Stromverbrauch einzelner Maschinen prüfen: Lastspitzen und Energiefresser finden

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Steigende Energiekosten machen es für viele Betriebe immer wichtiger, den Stromverbrauch einzelner Maschinen besser zu verstehen. Häufig ist zwar der Gesamtverbrauch einer Halle, Werkstatt oder Produktionslinie bekannt, aber nicht, welche Maschine wann besonders viel Strom aufnimmt, welche Lastspitzen verursacht werden oder ob ältere Anlagen deutlich ineffizienter arbeiten als erwartet.

Eine Stromzange kann bei der ersten Analyse sehr hilfreich sein, weil die Stromaufnahme einzelner Verbraucher im laufenden Betrieb geprüft werden kann, ohne die Leitung aufzutrennen. Dabei ist jedoch wichtig zu verstehen, was mit einer einfachen Strommessung möglich ist und wann für eine echte Leistungs- oder Energieanalyse ein geeignetes Messgerät wie eine Stromzange, eine Leistungs- und Energieanalyse oder ein Datenlogger für Strom und Spannung sinnvoll ist.

Inhaltsverzeichnis

Warum der Stromverbrauch einzelner Maschinen geprüft werden sollte

In vielen Betrieben wird Energie noch immer hauptsächlich über den Gesamtverbrauch betrachtet. Die Stromrechnung zeigt, wie viel Energie in einem bestimmten Zeitraum verbraucht wurde, aber sie zeigt nicht automatisch, welche Maschine dafür verantwortlich war. Genau hier beginnt die praktische Herausforderung: Wenn nur der Gesamtverbrauch bekannt ist, bleiben einzelne Energiefresser, ungünstige Betriebszustände oder unnötige Lastspitzen oft lange unentdeckt.

Besonders in Werkstätten, Produktionshallen, Prüfständen, Kompressorräumen und Maschinenparks kann eine einzelne Anlage einen erheblichen Anteil am Gesamtverbrauch verursachen. Das gilt nicht nur für große Maschinen. Auch ältere Pumpen, Lüfter, Absauganlagen, Kompressoren, Heizgeräte oder Antriebe können im Alltag mehr Energie aufnehmen als erwartet. Häufig fällt dies erst auf, wenn Stromkosten steigen, Sicherungen auslösen, Leitungen ungewöhnlich warm werden oder Lastspitzen im Energiemanagement sichtbar werden.

Die Prüfung einzelner Maschinen hilft dabei, den Betrieb besser zu verstehen. Sie zeigt, ob eine Maschine im Leerlauf unnötig viel Strom aufnimmt, ob der Strombedarf bei bestimmten Produktionsschritten stark ansteigt oder ob mehrere Verbraucher gleichzeitig Lastspitzen erzeugen. Dadurch lassen sich technische Probleme, ineffiziente Betriebsweisen und organisatorische Einsparpotenziale besser erkennen.

Wie eine Stromzange bei der Verbrauchsanalyse hilft

Eine Stromzange misst den Strom, der durch einen Leiter fließt, ohne dass die Leitung aufgetrennt werden muss. Das ist in der Praxis ein großer Vorteil, weil Maschinen und Anlagen häufig im laufenden Betrieb geprüft werden sollen. Die Messzange wird um einen einzelnen Leiter gelegt und erfasst die Stromaufnahme des angeschlossenen Verbrauchers.

Für eine erste Bewertung ist diese Messung oft ausreichend. Wenn bekannt ist, dass eine Maschine bei normalem Betrieb üblicherweise eine bestimmte Stromaufnahme haben sollte, kann ein deutlich abweichender Messwert bereits einen wichtigen Hinweis liefern. Ein höherer Strom kann zum Beispiel auf mechanische Schwergängigkeit, verschlissene Lager, eine blockierte Pumpe, eine falsche Einstellung oder eine ungünstige Betriebsweise hindeuten.

Wichtig ist jedoch die korrekte Anwendung. Eine Stromzange muss in der Regel einen einzelnen aktiven Leiter umfassen. Wird bei einem einphasigen Verbraucher das komplette Anschlusskabel mit Phase und Neutralleiter gemeinsam umfasst, heben sich die Ströme gegenseitig auf und die Messung zeigt keinen sinnvollen Wert. Bei dreiphasigen Maschinen müssen die Phasen einzeln betrachtet werden, damit Lastverteilung und mögliche Schieflasten erkannt werden können.

