Reifenfüllmanometer ohne externe Druckluft prüfen: Handpumpe, Pufferbehälter und Feinregler richtig einsetzen

Reifenfüllmanometer ohne externe Druckluft mit PRM 25 prüfen
→ Produkt: PRM-25 – Referenzprüfeinrichtung für Reifenfüllmessgeräte

 

Ein Reifenfüllmanometer soll direkt an einer Tankstelle überprüft werden. Ein geeigneter Druckluftanschluss steht am Prüfplatz jedoch nicht zur Verfügung oder die vorhandene Druckluft soll bewusst nicht für den Referenzprüfkreis verwendet werden. Muss die Prüfung deshalb abgebrochen beziehungsweise an einen stationären Prüfstand verlagert werden?

Nein. Für einen mobilen Prüfaufbau kann der benötigte Prüfdruck auch unabhängig von einer externen Druckluftversorgung erzeugt werden.

Der PRM-25 kombiniert dazu mehrere Funktionen in einem mobilen Prüfkoffer:

  • eine integrierte Präzisions-Kalibrierhandpumpe,
  • einen internen Druckluftbehälter,
  • eine separate Feinregelung,
  • eine integrierte Referenz,
  • Prüflingsanschlüsse für Reifenfüllmessgeräte.

Die Handpumpe dient dabei vor allem zur eigentlichen Druckerzeugung. Das Puffervolumen stellt zusätzlich komprimiertes Gas zur Verfügung beziehungsweise beruhigt den Prüfkreis. Über Feinregler und Volumensteller lässt sich der Prüfdruck anschließend wesentlich kontrollierter an den gewünschten Prüfpunkt heranführen.

Für eine reproduzierbare mobile Prüfung sollte deshalb nicht versucht werden, jeden Prüfpunkt allein durch Pumpbewegungen exakt zu treffen. Sinnvoller ist eine klare Trennung: Druck mit der Handpumpe beziehungsweise dem gespeicherten Gas grob aufbauen, anschließend mit der Feinregelung präzise einstellen, stabilisieren lassen und erst dann Referenz und Prüfling vergleichen.

Wie lässt sich ein Reifenfüllmanometer ohne Druckluftversorgung prüfen?

Für eine Vergleichsprüfung müssen Referenz und Reifenfüllmanometer mit demselben Prüfdruck beaufschlagt werden.

Vereinfacht:

Druckerzeugung → gemeinsamer Prüfkreis → Referenz + Reifenfüllmanometer

Woher der pneumatische Druck stammt, ist für das eigentliche Vergleichsprinzip zunächst zweitrangig.

Er kann beispielsweise bereitgestellt werden durch:

  • eine externe Druckluftversorgung,
  • einen Druckbehälter oder
  • eine manuelle pneumatische Handpumpe.

Entscheidend ist, dass der Druck:

  • ausreichend hoch erzeugt werden kann,
  • präzise eingestellt werden kann,
  • während des Ablesens ausreichend stabil bleibt,
  • an Referenz und Prüfling gleichzeitig anliegt.

Eine Handpumpe ersetzt damit nicht die Referenz.

Sie ist lediglich der Druckerzeuger.

Der tatsächliche Prüfdruck wird über das Referenzmanometer bestimmt.

Wie sieht der mobile Prüfaufbau aus?

Ein kompakter mobiler Prüfaufbau lässt sich vereinfacht darstellen als:

Handpumpe → Puffer / Prüfkreis → Referenz → Reifenfüllmanometer

Beim PRM-25 sind die wesentlichen Komponenten bereits innerhalb beziehungsweise direkt am Prüfkoffer angeordnet.

Dadurch müssen vor Ort nicht mehrere einzelne Geräte, Adapter und Druckerzeuger provisorisch zusammengestellt werden.

Für den Anwender entsteht ein definierter Prüfkreis.

