Genauigkeitsangaben bei Drucksensoren richtig deuten

drucksensoren

Eine Vielzahl von genauigkeitsrelevanten Angaben beschreibt die Genauigkeit, die selbst nicht so existiert, wie wir sie im √ľblichen Sprachgebrauch benutzen. ¬†Etwa 68,27 % der Ger√§te die man als Anwender nutzt halten den typischen Wert der ‚ÄěGenauigkeit‚Äú ein. ¬†

Paradoxerweise ist ein Drucksensor mit 0,5 % Fehlerquote bei maximaler Nichtlinearität nach Grenzwerteinstellungen, so genau wie ein Drucksensor mit 0,1 % nach Nichtlinearität nach Kleinstwerteinstellungen.

Im Folgenden werden Eigenschaften beschrieben, die zu Abweichungen der Messdaten f√ľhren k√∂nnen. Zu beachten ist, dass deren Verwendung nicht normiert ist. Dies bedeutet beispielsweise, dass drei gleiche Angaben zur Nichtlinearit√§t drei v√∂llig unterschiedliche Genauigkeiten beschreiben k√∂nnen.

 

Nichtlinearität

Am häufigsten genannte Genauigkeitsangabe ist die Nichtlinearität. Diese definiert die extremste Abweichung zwischen der Kennlinie von der Referenzgeraden. Nach Grenzpunkteinstellung, geht bei der Nichtlinearität die Referenzgerade durch den Anfang und das Ende der Kennlinie. Im Vergleich dazu gibt es die BFSL-Methode (Best Fit Straight Line), wobei der Referenzgerade so ausgerichtet ist, dass sie die maximale positive und maximale negative Abweichung gleich groß ist.

¬†¬†¬†¬†¬†¬†¬†¬†¬†¬†¬†¬†¬†¬†¬† Die Nichtlinearit√§t nach Grenzwerteinstellung bietet hiermit den betragsgem√§√ü gr√∂√ütm√∂glichen Fehler, doch ist sie f√ľr Anwender am leichtesten nachvollziehbar, auch wenn die Kleinstwerteinstellung in den meisten F√§llen einen pr√§ziseren Wert liefert.

 

Messabweichung

Die Messabweichung, die dem wahren Wert am n√§chsten kommt, ist die Messabweichung. Der Grund daf√ľr ist die M√∂glichkeit folgendes sofort ablesen zu k√∂nnen:

  • Messabweichung am Anfang und Ende des Messbereichs
  • Nichtlinearit√§t
  • Hysterese
  • Nichtwiederholbarkeit

Die größte Differenz zwischen der tatsächlichen und der idealen Kennlinie ist die Messabweichung. Hierbei definiert die Hysterese die maximale Varianz im Auf- und Abwärtsgang.

Die Hysterese und die Nichtwiederholbarkeit kann man leider weder völlig beseitigen noch minimieren.

 

Beseitigen von Ungenauigkeiten

Nullpunktfehler beseitigen

Der Nullpunktfehler lässt sich im drucklosen Zustand ablesen. Dieser wird als Offset in dessen Auswerteinheit eingepflegt.

 

Spannenfehler beseitigen

Um den Spannenfehler zu eliminieren, wird vorausgesetzt, dass der Druck am Messbereichsende exakt angefahren ist. Hierf√ľr wird eine Druckreferenz ben√∂tigt die zumindest dreimal genauer ist als die gew√ľnschte Genauigkeit.

Nichtlinearität beseitigen

Nichtlinearit√§t l√§sst sich minimieren indem beispielsweise an Hand von St√ľtzpunkten, in der nachgeschalteten Elektronik, Fehler herausgerechnet werden. F√ľr diese Technik wird allerdings ein extrem pr√§zises Normal vorausgesetzt.

 

Die Genauigkeit von Sensoren kann von einer Vielzahl von Faktoren beeinflusst werden. Aus diesem Grund ist eine umfassende Analyse vorab empfehlenswert. So k√∂nnen m√∂gliche Fehlerquellen vorab identifiziert und eliminiert werden. Dies gilt f√ľr die Installation des Messger√§tes selbst, aber auch vorab f√ľr die Umst√§nde unter der die Genauigkeit im Datenblatt generiert wurde.

¬†¬†¬†¬†¬†¬†¬†¬†¬†¬†¬†¬†¬†¬†¬† Abschlie√üend kann man sagen, dass sich die M√ľhe lohnt, die man in die Genauigkeit seiner Messger√§te steckt. Man erh√∂ht nicht nur die Sicherheit, sondern liefert auch Pr√§zision und st√∂rungsfreie Kontinuit√§t.