Für allgemeine Strommessungen eignen sich klassische Stromzangen und flexible Stromwandler. Wenn neben dem Strom auch Leistung, Energieverbrauch oder Netzqualität bewertet werden sollen, sind Geräte mit Leistungsanalyse oder separate Energieanalysatoren die bessere Wahl.

Stromaufnahme ist nicht gleich Energieverbrauch

Ein häufiger Fehler besteht darin, die gemessene Stromaufnahme direkt mit dem Energieverbrauch gleichzusetzen. Die Stromstärke in Ampere ist zwar ein wichtiger Messwert, sie beschreibt aber noch nicht den vollständigen Energieverbrauch. Für die elektrische Leistung sind zusätzlich Spannung, Leistungsfaktor, Netzform und Betriebsdauer entscheidend.

Bei einem einfachen ohmschen Verbraucher, zum Beispiel einer Heizung, lässt sich die Leistung noch relativ einfach abschätzen. Bei Motoren, Frequenzumrichtern, Schaltnetzteilen oder komplexen Maschinen ist das deutlich schwieriger. Dort spielen Blindleistung, Leistungsfaktor, Oberwellen und wechselnde Lastzustände eine wichtige Rolle. Eine reine Strommessung kann dann zeigen, dass eine Maschine viel Strom aufnimmt, aber nicht immer exakt, wie hoch die tatsächliche Wirkleistung oder der Energieverbrauch in Kilowattstunden ist.

Messgröße Was sie aussagt Typische Anwendung
Strom in A Aktuelle Stromaufnahme eines Leiters oder Verbrauchers Schnelle Prüfung, Vergleich von Betriebszuständen, Überlastverdacht
Leistung in kW Tatsächliche Wirkleistung des Verbrauchers Bewertung des Energiebedarfs im Betrieb
Energie in kWh Verbrauch über einen Zeitraum Kostenbewertung, Verbrauchsnachweis, Energiemanagement
Leistungsfaktor Verhältnis von Wirkleistung zu Scheinleistung Bewertung von Motoren, Antrieben und Netzbelastung

Für eine belastbare Aussage zum Energieverbrauch einzelner Maschinen sollte daher nicht nur der Strom betrachtet werden. Die Stromzange ist ein sehr guter Einstieg in die Fehlersuche und Voranalyse. Wenn daraus konkrete Energiekennzahlen abgeleitet werden sollen, ist eine Leistungsmessung oder Energieaufzeichnung sinnvoll.

Einphasige Verbraucher richtig messen

Bei einphasigen Verbrauchern ist die Messung grundsätzlich einfach, wenn der einzelne Leiter zugänglich ist. Die Stromzange wird um die Phase gelegt, während der Verbraucher im gewünschten Betriebszustand läuft. Wichtig ist, dass nicht das gesamte Kabel mit Phase und Neutralleiter gemeinsam umfasst wird. In diesem Fall würde die Stromzange die Summe der hin- und zurückfließenden Ströme erfassen, was zu einem falschen oder nahezu null liegenden Ergebnis führt.

Einphasige Verbraucher finden sich häufig in Werkstätten, kleineren Maschinen, Heizgeräten, Lüftern, Pumpen, Ladegeräten, Laborgeräten oder Nebenaggregaten. Für eine sinnvolle Bewertung sollte die Messung nicht nur in einem beliebigen Moment erfolgen. Aussagekräftiger ist es, verschiedene Zustände zu betrachten: Einschalten, Anlauf, Leerlauf, normaler Betrieb und Belastung.

Wenn ein Gerät im Leerlauf bereits eine hohe Stromaufnahme zeigt, kann dies auf ineffiziente Betriebsweise oder einen technischen Defekt hindeuten. Wenn die Stromaufnahme erst unter Last stark steigt, sollte geprüft werden, ob die mechanische Last, die Prozessbedingungen oder die Einstellung der Maschine zur Anwendung passen.

Dreiphasige Maschinen und Anlagen richtig bewerten

Bei dreiphasigen Maschinen reicht es nicht aus, nur eine Phase zu messen und daraus pauschal auf die gesamte Maschine zu schließen. Die drei Außenleiter sollten einzeln geprüft und miteinander verglichen werden. Nur so lassen sich unsymmetrische Lasten, Phasenausfälle, ungleich belastete Antriebe oder Verdrahtungsprobleme erkennen.