Das ist insbesondere interessant bei Einsätzen:

  • an Tankstellen,
  • in Reifenfachbetrieben,
  • in Werkstätten,
  • auf Betriebshöfen,
  • an mobilen Serviceplätzen,
  • an Orten ohne geeignete Druckluftversorgung.

Welche Aufgabe besitzt die Handpumpe?

Die Handpumpe erzeugt den pneumatischen Prüfdruck mechanisch.

Beim Betätigen wird Umgebungsluft angesaugt beziehungsweise verdichtet und in den Prüfkreis gefördert.

Der PRM-25 verwendet hierzu eine integrierte Präzisions-Kalibrierhandpumpe für einen Druckbereich bis:

40 bar

.

Damit steht für typische Reifenfüllmessgeräte eine erhebliche Druckreserve zur Verfügung.

Die Handpumpe eignet sich vor allem für:

  • schnellen ersten Druckaufbau,
  • größere Druckänderungen,
  • Befüllen des internen Druckbehälters,
  • unabhängigen Betrieb ohne Fremdluft.

Für die letzte sehr kleine Druckkorrektur ist dagegen der Feinregler wesentlich komfortabler.

Welche Aufgabe besitzt der Pufferbehälter?

Der PRM-25 besitzt einen integrierten Druckluftbehälter mit einem Volumen von:

2 Liter

.

Dieser kann sowohl als:

  • Puffer als auch
  • Druckluftspeicher

verwendet werden.

Das ist bei einem mobilen Prüfgerät aus mehreren Gründen nützlich.

Ein gespeichertes Gasvolumen kann Druck für mehrere Einstellvorgänge bereitstellen, ohne dass jede kleine Druckänderung unmittelbar mit einem neuen Pumpenhub erzeugt werden muss.

Gleichzeitig vergrößert der Behälter das pneumatische Gesamtvolumen.

Dadurch können einzelne kleine Volumenänderungen einen geringeren relativen Drucksprung verursachen.

Das unterstützt eine feinfühligere Einstellung.

Was ist der Unterschied zwischen Grobdruck und Feineinstellung?

Ein häufiger Bedienfehler besteht darin, mit derselben Einrichtung sowohl große Druckänderungen als auch die letzte Feinjustage durchführen zu wollen.

Praktischer ist die Trennung in zwei Schritte.

Grobdruck:

Der Druck wird mit der Handpumpe beziehungsweise dem vorhandenen Puffervolumen in die Nähe des gewünschten Prüfpunktes gebracht.

Feineinstellung:

Anschließend wird der Druck mit dem Feinregler beziehungsweise Volumensteller langsam auf den tatsächlichen Zielwert eingestellt.

Beispiel:

Gewünschter Prüfpunkt:

2,50 bar

Zunächst wird beispielsweise auf ungefähr:

2,4 bar

aufgepumpt.

Die letzten:

0,1 bar

werden anschließend kontrolliert mit der Feinregelung angefahren.

So lässt sich ein Prüfpunkt wesentlich ruhiger erreichen als ausschließlich mit schnellen Pumpenhüben.

Warum ist ein separater Feinregler sinnvoll?

Eine Handpumpe verändert mit jedem Hub das Gasvolumen im System.

Bei kleinem Prüfvolumen kann bereits eine geringe zusätzliche Gasmenge eine deutlich sichtbare Druckänderung erzeugen.

Der Feinregler arbeitet dagegen über eine kontrollierte Änderung des wirksamen Volumens beziehungsweise eine fein dosierte Druckänderung.

Dadurch lässt sich der Prüfdruck in sehr kleinen Schritten verändern.

Beim PRM-25 kann der Druck sehr fein eingestellt werden.

Diese Feineinstellbarkeit darf jedoch nicht mit der Messgenauigkeit verwechselt werden.

Wie fein ein Druck eingestellt werden kann und wie genau sein tatsächlicher Wert bekannt ist, sind zwei unterschiedliche Eigenschaften.

Für den tatsächlichen Druckwert ist die Referenz entscheidend.