Temperaturkoeffizient

Alle Genauigkeitsangaben, so wie sie hier beschrieben wurden, wurden bei Raumtemperatur definiert. M√∂chte man allerdings bei Temperaturen messen, die √ľber oder unter der Raumtemperatur liegen, muss man zus√§tzlich mit dem Temperaturfehler, auch Temperaturkoeffizient genannt, rechnen. Ein Messger√§t, das bei Raumtemperatur hinreichend Genauigkeit bietet, kann schon ab 10 K einen doppelt so gro√üen Fehler anzeigen.

Langzeitdrift

Was passiert zwischen der Produktionsstätte eines Messgerätes und der Ankunft beim Anwender? Bereits Lager und Transport können die Genauigkeit permanent manipulieren. Das Messgerät kann sich auch mit der Zeit verändern, durch eventuelle magnetische Störungen oder durchgehende Vibrationen am Messort. Aus diesem Grund empfehlen Hersteller jährlich kalibrieren zu lassen, um den so genannten Drift zu erfassen, die Veränderung des Geräts.

 

 

  • Nenndr√ľcke: 0 ... 100 mbar bis 0 ... 60 bar
  • Genauigkeit: 0,35% (Opt. 0,25%) FSO
  • Ausgangssignal: RS485 mit Modbus RTU Protokoll
  • Reset-Funktion
  • Keramikmembrane
  • hohe √úberlastf√§higkeit
Datenblatt
Bedienungsanleitung

  • Nenndr√ľcke: 0 ... 600 mbar bis 0 ... 600 bar
  • Genauigkeit: 0,5 % FSO
  • IO-Link nach Spezifikation V 1.1
  • Daten√ľbertragungsrate 38,4 kBaud
  • Smart Sensor Profile
  • ausgezeichnetes Temperaturverhalten
  • gute Langzeitstabilit√§t
Datenblatt
Bedienungsanleitung

  • Nenndr√ľcke: 0 ... 400 mbar bis 0 ... 600 bar
  • Genauigkeit: 0,5 % FSO
  • Busfrequenz max. 400 kHz
  • Ausgangssignal: digital, i¬≤C
  • einstellbare Formatierung des Messwerts
  • Interruptausgang
Datenblatt
Bedienungsanleitung

  • Nenndr√ľcke: 0 ... 600 mbar bis 0 ... 600 bar
  • Ausgangssignal: RS485 mit Modbus RTU Protokoll
  • Genauigkeit: 0,5 % FSO
  • ausgezeichnetes Temperaturverhalten
  • gute Langzeitstabilit√§t
  • Reset-Funktion
Datenblatt
Bedienungsanleitung

  • Nenndr√ľcke: 0 ... 40 mbar bis 0 ... 20 bar
  • Genauigkeit: 0,35% (Opt. 0,25%) FSO
  • IO-Link nach Spezifikation V 1.1
  • Daten√ľbertragungsrate 38,4 kBaud
  • Smart Sensor Profile
  • hygienegerechte Ausf√ľhrung
  • Schutzart IP 67/ IP 69
  • hohe √úberlastf√§higkeit
  • Trennmembrane Keramik Al2O3 (99,9 %)
Datenblatt
Bedienungsanleitung

  • Nenndr√ľcke: 0 ... 100 mbar bis 0 ... 40 bar
  • Genauigkeit: 0,25 % (Opt. 0,1%) FSO
  • IO-Link nach Spezifikation V 1.1
  • Daten√ľbertragungsrate 38,4 kBaud
  • Smart Sensor Profile
  • hygienegerechte Prozessanschl√ľsse
  • CIP / SIP- Reinigung bis 150 ¬įC
  • Schutzart IP 67 / IP 69
  • Membrane mit geringer Oberfl√§chenrauheit
Datenblatt
Bedienungsanleitung

  • Nenndr√ľcke: 0 ... 100 mbar bis 0 ... 40 bar
  • Genauigkeit: 0,25 % (Opt. 0,1%) FSO
  • Ausgangssignal: RS485 mit Modbus RTU Protokoll
  • CIP / SIP- Reinigung bis 150 ¬įC
  • Membrane mit geringer Oberfl√§chenrauheit
  • Reset-Funktion
  • Schutzart IP 67 / IP 69
Datenblatt
Bedienungsanleitung

  • Nenndr√ľcke: 0 ... 100 mbar bis 0 ... 400 bar
  • Genauigkeit: 0,1 % FSO
  • ausgezeichnetes Temperaturverhalten
  • exzellente Langzeitstabilit√§t
  • Ausgangssignal: RS485 mit Modbus RTU Protokoll
  • Reset-Funktion
Datenblatt
Bedienungsanleitung

Besitzt im Gegensatz zu den klassischen analogen Transmittern eine  i²C-Schnittelle; bei i²C handelt es sich um einen Master-Slave-Bus, womit ein Betrieb mehrerer Slaves an einem Master möglich ist.

Datenblatt
Bedienungsanleitung

Diese Website benutzt Cookies. Wenn du die Website weiter nutzt, gehen wir von deinem Einverständnis aus.