In einem idealen Zustand sind die Ströme der drei Phasen bei einem symmetrisch belasteten Drehstrommotor ähnlich. Kleine Abweichungen sind in der Praxis normal. Größere Unterschiede können jedoch ein Hinweis auf eine Schieflast, ein Problem in der Versorgung, eine fehlerhafte Wicklung, eine mechanische Unwucht oder eine ungleichmäßige Belastung sein.

Bei Maschinen mit Frequenzumrichtern ist besondere Vorsicht geboten. Die Stromform ist dort häufig nicht sinusförmig. Eine einfache Stromzange ohne True-RMS-Messung kann dann unplausible Werte anzeigen. Für solche Anwendungen sollten geeignete TRMS-Stromzangen oder Messgeräte mit Leistungsanalyse eingesetzt werden.

Wenn die Maschine nicht nur elektrisch geprüft, sondern energetisch bewertet werden soll, ist eine dreiphasige Leistungs- oder Energieanalyse sinnvoll. Geräte aus dem Bereich Leistungs- und Energieanalysatoren können hierfür deutlich mehr Informationen liefern als eine reine Strommessung.

Lastzustände vergleichen: Leerlauf, Teillast und Volllast

Eine einzelne Strommessung sagt meist nur wenig über das Verhalten einer Maschine aus. Deutlich aussagekräftiger ist der Vergleich verschiedener Lastzustände. Viele Maschinen arbeiten nicht dauerhaft unter Volllast, sondern wechseln zwischen Standby, Leerlauf, Teillast und kurzzeitigen Spitzen. Genau diese Unterschiede sind wichtig, wenn Energiefresser oder ineffiziente Betriebszustände gefunden werden sollen.

Ein Beispiel ist eine Absauganlage, die auch dann mit hoher Leistung läuft, wenn gerade keine Maschine aktiv betrieben wird. Ein anderes Beispiel ist ein Kompressor, der häufig nachläuft, weil Leckagen im Druckluftnetz vorhanden sind. Auch Pumpen, Lüfter oder Förderanlagen können im Teillastbetrieb mehr Energie aufnehmen als erwartet, wenn sie falsch geregelt, verschmutzt oder mechanisch belastet sind.

Mit einer Stromzange lässt sich zunächst prüfen, ob sich die Stromaufnahme bei verschiedenen Betriebszuständen plausibel verändert. Wenn eine Maschine im Leerlauf nahezu denselben Strom aufnimmt wie unter Last, kann das ein Hinweis auf unnötigen Energieverbrauch sein. Wenn der Strom unter Last stark ansteigt, sollte geprüft werden, ob die Maschine überlastet ist oder ob der Prozess ungewöhnlich hohe Anforderungen stellt.

Lastspitzen erkennen: Warum Min-/Max-Werte und Inrush-Funktionen wichtig sind

Lastspitzen entstehen häufig beim Start von Motoren, Kompressoren, Pumpen, Transformatoren oder größeren Netzteilen. Diese Spitzen dauern oft nur sehr kurz, können aber trotzdem Sicherungen auslösen, Leitungen belasten oder im Lastmanagement auffallen. Eine normale Momentanmessung erfasst solche Ereignisse häufig nicht zuverlässig, weil der Messwert nur in dem Moment angezeigt wird, in dem abgelesen wird.

Stromzangen mit Min-/Max-Funktion, Peak-Hold oder Inrush-Funktion können solche kurzzeitigen Spitzen besser sichtbar machen. Dadurch wird erkennbar, ob eine Maschine nur während des Anlaufs hohe Ströme verursacht oder ob sie auch im Dauerbetrieb auffällig viel Strom aufnimmt.

Diese Unterscheidung ist in der Praxis sehr wichtig. Ein hoher Anlaufstrom ist bei vielen Motoren normal, solange er kurzzeitig bleibt und die elektrische Anlage dafür ausgelegt ist. Eine dauerhaft erhöhte Stromaufnahme während des Betriebs ist dagegen häufig ein Hinweis auf Überlast, Verschleiß oder ungünstige Betriebsbedingungen.