Wie wird ein Prüfpunkt ohne starkes Überschwingen angefahren?

Ein Zielwert sollte möglichst kontrolliert aus derselben Richtung angefahren werden.

Bei einer steigenden Messreihe bedeutet dies beispielsweise:

0 → 1 bar → 2 bar → 3 bar → ...

Vor dem gewünschten Prüfpunkt sollte mit der groben Druckerzeugung rechtzeitig aufgehört werden.

Die letzte Annäherung erfolgt anschließend langsam über die Feinregelung.

Dadurch wird vermieden, dass beispielsweise ein gewünschter Punkt von:

2,0 bar

zunächst auf:

2,3 bar

überschritten und anschließend wieder hektisch abgesenkt wird.

Ein reproduzierbares Anfahren ist besonders wichtig, wenn Hysterese beziehungsweise unterschiedliche Anzeigen bei steigender und fallender Belastung untersucht werden sollen.

Wie lässt sich ein zu hoher Druck korrigieren?

Wurde ein Prüfpunkt überschritten, muss Druck kontrolliert abgebaut werden.

Dazu besitzt ein geeigneter pneumatischer Kalibrieraufbau eine Entlüftungsmöglichkeit.

Der Druck sollte nicht durch:

  • Lösen einer Schlauchverbindung,
  • Abschrauben des Prüflings oder
  • unkontrolliertes Öffnen einer Verschraubung

abgebaut werden.

Stattdessen wird der Prüfkreis über die vorgesehene Entlüftung beziehungsweise Regelung kontrolliert entspannt.

Für reproduzierbare Prüfungen ist es zudem häufig besser, einen deutlich überschrittenen Prüfpunkt neu aus der vorgesehenen Belastungsrichtung anzufahren.

Warum muss der Druck vor dem Ablesen stabilisieren?

Nach dem Pumpen beziehungsweise einer größeren Druckänderung ist das Gas im Prüfkreis nicht sofort im thermischen Gleichgewicht.

Beim Komprimieren erwärmt sich das Gas zunächst.

Anschließend gibt es Wärme an:

  • Schläuche,
  • Armaturen,
  • Behälter,
  • Messgeräte,
  • Umgebung

ab.

Während dieses Temperaturausgleichs kann sich der Druck noch verändern.

Ein direkt nach einem kräftigen Pumpenhub abgelesener Wert muss deshalb nicht identisch mit dem Wert sein, der einige Sekunden später im stabilisierten Zustand vorliegt.

Referenz und Reifenfüllmanometer sollten erst verglichen werden, wenn sich der Prüfdruck ausreichend beruhigt hat.

Welchen Einfluss besitzt das Prüfvolumen?

Der Druck eines eingeschlossenen Gases hängt von dessen Volumen ab.

Bei einem sehr kleinen Prüfvolumen führt bereits eine kleine Volumenänderung zu einer vergleichsweise großen Druckänderung.

Ein größeres Puffervolumen kann die Einstellung deshalb weniger empfindlich gegenüber kleinen Volumenbewegungen machen.

Das besitzt jedoch auch eine zweite Seite.

Ein größeres Volumen benötigt mehr Gas, um auf einen höheren Druck gebracht zu werden.

Bei rein manueller Druckerzeugung sind deshalb:

  • Pumpenleistung,
  • Puffervolumen,
  • Prüflingsvolumen,
  • gewünschter Prüfdruck

gemeinsam zu betrachten.

Warum beeinflussen Schläuche den Druckaufbau?

Prüfschläuche sind keine vollkommen starren Bauteile.

Unter Druck können sie sich geringfügig ausdehnen.

Zusätzlich vergrößert jeder Schlauch das pneumatische Prüfvolumen.

Sehr lange oder unnötig große Schlauchvolumina führen deshalb zu:

  • höherem Gasbedarf,
  • mehr Pumpenarbeit,
  • längeren Stabilisierungszeiten.

