Ein Filter arbeitet in einer Prozessleitung mit:
25 bar Betriebsdruck
.
Über dem Filter sollen jedoch nur:
0 … 250 mbar Differenzdruck
gemessen werden.
Auf den ersten Blick scheint deshalb ein Differenzdruckmanometer mit:
0 … 250 mbar
ausreichend.
Das ist jedoch nur ein Teil der Auslegung.
Während das Messgerät lediglich die Differenz zwischen Hoch- und Niederdruckseite anzeigen soll, stehen beide Prozessanschlüsse gleichzeitig unter einem wesentlich höheren Betriebsdruck.
Beispielsweise:
p+ = 25,20 bar
und:
p- = 24,95 bar
.
Der Differenzdruck beträgt:
Δp = p+ − p- = 0,25 bar = 250 mbar
Das Messsystem steht gleichzeitig unter ungefähr:
25 bar statischem Druck
.
Ein Differenzdruckmanometer muss deshalb immer für mindestens zwei unterschiedliche Belastungen ausgewählt werden:
- den tatsächlich zu messenden Differenzdruck,
- den maximal möglichen statischen beziehungsweise gemeinsamen Betriebsdruck.
Zusätzlich muss geklärt werden, welche:
- einseitige Überlast,
- beidseitige Überlast,
- wechselnde Differenzdrucküberlast,
- Druckspitzen
im Betrieb oder während Anfahren, Abschalten und Ventilbetätigung auftreten können.
Ein kleiner Messbereich bedeutet deshalb keinesfalls automatisch, dass das Gerät nur für kleine Prozessdrücke geeignet sein muss. Umgekehrt bedeutet ein hoher zulässiger statischer Druck nicht automatisch, dass jedes beliebige einseitige Überlastszenario zulässig ist.
Passende Geräte finden Sie bei ICS Schneider unter Druckmesstechnik sowie unter Differenzdruckmanometer.
Inhaltsverzeichnis
- Was misst ein Differenzdruckmanometer?
- Was bedeutet statischer Druck?
- Kleinen Differenzdruck bei hohem Betriebsdruck verstehen
- Welche Druckwerte müssen bei der Auswahl angegeben werden?
- Differenzdruckmessbereich und Überlastsicherheit unterscheiden
- Warum einseitige Überlast besonders kritisch ist
- Druckspitzen und schnelle Druckänderungen berücksichtigen
- Messprinzip passend zur Anwendung auswählen
- Differenzdruckmessbereich richtig dimensionieren
- Nullpunkt richtig bewerten
- Einfluss des statischen Drucks auf die Anzeige
- Warum ein Ventilblock sinnvoll ist
- Fehler bei der Ventilbetätigung vermeiden
- Impulsleitungen und Höhendifferenzen berücksichtigen
- Filterüberwachung mit Differenzdruck
- Pumpenüberwachung mit Differenzdruck
- Füllstandsmessung an geschlossenen Behältern
- Wann Schaltkontakte sinnvoll sind
- Wann ein elektrisches Ausgangssignal sinnvoll ist
- Empfohlener Auswahl- und Prüfablauf
- Typische Fehlerbilder
- Praxisbeispiel: Filter bei 25 bar Betriebsdruck
- Passende ICS-Produkte
- Fazit
- FAQ
Was misst ein Differenzdruckmanometer?
Ein Differenzdruckmanometer besitzt zwei Druckanschlüsse.
Typischerweise:
p+
für die Hochdruckseite und:
p-
für die Niederdruckseite.
Die angezeigte Messgröße ist
Δp = p+ − p-
Beispiel
p+ = 18,40 bar
p- = 18,15 bar
Damit ergibt sich
Δp = 0,25 bar = 250 mbar
Das Manometer muss also nicht
0 … 20 bar
anzeigen.
Für die eigentliche Messaufgabe kann beispielsweise:
0 … 400 mbar
ausreichend sein.
Mechanisch muss das Gerät trotzdem
den hohen Druck auf beiden Prozessanschlüssen sicher aufnehmen können.
Was bedeutet statischer Druck?
Bei einer Differenzdruckmessung wird häufig vom:
statischen Druck
oder:
Betriebsdruck
gesprochen.
Gemeint ist vereinfacht
der hohe gemeinsame Druck, auf dem die kleine Differenzdruckmessung stattfindet.