Energiefresser finden: Wann eine Maschine auffällig ist

Eine Maschine ist nicht automatisch ein Energiefresser, nur weil sie eine hohe Stromaufnahme hat. Große Maschinen benötigen naturgemäß mehr Energie als kleine Verbraucher. Auffällig wird eine Maschine dann, wenn ihre Stromaufnahme nicht zum erwarteten Betriebszustand passt, wenn sie im Vergleich zu ähnlichen Anlagen deutlich höher liegt oder wenn sie auch außerhalb der eigentlichen Produktionszeit unnötig viel Energie aufnimmt.

In der Praxis lohnt sich daher der Vergleich. Ähnliche Maschinen können unter vergleichbaren Bedingungen gemessen werden. Wenn eine ältere Maschine bei gleicher Aufgabe deutlich mehr Strom aufnimmt als eine neuere Anlage, kann dies auf Verschleiß, ungünstige Regelung oder ineffiziente Antriebstechnik hinweisen. Ebenso kann eine Maschine auffällig sein, wenn sie während Wartezeiten, Pausen oder Standby-Phasen weiterhin eine hohe Grundlast verursacht.

Auch Nebenaggregate sollten nicht unterschätzt werden. Druckluft, Absaugung, Kühlung, Pumpen, Lüfter und Heizelemente laufen häufig im Hintergrund und werden bei Energieanalysen zunächst übersehen. Gerade diese Verbraucher bieten jedoch oft Einsparpotenzial, weil sie nicht immer durchgehend benötigt werden oder weil ihre Regelung verbessert werden kann.

Grenzen der einfachen Strommessung

Die Strommessung mit einer Stromzange ist schnell, flexibel und für die erste Einschätzung sehr nützlich. Sie hat jedoch Grenzen. Der gemessene Strom allein zeigt nicht automatisch den exakten Energieverbrauch. Besonders bei dreiphasigen Anlagen, Motoren mit schlechtem Leistungsfaktor, Frequenzumrichtern oder nichtlinearen Verbrauchern kann der Stromwert allein zu falschen Schlussfolgerungen führen.

Wer nur die Stromaufnahme betrachtet, sieht beispielsweise nicht immer, wie hoch die Wirkleistung ist. Auch Blindleistung, Oberwellen, Spannungsqualität oder zeitliche Lastprofile bleiben bei einfachen Messungen oft unberücksichtigt. Für eine wirtschaftliche Bewertung ist jedoch entscheidend, wie viel Energie über einen bestimmten Zeitraum tatsächlich verbraucht wird.

Deshalb ist es sinnvoll, zwischen drei Ebenen zu unterscheiden: Die Stromzange dient zur schnellen Prüfung und Eingrenzung. Eine Leistungszange oder ein Leistungsmessgerät liefert zusätzlich Aussagen zu Wirkleistung, Leistungsfaktor und teilweise Energie. Ein Energieanalysator oder Datenlogger dokumentiert den Verlauf über längere Zeit und macht Lastprofile sichtbar.

Wann eine dauerhafte Aufzeichnung sinnvoll ist

Viele Energieprobleme lassen sich nicht durch eine einzelne Messung erkennen. Lastspitzen treten möglicherweise nur morgens beim Produktionsstart auf. Ein Kompressor läuft vielleicht nur nachts ungewöhnlich oft nach. Eine Maschine verursacht eventuell nur bei bestimmten Produkten, Werkzeugen oder Prozessparametern hohe Stromaufnahmen. In solchen Fällen ist eine zeitliche Aufzeichnung deutlich aussagekräftiger als ein einzelner Messwert.

Mit einem Datenlogger oder Energieanalysator lassen sich Strom, Spannung, Leistung und Energieverbrauch über Stunden, Tage oder Wochen dokumentieren. Dadurch entsteht ein Lastprofil. Dieses zeigt, wann eine Maschine tatsächlich Energie aufnimmt, wie hoch die Grundlast ist und ob Lastspitzen mit bestimmten Betriebsabläufen zusammenhängen.

Für temporäre Analysen können Datenlogger für Strom und Spannung sinnvoll sein. Wenn zusätzlich Netzqualität, Oberschwingungen oder dreiphasige Leistungswerte bewertet werden sollen, sind Leistungs- und Energieanalysatoren die passendere Lösung.