Für einen mobilen Prüfaufbau sollten die vorgesehenen Schlauchlängen und Anschlüsse verwendet werden.

Unnötige zusätzliche Verlängerungen sind möglichst zu vermeiden.

Warum muss der Prüfkreis dicht sein?

Bei rein manueller Druckerzeugung fällt eine Leckage besonders schnell auf.

Der Prüfdruck wird zunächst sauber eingestellt und beginnt anschließend kontinuierlich zu sinken.

Mögliche Ursachen sind:

  • nicht vollständig sitzende Reifenventilanschlüsse,
  • undichte Schlauchverbindungen,
  • beschädigte Dichtungen,
  • Undichtigkeit am Reifenfüllmanometer,
  • nicht vollständig geschlossenes Entlüftungsventil.

Eine solche Druckänderung darf nicht sofort als Fehler des Reifenfüllmanometers interpretiert werden.

Zuerst muss der Prüfkreis selbst auf Dichtheit geprüft werden.

Welche Rolle spielt die Gastemperatur?

Bei einem pneumatischen Prüfkreis sind Druck und Temperatur miteinander gekoppelt.

Nach schneller Kompression kann der Druck deshalb zunächst etwas höher erscheinen.

Beim anschließenden Abkühlen sinkt er wieder.

Dieser Effekt kann bei manueller Druckerzeugung besonders sichtbar werden, weil mehrere schnelle Pumpenhübe unmittelbar hintereinander erfolgen können.

Eine gleichmäßige Bedienung und ausreichende Stabilisierung verbessern deshalb die Reproduzierbarkeit.

Kann die Bedienung der Handpumpe den Druck beeinflussen?

Bei empfindlichen pneumatischen Prüfungen können auch kleine thermische Einflüsse sichtbar werden.

Während der Bedienung wird die Handpumpe angefasst und mechanisch betätigt.

Dabei entstehen:

  • Kompressionswärme im Gas,
  • mechanische Erwärmung,
  • Wärmeeintrag über die Hände.

Für typische Reifenfüllmanometer ist dieser Einfluss nicht zwangsläufig dominant.

Er zeigt jedoch, warum der Endwert nicht unmittelbar nach dem letzten kräftigen Pumpenhub übernommen werden sollte.

Wie werden mehrere Prüfpunkte sinnvoll angefahren?

Für eine aussagekräftige Prüfung werden üblicherweise mehrere Druckpunkte über den relevanten Messbereich verteilt.

Ein beispielhafter Ablauf könnte lauten:

0 → 1 → 2 → 3 → 4 bar

Die tatsächlichen Prüfpunkte richten sich jedoch nach:

  • Messbereich des Reifenfüllmanometers,
  • anzuwendender Prüfvorschrift,
  • geforderter Toleranz,
  • Verwendungszweck.

An jedem Prüfpunkt sollte möglichst derselbe Ablauf verwendet werden:

  1. Grobdruck aufbauen.
  2. Zielwert mit Feinregelung anfahren.
  3. Druck stabilisieren lassen.
  4. Referenzwert ablesen.
  5. Prüflingswert ablesen.
  6. Abweichung dokumentieren.

Was ist bei steigender und fallender Prüfung zu beachten?

Mechanische Reifenfüllmanometer können Hysterese zeigen.

Der angezeigte Wert kann deshalb davon abhängen, ob ein Prüfpunkt von einem niedrigeren oder einem höheren Druck aus erreicht wird.

Für eine entsprechende Untersuchung wird zunächst eine steigende Messreihe durchgeführt.

Anschließend wird der Druck über den oberen Prüfbereich angehoben und die gleichen Prüfpunkte in fallender Richtung erneut angefahren.

Beispiel:

0 → 1 → 2 → 3 → 4 → 3 → 2 → 1 → 0 bar

Die Feinregelung erleichtert es, identische Druckpunkte in beiden Richtungen reproduzierbar einzustellen.

Was ändert sich bei externer Druckluftversorgung?