Als Näherung kann betrachtet werden
pstat ≈ (p+ + p-) / 2
Beispiel
p+ = 100,20 bar
p- = 100,00 bar
Dann beträgt
Δp = 0,20 bar
während der gemeinsame Druck ungefähr:
pstat = 100,10 bar
beträgt.
Das Verhältnis ist bemerkenswert
Der Differenzdruck macht hier nur etwa:
0,2 %
des gemeinsamen Druckniveaus aus.
Genau deshalb
sind Differenzdruckmessungen bei hohem statischem Druck technisch anspruchsvoll.
Kleinen Differenzdruck bei hohem Betriebsdruck verstehen
Eine typische Anwendung ist die Filterüberwachung.
Vor einem Filter
herrscht:
p1 = 30,18 bar
Hinter dem Filter
herrscht:
p2 = 30,03 bar
Gesucht wird nicht der Leitungsdruck
sondern der Druckverlust über dem Filter:
Δp = 150 mbar
Ein geeignetes Differenzdruckmanometer
könnte deshalb beispielsweise einen Messbereich von:
0 … 250 mbar
besitzen.
Aber
das Messsystem muss gleichzeitig mindestens für den auftretenden:
statischen Betriebsdruck ≥ 30 bar
ausgelegt sein.
Zusätzlich muss betrachtet werden
was passiert, wenn:
- eine Impulsleitung abgesperrt wird,
- eine Seite zuerst unter Druck gesetzt wird,
- ein Ventil abrupt schließt,
- der Filter vollständig blockiert,
- eine Seite drucklos wird.
Welche Druckwerte müssen bei der Auswahl angegeben werden?
Für eine zuverlässige Auslegung reichen Angaben wie:
Messbereich 0 … 250 mbar
nicht aus.
Mindestens bekannt sein sollten
- gewünschter Differenzdruckmessbereich,
- normaler statischer Betriebsdruck,
- maximal möglicher Betriebsdruck,
- maximal möglicher einseitiger Differenzdruck,
- mögliche Druckspitzen,
- Medium,
- Temperatur,
- Prozessanschluss,
- benötigte Werkstoffe.
Bei kritischen Anwendungen zusätzlich
- Druckänderungsgeschwindigkeit,
- Pulsationen,
- Vibrationen,
- Ex-Anforderungen,
- benötigte Schaltkontakte,
- elektrisches Ausgangssignal.
Eine sinnvolle Anfrage lautet deshalb beispielsweise
Δp 0 … 250 mbar / Betriebsdruck 35 bar / maximal 40 bar / Wasser / 80 °C
und nicht lediglich:
Manometer 250 mbar
Differenzdruckmessbereich und Überlastsicherheit unterscheiden
Der Differenzdruckmessbereich beschreibt den Bereich, in dem das Instrument messen und anzeigen soll.
Beispiel
0 … 160 mbar
Die Überlastsicherheit beschreibt dagegen
welche höhere Druckbeanspruchung das Messsystem ohne unzulässige Schädigung aufnehmen darf.
Diese Werte können sehr weit auseinanderliegen
Ein hochüberlastsicheres Differenzdruckmanometer kann beispielsweise:
0 … 60 mbar
anzeigen und gleichzeitig für einen wesentlich höheren Betriebs- und Überlastdruck konstruiert sein.
Deshalb gilt
Messbereich ≠ zulässiger statischer Druck ≠ Überlastgrenze
Alle drei Angaben
müssen getrennt geprüft werden.
Warum einseitige Überlast besonders kritisch ist
Im normalen Betrieb liegen beide Seiten eines Differenzdruckmanometers häufig nahezu auf demselben Druckniveau.
Beispielsweise
p+ = 40,15 bar
p- = 40,00 bar
Dann beträgt die Belastung durch den Differenzdruck nur
150 mbar
Kritisch wird die Situation
wenn eine Seite plötzlich drucklos wird.
Beispiel
p+ = 40 bar
p- = 0 bar
Dann entsteht
Δp = 40 bar
Das entspricht bei einem Messbereich von 0 … 250 mbar
dem:
160-fachen Skalenendwert
Eine solche Belastung kann beispielsweise entstehen durch
- falsche Ventilbetätigung,
- undichte oder blockierte Impulsleitung,
- einseitiges Druckbeaufschlagen beim Anfahren,
- einseitige Entlüftung,
- Wartungsarbeiten.