Praxisbeispiel: Ältere Maschine verursacht unerwartet hohe Stromaufnahme

In einer Werkstatt fällt auf, dass die Stromkosten in den letzten Monaten gestiegen sind. Die Hauptzählerdaten zeigen zwar den Gesamtverbrauch, aber nicht, welche Maschine den Mehrverbrauch verursacht. Der Verdacht fällt auf eine ältere Bearbeitungsmaschine, die täglich mehrere Stunden läuft und im Vergleich zu neueren Anlagen häufiger warm wird.

Mit einer Stromzange wird zunächst die Stromaufnahme in verschiedenen Betriebszuständen geprüft. Im Leerlauf zeigt die Maschine bereits eine vergleichsweise hohe Stromaufnahme. Unter Last steigt der Strom weiter an, allerdings nicht nur während kurzer Bearbeitungsspitzen, sondern über längere Zeiträume. Anschließend wird eine vergleichbare Maschine gemessen, die eine ähnliche Arbeit ausführt. Dabei zeigt sich, dass die ältere Anlage bei vergleichbarer Aufgabe deutlich mehr Strom aufnimmt.

Die Messung allein ersetzt noch keine vollständige Energieanalyse, liefert aber einen klaren Hinweis. Bei der weiteren Prüfung werden mechanische Schwergängigkeit, Lagerzustand, Antriebseinstellungen und Nebenaggregate kontrolliert. Zusätzlich wird über einen Datenlogger ein Tagesprofil aufgezeichnet. Dabei wird sichtbar, dass die Maschine auch während längerer Stillstandszeiten eine unnötig hohe Grundlast verursacht.

Das Beispiel zeigt, wie eine Stromzange als schneller Einstieg in die Analyse dienen kann. Sie hilft, auffällige Verbraucher zu identifizieren und zu entscheiden, ob eine genauere Leistungs- oder Energieaufzeichnung sinnvoll ist.

Passende Messgeräte für Stromverbrauch, Lastspitzen und Energieanalyse

Für die schnelle Strommessung an Maschinen eignen sich robuste Stromzangen, mit denen einzelne Leiter im laufenden Betrieb geprüft werden können. Für Anwendungen mit Motoren, Frequenzumrichtern oder nicht sinusförmigen Strömen sollte auf eine geeignete TRMS-Messung geachtet werden. Geräte wie die HT9021 digitale Stromzange können für allgemeine AC/DC-Strommessungen in industriellen Anwendungen eingesetzt werden.

Wenn neben der Stromaufnahme auch Leistungswerte, Energieverbrauch oder Lastverläufe interessant sind, sind Stromzangen mit Leistungsanalyse und Datenloggerfunktion besonders hilfreich. Dazu zählen beispielsweise die HT9022 TRMS Stromzange mit Leistungsanalyse, Datenlogger und Bluetooth oder die HT9023 TRMS Stromzange mit Leistungsanalyse, Datenlogger und WLAN.

Für umfangreichere Untersuchungen, zum Beispiel bei dreiphasigen Verbrauchern, Lastprofilen, Netzqualität oder Energiemanagement, sind Leistungs- und Energieanalysatoren die passendere Lösung. Sie liefern nicht nur Momentanwerte, sondern ermöglichen eine deutlich genauere Bewertung von Verbrauch, Lastverlauf und elektrischen Einflussgrößen.

Fazit: Stromzange als schneller Einstieg in die Verbrauchsanalyse

Wer den Stromverbrauch einzelner Maschinen prüfen möchte, muss nicht immer sofort eine feste Messstelle installieren. Eine Stromzange ist ein sehr praktisches Werkzeug, um Stromaufnahmen im laufenden Betrieb zu erfassen, Lastzustände zu vergleichen und auffällige Verbraucher schnell einzugrenzen.

Für eine erste Bewertung reicht die Strommessung häufig aus. Sie zeigt, ob eine Maschine im Leerlauf, unter Teillast oder bei Volllast auffällig viel Strom aufnimmt. Sie hilft auch dabei, Lastspitzen beim Einschalten zu erkennen und ähnliche Maschinen miteinander zu vergleichen. Sobald jedoch der tatsächliche Energieverbrauch, die Wirkleistung oder ein Lastprofil über längere Zeit bewertet werden soll, ist eine Leistungsanalyse oder Energieaufzeichnung notwendig.