Steht geeignete externe Druckluft zur Verfügung, kann sie ebenfalls zur Druckerzeugung verwendet werden.

Beim PRM-25 kann eine Fremdluftversorgung über einen vorgesehenen Druckluftanschluss eingebunden werden.

Der Vorteil liegt insbesondere bei:

  • vielen Prüfungen hintereinander,
  • häufigen großen Druckänderungen,
  • geringerem manuellem Pumpaufwand.

Auch bei externer Versorgung bleibt die Feineinstellung relevant.

Eine Druckluftleitung liefert lediglich die Energie beziehungsweise den Grobdruck.

Sie garantiert noch nicht, dass der gewünschte Prüfpunkt exakt und stabil anliegt.

Welche Vorteile besitzt die Prüfung ohne externe Druckluft?

Der wichtigste Vorteil ist die Unabhängigkeit vom Einsatzort.

Der Prüfer benötigt keinen passenden stationären Druckluftanschluss unmittelbar neben dem zu prüfenden Reifenfüllgerät.

Damit kann die Prüfung beispielsweise direkt erfolgen:

  • an der Zapfsäule beziehungsweise Reifenfüllstation,
  • auf dem Werkstatthof,
  • in einer kleinen Werkstatt ohne geeigneten Prüfanschluss,
  • in einem mobilen Servicefahrzeug,
  • an temporären Einsatzorten.

Zusätzlich wird die Prüfung nicht von Schwankungen oder der Qualität eines unbekannten betrieblichen Druckluftnetzes abhängig.

Der komplette Prüfaufbau bleibt kontrollierbar.

Wo liegen die Grenzen einer rein manuellen Druckerzeugung?

Eine Handpumpe ist besonders praktisch für mobile und vergleichsweise kleine pneumatische Prüfvolumina.

Mit zunehmendem:

  • Prüfdruck,
  • Prüfvolumen,
  • Gasverbrauch,
  • Anzahl der Prüfungen

steigt jedoch der manuelle Aufwand.

Für einen einzelnen Reifenfüllmesser oder wenige mobile Prüfungen ist dies meist unproblematisch.

Bei einer großen Zahl wiederkehrender Prüfungen kann eine externe Druckluftversorgung komfortabler sein.

Die grundsätzliche Messqualität wird dadurch jedoch nicht automatisch besser.

Entscheidend bleiben Referenz, Prüfaufbau, Druckstabilität und reproduzierbarer Ablauf.

Praxisbeispiel: Prüfung direkt an einer Tankstelle

Ein Servicetechniker soll mehrere Reifenfüllmanometer an einer Tankstelle überprüfen.

Direkt am Prüfplatz steht kein geeigneter externer Druckluftanschluss für den Referenzprüfkoffer zur Verfügung.

Der PRM-25 wird daher vollständig autark betrieben.

Zunächst wird das Reifenfüllmanometer an den vorgesehenen Prüflingsanschluss angeschlossen.

Der gewünschte erste Prüfpunkt beträgt:

1,0 bar

Mit der integrierten Handpumpe wird der Prüfkreis zunächst bis knapp unter diesen Wert beaufschlagt.

Die letzten Druckschritte werden mit dem Feinregler eingestellt.

Nach einer kurzen Stabilisierung werden Referenz und Reifenfüllmanometer verglichen.

Anschließend folgen beispielsweise weitere Prüfpunkte bei:

2,0 bar

und:

3,0 bar

.

Zwischen den Prüfpunkten wird das vorhandene Puffervolumen genutzt, sodass nicht jeder kleine Druckschritt ausschließlich über einen Pumpenhub erzeugt werden muss.

Nach dem höchsten Prüfpunkt kann die fallende Messreihe über die kontrollierte Druckentlastung durchgeführt werden.

Am Ende wird der Prüfkreis vollständig auf Atmosphärendruck gebracht.

Die komplette Prüfung konnte damit unmittelbar am Einsatzort durchgeführt werden, ohne den PRM-25 an eine externe Druckluftleitung anzuschließen.