Deshalb ist besonders wichtig
Die Angabe „geeignet für 40 bar statischen Druck“ darf nicht ohne Prüfung mit „beliebig einseitig bis 40 bar überlastbar“ gleichgesetzt werden.
Die konkrete ein-, beid- und wechselseitige Überlastsicherheit muss aus den technischen Daten der jeweiligen Geräteausführung hervorgehen.
Druckspitzen und schnelle Druckänderungen berücksichtigen
Neben dem stationären Betriebsdruck können dynamische Druckereignisse auftreten.
Typische Ursachen
- schnelles Öffnen oder Schließen von Ventilen,
- Pumpenstart,
- Pumpenabschaltung,
- Druckstöße,
- Pulsationen,
- Umschalten von Prozesslinien.
Dadurch können kurzfristig
sehr hohe:
Δp-Spitzen
auftreten.
Diese müssen nicht lange dauern
um ein empfindliches Messelement mechanisch zu beanspruchen.
Bei WIKA Hochdruck-Differenzdruckmanometern
wie DPGT43HP oder DPGS43HP wird deshalb eine Messzellenflüssigkeitsdämpfung eingesetzt, um die Anzeige bei hohen Druckänderungsgeschwindigkeiten zu beruhigen.
Wichtig
Eine Dämpfung ersetzt nicht die notwendige:
mechanische Überlastfestigkeit
Messprinzip passend zur Anwendung auswählen
Differenzdruckmanometer können mit unterschiedlichen Messsystemen arbeiten.
Plattenfeder-Systeme
sind besonders für:
- kleine Differenzdrücke,
- hohe statische Drücke,
- Prozessanwendungen
interessant.
Bei hochüberlastsicheren Ausführungen
kann das Messelement konstruktiv so abgestützt werden, dass bei Überlast eine mechanische Begrenzung der Auslenkung erfolgt.
Magnetkolben-Systeme
wie beim WIKA 700.01 sind dagegen kompakt und eignen sich unter anderem für:
- Filterüberwachung,
- Pumpenüberwachung,
- Gas- und Luftversorgung,
- Rohrleitungssysteme.
Bei Flüssigkeiten
kann je nach Anwendung beispielsweise die Ausführung 700.02 mit Magnetkolben und Trennmembrane sinnvoll sein.
Die Auswahl sollte deshalb nicht ausschließlich nach
Messbereich
erfolgen.
Differenzdruckmessbereich richtig dimensionieren
Ein möglichst kleiner Messbereich verbessert grundsätzlich die Ablesbarkeit kleiner Druckdifferenzen.
Aber
der Messbereich muss auch den tatsächlich möglichen Betriebsbereich abdecken.
Beispiel
Normaler Filterzustand:
Δp = 40 … 100 mbar
Filterwechsel bei
Δp = 180 mbar
Maximal erwartbar
Δp = 220 mbar
Ein Bereich von
0 … 250 mbar
kann hier sinnvoller sein als:
0 … 100 mbar
Denn
der kleinere Bereich würde zwar im Normalbetrieb besser auflösen, wäre aber im tatsächlichen Prozess regelmäßig außerhalb des vorgesehenen Messbereichs.
Umgekehrt
wäre:
0 … 10 bar
für eine typische Differenz von 100 mbar wenig sinnvoll.
Grundregel
Der Messbereich sollte zur tatsächlichen Differenzdruckaufgabe passen – die statische Druckfestigkeit wird davon getrennt ausgewählt.
Nullpunkt richtig bewerten
Bei:
p+ = p-
gilt theoretisch:
Δp = 0
Das Instrument sollte dann
entsprechend seinen zulässigen Fehlergrenzen:
0
anzeigen.
In der Praxis muss jedoch unterschieden werden zwischen
Nullpunkt bei drucklosem Gerät
und:
Nullpunkt bei beidseitig anliegendem statischem Druck
Beispiel
Ein Manometer zeigt bei:
p+ = p- = 0 bar
exakt Null.
Im Prozess herrschen anschließend beidseitig
30 bar
Auch wenn die Druckdifferenz weiterhin null ist
kann der statische Druck abhängig vom verwendeten Messsystem einen Einfluss auf die Anzeige besitzen.