Passende Lösungen finden Sie im Bereich Stromzangen und flexible Stromwandler, bei Leistungs- und Energieanalysatoren sowie bei Datenloggern für Strom und Spannung.

FAQ: Häufige Fragen zur Stromverbrauchsmessung mit Stromzange

Kann ich mit einer Stromzange den Stromverbrauch einer Maschine messen?

Mit einer Stromzange können Sie zunächst die Stromaufnahme einer Maschine messen. Für den tatsächlichen Energieverbrauch in Kilowattstunden sind zusätzlich Spannung, Leistungsfaktor und Zeitverlauf wichtig. Einige Stromzangen mit Leistungsanalyse können diese Größen ebenfalls erfassen.

Warum reicht die Stromaufnahme allein nicht immer zur Bewertung des Energieverbrauchs?

Der Strom in Ampere zeigt nur, wie viel Strom gerade fließt. Der Energieverbrauch hängt jedoch auch von Spannung, Wirkleistung, Leistungsfaktor und Betriebsdauer ab. Besonders bei Motoren, Frequenzumrichtern und nichtlinearen Verbrauchern kann die reine Strommessung zu kurz greifen.

Wie messe ich eine Maschine mit einer Stromzange richtig?

Die Stromzange muss um einen einzelnen aktiven Leiter gelegt werden. Bei einphasigen Verbrauchern darf nicht das komplette Anschlusskabel mit Phase und Neutralleiter gemeinsam umfasst werden. Bei dreiphasigen Maschinen sollten die Phasen einzeln gemessen und miteinander verglichen werden.

Wie finde ich Lastspitzen einer Maschine?

Lastspitzen lassen sich mit Stromzangen erfassen, die Min-/Max-, Peak-Hold- oder Inrush-Funktionen bieten. Für längere Analysen sind Datenlogger oder Energieanalysatoren sinnvoll, weil sie den Verlauf über einen Zeitraum dokumentieren.

Was bedeutet Inrush-Messung?

Die Inrush-Messung erfasst kurzzeitige Einschalt- oder Anlaufströme, die beim Start von Motoren, Kompressoren, Transformatoren oder Netzteilen auftreten können. Diese Ströme sind oft deutlich höher als der normale Betriebsstrom.

Wie erkenne ich, ob eine Maschine ein Energiefresser ist?

Auffällig ist eine Maschine, wenn ihre Stromaufnahme nicht zum Betriebszustand passt, wenn sie im Vergleich zu ähnlichen Maschinen deutlich mehr Strom aufnimmt oder wenn sie auch in Standby- oder Leerlaufphasen eine hohe Grundlast verursacht.

Welche Rolle spielt True RMS bei der Strommessung?

True-RMS-Messung ist wichtig, wenn Ströme nicht sinusförmig sind. Das ist zum Beispiel bei Frequenzumrichtern, Schaltnetzteilen oder elektronisch geregelten Antrieben der Fall. Eine einfache Stromzange kann in solchen Anwendungen ungenaue Werte liefern.

Kann ich dreiphasige Maschinen mit einer Stromzange prüfen?

Ja, allerdings sollten die drei Phasen einzeln gemessen und miteinander verglichen werden. Für eine vollständige Leistungs- oder Energieanalyse dreiphasiger Maschinen ist ein geeignetes dreiphasiges Messgerät oder ein Energieanalysator sinnvoll.

Wann brauche ich einen Energieanalysator statt einer Stromzange?

Ein Energieanalysator ist sinnvoll, wenn nicht nur die Stromaufnahme, sondern Wirkleistung, Energieverbrauch, Lastprofil, Leistungsfaktor, Netzqualität oder Oberschwingungen bewertet werden sollen. Das gilt besonders bei dreiphasigen Anlagen und komplexen Maschinen.

Welche Produkte eignen sich für die Prüfung des Maschinenverbrauchs?

Für schnelle Strommessungen eignen sich Stromzangen. Für Messungen mit Leistungsanalyse kommen Geräte wie die HT9022 oder HT9023 infrage. Für längere Aufzeichnungen und detaillierte Verbrauchsanalysen sind Leistungs- und Energieanalysatoren oder Datenlogger für Strom und Spannung geeignet.

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