Reifenfüllmanometer ohne Druckluft systematisch prüfen

  1. PRM-25 standsicher am Prüfplatz aufstellen.
  2. Messbereich der integrierten Referenz prüfen.
  3. Messbereich des Reifenfüllmanometers feststellen.
  4. Prüfschläuche und Anschlüsse kontrollieren.
  5. Prüfling korrekt anschließen.
  6. Prüfkreis zunächst drucklos kontrollieren.
  7. Nullpunkt von Referenz und Prüfling beurteilen.
  8. Mit der Handpumpe Grobdruck erzeugen.
  9. Gewünschten Prüfpunkt knapp unterhalb des Zielwertes anfahren.
  10. Mit dem Feinregler exakt an den Prüfpunkt heranfahren.
  11. Ausreichende Stabilisierung abwarten.
  12. Referenz und Prüfling ablesen.
  13. Messwerte und Abweichung dokumentieren.
  14. Weitere Prüfpunkte in derselben Weise anfahren.
  15. Bei Bedarf fallende Messreihe durchführen.
  16. Nach Abschluss kontrolliert vollständig entlüften.

Instabilen Prüfdruck systematisch diagnostizieren

  1. Prüfen, ob alle Ventile korrekt eingestellt sind.
  2. Prüflingsanschluss auf vollständigen Sitz kontrollieren.
  3. Schläuche und Kupplungen auf Leckagen prüfen.
  4. Beobachten, ob der Druck direkt nach dem Pumpen oder dauerhaft fällt.
  5. Thermische Stabilisierung abwarten.
  6. Feinregler auf korrekte Bedienposition prüfen.
  7. Entlüftung auf vollständiges Schließen kontrollieren.
  8. Prüfling auf eigene Undichtigkeit prüfen.
  9. Unnötige zusätzliche Schlauchvolumina entfernen.
  10. Prüfung mit kleinerem Druckschritt wiederholen.
  11. Bei Bedarf den Prüfkreis ohne Prüfling auf Stabilität kontrollieren.

Häufige Fehler

  • Jeden Prüfpunkt ausschließlich mit Pumpenhüben einstellen: Die letzte Feineinstellung wird dadurch unnötig schwierig.
  • Prüfpunkt deutlich überschießen und sofort zurückregeln: Die Belastungsrichtung wird uneinheitlich und eine Hysteresebewertung erschwert.
  • Direkt nach dem letzten Pumpenhub ablesen: Das Gas kann sich thermisch noch nicht stabilisiert haben.
  • Fein einstellbaren Druck mit hoher Messgenauigkeit gleichsetzen: Einstellbarkeit und Referenzgenauigkeit sind unterschiedliche Eigenschaften.
  • Sinkenden Druck sofort dem Prüfling zuschreiben: Auch Schlauch, Kupplung oder Ventil können undicht sein.
  • Schlauchverbindung zum Druckabbau lösen: Druck sollte ausschließlich über die vorgesehene Entlüftung kontrolliert reduziert werden.
  • Unnötig lange Prüfschläuche verwenden: Zusätzliches Volumen erhöht Pumpaufwand und Stabilisierungszeit.
  • Pufferbehälter als Referenz betrachten: Er speichert beziehungsweise puffert Druckluft, misst jedoch nicht den Prüfdruck.
  • Handpumpe als Messgerät interpretieren: Sie erzeugt Druck; die Referenz bestimmt den tatsächlichen Wert.
  • Unterschiedliche Stabilisierungszeiten verwenden: Vergleichsmessungen werden dadurch schlechter reproduzierbar.
  • Vor-Ort-Druckluft zwingend voraussetzen: Der PRM-25 kann über die integrierte Handpumpe unabhängig davon betrieben werden.
  • Nach Abschluss Restdruck im Prüfkreis belassen: Der Aufbau sollte kontrolliert auf Atmosphärendruck entlastet werden.