Deshalb
sollte bei Anwendungen mit besonders kleinen Differenzdrücken geprüft werden:
- welcher Einfluss des statischen Drucks angegeben ist,
- wie der Hersteller die Nullpunktkontrolle vorsieht,
- ob eine Nullpunktkorrektur vorgesehen ist,
- unter welchen Bedingungen diese durchgeführt werden darf.
Wichtig
Ein Nullpunktfehler sollte nicht einfach verstellt werden, bevor geklärt wurde, ob die Ursache tatsächlich im Gerät oder in der Messstelle liegt.
Einfluss des statischen Drucks auf die Anzeige
Bei sehr kleinen Differenzdruckmessbereichen kann der Einfluss des gemeinsamen Drucks relevant werden.
Das Datenblatt der WIKA Typen 732.31, 733.31, 732.51 und 733.51
weist beispielsweise einen eigenen Kennwert für:
Einfluss statischer Druck
aus.
Für kleine Anzeigespannen bis 0,25 bar
wird dort angegeben:
±0,3 % pro 1 bar statischem Druck
bezogen auf den jeweiligen Skalenendwert.
Für Anzeigespannen über 0,25 bar
wird angegeben:
±0,04 % pro 1 bar statischem Druck
Das zeigt einen wichtigen Zusammenhang
Je kleiner der zu messende Differenzdruck im Verhältnis zum gemeinsamen Druck ist, desto wichtiger wird dieser Einfluss in der Messunsicherheitsbetrachtung.
Deshalb reicht die Aussage
Gerät ist bis 40 bar statisch druckfest
für eine Genauigkeitsbewertung nicht aus.
Es muss zusätzlich gefragt werden
Wie verändert der statische Druck die Messabweichung?
Warum ein Ventilblock sinnvoll ist
Zwischen Prozess und Differenzdruckmanometer wird häufig ein Ventilblock eingesetzt.
Typische Funktionen sind
- Hochdruckseite absperren,
- Niederdruckseite absperren,
- beide Seiten miteinander verbinden beziehungsweise ausgleichen,
- je nach Ausführung entlüften oder prüfen.
Ein Ausgleichsventil ermöglicht
unter geeigneten Bedingungen:
p+ = p-
Damit kann
eine Nullpunktkontrolle der Messkette ermöglicht werden, ohne den gesamten Prozess drucklos zu machen.
Zusätzlich
kann ein Ventilblock die Demontage und Wartung des Messgeräts erleichtern.
Aber
Ein Ventilblock schützt nur dann vor Fehlbelastungen, wenn seine Schaltung und Bedienung zur konkreten Messstelle passen.
Fehler bei der Ventilbetätigung vermeiden
Bei einem kleinen Differenzdruckmessbereich und hohem Betriebsdruck kann eine falsche Ventilsequenz eine sehr hohe einseitige Belastung erzeugen.
Beispiel
Messbereich:
0 … 100 mbar
Betriebsdruck:
100 bar
Wird während Wartungsarbeiten eine Seite
drucklos gemacht, während auf der anderen Seite weiterhin:
100 bar
anliegen, entsteht kurzzeitig eine Differenzdruckbeanspruchung von:
100 bar
Das entspricht
1.000 × Skalenendwert
Deshalb
sollten Anfahr-, Abschalt-, Nullprüf- und Entlüftungsabläufe entsprechend:
- Geräteanleitung,
- Ventilblockausführung,
- Anlagendokumentation
festgelegt werden.
Insbesondere sollte nicht pauschal angenommen werden
dass das Entlüften einer einzelnen Seite unter vollem Betriebsdruck für jedes Differenzdruckmessgerät zulässig ist.
Impulsleitungen und Höhendifferenzen berücksichtigen
Ein falscher Nullpunkt muss nicht vom Manometer selbst verursacht werden.
Bei flüssigen Messstoffen
können unterschiedliche Flüssigkeitssäulen in den beiden Impulsleitungen einen hydrostatischen Differenzdruck erzeugen.
Vereinfacht gilt
Δph = ρ × g × Δh
Mit
ρ= Dichte des Mediums,g= Erdbeschleunigung,Δh= Höhendifferenz.
