweils optimalen Messbereich. Dadurch wird über einen großen Druckbereich hinweg die bestmögliche Genauigkeit erzielt, ohne dass der Anwender manuell umschalten muss.

Zwei Druckkanäle gleichzeitig nutzen

Der PACE6000E ermöglicht die gleichzeitige Nutzung zweier unabhängiger Druckkanäle. Dies bietet Vorteile bei Vergleichsmessungen, Prüfständen mit mehreren Prüflingen, Forschungsanwendungen, automatisierten Kalibrierprozessen und Anwendungen mit häufig wechselnden Druckbereichen.

Wirtschaftlichkeitsbetrachtung

Der PACE5000E ist häufig die bessere Wahl, wenn:

  • nur ein Druckbereich benötigt wird
  • immer nur ein Prüfling getestet wird
  • kein Auto-Ranging erforderlich ist
  • der Platz im Rack begrenzt ist
  • das Investitionsbudget optimiert werden soll

Der PACE6000E lohnt sich besonders, wenn:

  • mehrere Druckbereiche regelmäßig verwendet werden
  • Prüfabläufe automatisiert werden sollen
  • Prüfzeiten reduziert werden müssen
  • höchste Flexibilität gefordert wird
  • zukünftige Erweiterungen geplant sind

Welche Rolle spielen die CM3-Regelmodule?

Die tatsächliche Messperformance wird bei beiden Geräten maßgeblich durch die eingesetzten Regelmodule bestimmt. Besonders leistungsfähig sind die optionalen CM3-Regelmodule mit TERPS-Technologie.

  • Sehr hohe Genauigkeiten
  • Außergewöhnliche Langzeitstabilität
  • Sehr geringe Hysterese
  • Hohe Temperaturstabilität
  • Hervorragende Wiederholbarkeit

Für hochpräzise Kalibrieranwendungen ist daher oft die Auswahl des richtigen CM3-Moduls wichtiger als die Entscheidung zwischen PACE5000E und PACE6000E.

Entscheidungshilfe

Anforderung Empfehlung
Einzelne Kalibrieraufgaben PACE5000E
Produktionsprüfstände PACE5000E
Service und Wartung PACE5000E
Kalibrierlabor PACE6000E
Mehrere Druckbereiche ohne Umrüsten PACE6000E
Automatisierte Prüfsysteme PACE6000E
Höchste Flexibilität PACE6000E
Niedrigste Investitionskosten PACE5000E

Fazit

Der PACE5000E ist die ideale Lösung für Anwender, die einen einzelnen Druckbereich hochpräzise, schnell und wirtschaftlich regeln möchten. Für Produktionsprüfungen, Serviceeinsätze und klassische Kalibrieraufgaben bietet er nahezu alles, was benötigt wird.

Der PACE6000E richtet sich dagegen an Anwender, die maximale Flexibilität benötigen. Durch zwei unabhängige Regelmodule, Auto-Ranging und die Möglichkeit, mehrere Druckbereiche gleichzeitig zu nutzen, eignet er sich besonders für Kalibrierlabore, Forschungseinrichtungen und komplexe Prüfstände.

Die wichtigste Erkenntnis dabei: Die Genauigkeit wird nicht durch das Grundgerät bestimmt, sondern durch das eingesetzte CM- oder CM3-Regelmodul. Wer höchste Präzision benötigt, sollte daher besonderes Augenmerk auf die Auswahl des passenden Regelmoduls legen.

Häufig gestellte Fragen (FAQ)

Ist der PACE6000E genauer als der PACE5000E?

Nein. Die Messgenauigkeit wird durch das eingesetzte CM- oder CM3-Regelmodul bestimmt. Bei identischer Modulbestückung erreichen beide Geräte dieselbe Genauigkeit.

Kann ich dieselben Regelmodule in beiden Geräten verwenden?

Ja. Die CM- und CM3-Regelmodule sind sowohl mit dem PACE5000E als auch mit dem PACE6000E kompatibel.

Was bedeutet Auto-Ranging?

Auto-Ranging bedeutet, dass der PACE6000E automatisch den optimalen Druckbereich aus zwei installierten Regelmodulen auswählt. Dadurch wird über einen großen Messbereich die bestmögliche Genauigkeit erreicht.

Wann reicht ein PACE5000E vollkommen aus?

Wenn nur ein Druckbereich benötigt wird und immer nur ein Prüfling gleichzeitig geprüft wird, ist der PACE5000E meist die wirtschaftlichste und sinnvollste Lösung.

Für wen lohnt sich der PACE6000E besonders?

Für Kalibrierlabore, Forschungsabteilungen, automatisierte Prüfstände und Anwender, die regelmäßig mit unterschiedlichen Druckbereichen arbeiten.

Kann der PACE6000E zwei Druckbereiche gleichzeitig bereitstellen?

Ja. Zwei unterschiedliche Regelmodule können gleichzeitig installiert werden und stehen sofort zur Verfügung.

Kann der PACE6000E zwei Druckkanäle gleichzeitig regeln?

Ja. Der PACE6000E verfügt über zwei unabhängige Regelkanäle und eignet sich dadurch für komplexe Prüfaufgaben.

Welche Rolle spielt die TERPS-Technologie?

Die TERPS-Technologie in den CM3-Regelmodulen sorgt für besonders hohe Genauigkeit, geringe Hysterese, hohe Temperaturstabilität und ausgezeichnete Langzeitstabilität.

Sind beide Geräte für automatisierte Kalibriersysteme geeignet?

Ja. Beide Systeme unterstützen Ethernet, USB, RS232 sowie SCPI-Befehle und können problemlos in automatisierte Prüf- und Kalibriersysteme integriert werden.

Kann ich später von einem PACE5000E auf einen PACE6000E wechseln?

Ja. Vorhandene CM- und CM3-Regelmodule können weiterhin verwendet werden, wodurch sich bestehende Investitionen schützen lassen.

Welches Gerät eignet sich besser für Produktionsprüfstände?

Für Standard-Produktionsprüfungen ist der PACE5000E meist ausreichend. Werden mehrere Druckbereiche oder komplexe Prüfabläufe benötigt, bietet der PACE6000E zusätzliche Vorteile.

Welches Gerät eignet sich besser für Kalibrierlabore?

Für anspruchsvolle Kalibrierlabore ist der PACE6000E aufgrund seiner Flexibilität, Auto-Ranging-Funktion und Zweikanalarchitektur häufig die bessere Wahl.

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