PRM-25 für mobile Vor-Ort-Prüfungen

Der PRM-25 ist eine mobile Referenzprüfeinrichtung zur Prüfung beziehungsweise Kalibrierung von Reifenfüllmessgeräten.

Der robuste Prüfkoffer kombiniert die wesentlichen Komponenten für einen mobilen Prüfaufbau.

Die aktuelle Ausführung verwendet ein integriertes Präzisions-Digitalmanometer vom Typ:

ADT681

als Referenz.

Für unterschiedliche Prüfaufgaben stehen Referenzmessbereiche von:

  • 6 bar,
  • 10 bar,
  • 16 bar,
  • 25 bar,
  • 40 bar

zur Verfügung.

Für den autarken Betrieb besitzt der PRM-25 eine integrierte Präzisions-Kalibrierhandpumpe zur Druckerzeugung bis:

40 bar

.

Zusätzlich ist ein:

2-Liter-Druckluftbehälter

integriert.

Dieser kann als Puffer beziehungsweise Druckluftspeicher verwendet werden.

Über Feinregler und Volumensteller lässt sich der Prüfdruck präzise einstellen.

Damit eignet sich der Prüfaufbau besonders für mobile Anwendungen, bei denen keine externe Druckluftversorgung am Einsatzort vorhanden ist.

Steht Fremdluft zur Verfügung, kann diese ebenfalls über den vorgesehenen Anschluss genutzt werden.

Außerdem können zwei Reifenfüllmessgeräte gleichzeitig an denselben Prüfkreis angeschlossen werden.

Weitere Informationen finden Sie bei der PRM-25 Referenzprüfeinrichtung für Reifenfüllmessgeräte.

Weitere mobile Druckprüf- und Kalibrierlösungen finden Sie unter Kalibrierkoffer / Prüfkoffer bei ICS Schneider.

Fazit

Für die Prüfung eines Reifenfüllmanometers ist nicht zwingend eine externe Druckluftversorgung erforderlich.

Mit einer geeigneten pneumatischen Handpumpe kann der benötigte Prüfdruck direkt am Einsatzort erzeugt werden.

Der entscheidende Punkt ist dabei die Trennung zwischen Druckerzeugung und präziser Druckeinstellung.

Die Handpumpe eignet sich für größere Druckänderungen und den Grobdruck.

Der Pufferbehälter stellt zusätzliches Gasvolumen bereit und ermöglicht einen flexibleren mobilen Betrieb.

Die eigentliche letzte Annäherung an den Prüfpunkt erfolgt kontrolliert über die Feinregelung.

Nach jedem größeren Druckschritt sollte ausreichend Zeit für die pneumatische und thermische Stabilisierung eingeplant werden.

Ein stabiler Prüfpunkt setzt außerdem einen dichten Prüfkreis, passende Anschlüsse und reproduzierbare Bedienabläufe voraus.

Mit dem PRM-25 stehen Handpumpe, 2-Liter-Pufferbehälter, Feinregelung und Referenz gemeinsam in einem mobilen Prüfkoffer zur Verfügung.

Für eine reproduzierbare mobile Prüfung gilt deshalb: Druck mit der Handpumpe grob erzeugen, Puffervolumen sinnvoll nutzen, den Zielwert mit der Feinregelung kontrolliert anfahren, nach jedem Druckwechsel stabilisieren lassen und Referenz sowie Reifenfüllmanometer erst danach miteinander vergleichen.

FAQ: Reifenfüllmanometer ohne externe Druckluft prüfen

Kann ein Reifenfüllmanometer ohne vorhandenen Druckluftanschluss geprüft werden?

Ja. Wird der Prüfdruck mit einer geeigneten pneumatischen Handpumpe erzeugt, kann die Vergleichsprüfung unabhängig von einer stationären Druckluftversorgung durchgeführt werden.

Kann der PRM-25 ohne externe Druckluft betrieben werden?