Bei Wasser
entspricht bereits eine Höhendifferenz von ungefähr:
1 m
einem hydrostatischen Druck von ungefähr:
98 mbar
Bei einem Messbereich von
0 … 160 mbar
wäre dieser Einfluss erheblich.
Deshalb müssen unter anderem
- Verlauf der Impulsleitungen,
- Füllzustand,
- Lufteinschlüsse,
- Kondensat,
- Höhendifferenzen
berücksichtigt werden.
Wichtig
Vor einer Nullpunktkorrektur sollte deshalb immer geprüft werden, ob die Messstelle selbst einen realen hydrostatischen Differenzdruck erzeugt.
Filterüberwachung mit Differenzdruck
Eine der häufigsten Anwendungen ist die Zustandsüberwachung von Filtern.
Gemessen wird
ΔpFilter = pvor Filter − pnach Filter
Mit zunehmender Verschmutzung
steigt normalerweise der Druckverlust.
Beispiel
Neuer Filter:
50 mbar
Normalbetrieb
50 … 150 mbar
Wartungsgrenze
200 mbar
Der Leitungsdruck kann gleichzeitig
30 bar
betragen.
Das Instrument muss deshalb
einerseits den kleinen Bereich:
0 … 250 mbar
gut auflösen und andererseits den hohen statischen Prozessdruck aufnehmen können.
Pumpenüberwachung mit Differenzdruck
Auch Pumpen können über eine Druckdifferenz überwacht werden.
Beispielsweise
Δp = pDruckseite − pSaugseite
Daraus können Hinweise entstehen auf
- Pumpenbetrieb,
- Förderzustand,
- ungewöhnliche Betriebszustände.
Hier kann die Differenz jedoch
wesentlich größer sein als bei einer Filterüberwachung.
Deshalb
sollte der Messbereich entsprechend der tatsächlichen Pumpenkennwerte gewählt werden und nicht automatisch ein besonders kleiner Differenzdruckbereich verwendet werden.
Füllstandsmessung an geschlossenen Behältern
Differenzdruck kann außerdem für die Füllstandsmessung in geschlossenen Behältern eingesetzt werden.
Prinzip
Auf der Unterseite des Behälters wirkt:
Gasdruck + hydrostatischer Druck
Auf der Oberseite
wirkt im Wesentlichen:
Gasdruck
Die Differenz ist damit
vereinfacht:
Δp = ρ × g × h
Der Gasdruck kann beispielsweise
20 bar
betragen, während der hydrostatische Messbereich nur:
0 … 500 mbar
umfasst.
Auch hier ist deshalb
die Kombination aus:
kleinem Δp + hohem statischem Druck
entscheidend.
Wann Schaltkontakte sinnvoll sind
Bei einer Filter- oder Pumpenüberwachung soll häufig nicht nur lokal angezeigt werden.
Zusätzlich kann benötigt werden
Grenzwert erreicht → Schaltsignal
Beispiel
Δp ≥ 200 mbar → Filterwechselmeldung
Dafür bietet ICS beispielsweise
die:
WIKA Typen DPGS43HP.100 und DPGS43HP.160
ICS nennt
- Differenzdruckmessbereiche ab 0 … 60 mbar,
- hohen statischen Betriebsdruck,
- hohe Überlastsicherheit bis 40, 100, 250 oder 400 bar,
- Induktivkontakte für explosionsgefährdete Bereiche,
- Schaltkontakte für SPS-Anwendungen.
Damit können
lokale Anzeige und Schaltfunktion in einem Gerät kombiniert werden.
Wann ein elektrisches Ausgangssignal sinnvoll ist
Für eine kontinuierliche Übertragung an:
- SPS,
- Leitsystem,
- Datenlogger,
- Fernüberwachung
ist ein analoges Ausgangssignal sinnvoll.
Eine entsprechende Lösung ist das
ICS nennt als Ausgangssignale unter anderem
4 … 20 mA
0 … 20 mA
und:
0 … 10 V
Damit stehen gleichzeitig
eine:
mechanische Vor-Ort-Anzeige
und:
elektrische Prozesswertübertragung
zur Verfügung.
Empfohlener Auswahl- und Prüfablauf
- Messaufgabe definieren: Filter, Pumpe, Behälter, Durchfluss oder andere Differenzdruckanwendung festlegen.
- Normalen Differenzdruck bestimmen: Typischen Betriebsbereich ermitteln.