Ja. Die integrierte Präzisions-Kalibrierhandpumpe ermöglicht die Druckerzeugung bis 40 bar und macht den Prüfkoffer für mobile Vor-Ort-Prüfungen unabhängig von einer externen Druckluftversorgung.

Welche Aufgabe hat der Pufferbehälter im PRM-25?

Der integrierte 2-Liter-Behälter kann als Puffer und als Druckluftspeicher genutzt werden. Dadurch steht ein zusätzliches Gasvolumen für die Druckvorgabe zur Verfügung.

Wozu wird der Feinregler benötigt?

Die Handpumpe eignet sich vor allem zum groben Druckaufbau. Mit dem Feinregler beziehungsweise Volumensteller kann der gewünschte Prüfpunkt anschließend wesentlich präziser und kontrollierter eingestellt werden.

Warum sollte der Prüfpunkt nicht ausschließlich mit der Handpumpe eingestellt werden?

Ein Pumpenhub kann besonders bei kleinem Prüfvolumen einen relativ großen Drucksprung verursachen. Die Kombination aus Grobdruckerzeugung und Feinregelung ermöglicht eine reproduzierbarere Einstellung.

Warum verändert sich der Druck nach dem Pumpen noch?

Beim Komprimieren erwärmt sich das Gas. Während es anschließend wieder thermisch ausgleicht, kann sich der Druck verändern. Deshalb sollte vor dem Ablesen eine ausreichende Stabilisierung abgewartet werden.

Was mache ich, wenn der gewünschte Prüfpunkt überschritten wurde?

Der Druck sollte über die vorgesehene Regel- beziehungsweise Entlüftungsmöglichkeit kontrolliert reduziert werden. Schlauch- oder Geräteverbindungen sollten nicht unter Druck gelöst werden.

Warum sinkt der eingestellte Prüfdruck langsam?

Mögliche Ursachen sind thermische Stabilisierung oder eine Undichtigkeit im Prüfkreis. Prüflingsanschluss, Schläuche, Kupplungen, Ventile und der Prüfling selbst sollten kontrolliert werden.

Ist ein größerer Pufferbehälter automatisch besser?

Nicht grundsätzlich. Ein größeres pneumatisches Volumen kann kleine Druckänderungen beruhigen, benötigt aber auch mehr Gas für einen Druckanstieg. Puffervolumen und Druckerzeugung müssen zum Prüfaufbau passen.

Kann zusätzlich externe Druckluft verwendet werden?

Ja. Der PRM-25 besitzt auch eine Anschlussmöglichkeit für eine externe Druckluftversorgung. Bei vielen wiederkehrenden Prüfungen kann dies den manuellen Pumpaufwand reduzieren.

Ist die Handpumpe die Referenz für den Prüfdruck?

Nein. Die Handpumpe erzeugt lediglich den Druck. Der tatsächliche Prüfdruck wird mit dem integrierten Präzisions-Digitalmanometer als Referenz bestimmt.

Welches Referenzmanometer ist im aktuellen PRM-25 eingebaut?

Die aktuelle Produktbeschreibung nennt das Präzisions-Digitalmanometer ADT681 als integrierte Referenz.

Welche Messbereiche sind für den PRM-25 verfügbar?

Die aktuelle Produktbeschreibung nennt Referenzmessbereiche von 6, 10, 16, 25 oder 40 bar.

Können zwei Reifenfüllmanometer gleichzeitig geprüft werden?

Ja. Der PRM-25 verfügt über zwei Prüflingsanschlüsse, sodass zwei Reifenfüllmessgeräte gleichzeitig mit demselben Prüfdruck beaufschlagt werden können.

Wo ist ein autarker PRM-25 besonders sinnvoll?

Typische Anwendungen sind mobile Prüfungen an Tankstellen, in Werkstätten, Reifenfachbetrieben oder anderen Einsatzorten, an denen keine geeignete externe Druckluftversorgung unmittelbar am Prüfplatz verfügbar ist.

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