- Maximalen Differenzdruck bestimmen: Verschmutzung, Blockade und andere Prozesszustände berücksichtigen.
- Messbereich auswählen: Ausreichende Auflösung und Reserve kombinieren.
- Normalen statischen Druck bestimmen: Gemeinsames Prozessdruckniveau erfassen.
- Maximalen Betriebsdruck bestimmen: Einschließlich möglicher Anlagenzustände.
- Einseitige Überlast analysieren: Prüfen, ob eine Seite bei vollem Betriebsdruck drucklos werden kann.
- Druckspitzen berücksichtigen: Ventile, Pumpen und schnelle Schaltvorgänge analysieren.
- Messprinzip auswählen: Plattenfeder, Magnetkolben oder andere geeignete Bauform bestimmen.
- Medium prüfen: Gas oder Flüssigkeit, Korrosivität, Viskosität und Kristallisation berücksichtigen.
- Werkstoffe festlegen: Messstoffberührte Teile zur Anwendung passend auswählen.
- Temperatur prüfen: Prozess- und Umgebungstemperatur berücksichtigen.
- Statischen Druckeinfluss bewerten: Besonders bei kleinen Differenzdruckmessbereichen.
- Ventilblock planen: Absperrung, Druckausgleich und gegebenenfalls Prüfmöglichkeiten vorsehen.
- Impulsleitungen planen: Höhen, Kondensat und mögliche Lufteinschlüsse berücksichtigen.
- Montagelage festlegen: Herstellerangaben beachten.
- Nullpunkt vor Inbetriebnahme prüfen: Gerät im definierten Zustand kontrollieren.
- Anfahren gemäß Messstellenkonzept: Unzulässige einseitige Überlast vermeiden.
- Nullpunkt unter Betriebsbedingungen plausibilisieren: Falls technisch vorgesehen.
- Messwert mit Prozesszustand vergleichen: Plausibilität überprüfen.
- Schaltkontakte beziehungsweise Ausgangssignal prüfen: Falls vorhanden.
- Überlastfälle dokumentieren: Zulässige Prozesszustände und Ventilbedienung festlegen.
- Wiederkehrende Prüfung planen: Nullpunkt, Funktion und gegebenenfalls Kalibrierung in den Wartungsplan aufnehmen.
Typische Fehler bei Differenzdruckmanometern unter hohem statischem Druck
| Beobachtung | Mögliche Ursache | Sinnvolle Prüfung |
|---|---|---|
| Manometer wurde trotz kleinem Δp beschädigt | Statischer Druck oder einseitige Überlast zu hoch | Betriebsdruck und Überlastsicherheit prüfen |
| Zeiger bleibt nach Wartung außerhalb Null | Einseitige Überlast während Ventilbetätigung | Ventilsequenz und Nullpunkt kontrollieren |
| Nullpunkt stimmt drucklos, aber nicht im Betrieb | Einfluss des statischen Drucks oder Messstellenfehler | Herstellerangabe und Impulsleitungen prüfen |
| Anzeige springt beim Ventilöffnen | Schnelle Druckänderung oder Druckstoß | Anfahrvorgang und Dämpfung prüfen |
| Filterdifferenz erscheint ungewöhnlich hoch | Impulsleitung blockiert oder Ventil nicht vollständig geöffnet | Messleitungen und Ventilblock prüfen |
| Filterdifferenz erscheint zu niedrig | Ausgleichsventil nicht vollständig geschlossen | Ventilblock prüfen |
| Konstanter Nullpunktversatz bei Flüssigkeit | Unterschiedliche Flüssigkeitssäulen | Höhendifferenz und Impulsleitungen prüfen |
| Anzeige driftet nach Entlüftung | Lufteinschluss beziehungsweise ungleich gefüllte Leitungen | Messleitungen fachgerecht prüfen |
| Zeiger schlägt regelmäßig an den Endanschlag | Messbereich zu klein oder Prozessspitzen | Δp-Maximum und Überlastfall analysieren |
| Anzeige ist stabil, aber systematisch verschoben | Statischer Druckeinfluss | Datenblattangabe in Genauigkeitsbewertung einbeziehen |
| Schaltkontakt löst zu früh oder zu spät aus | Nullpunkt, Schaltpunkt oder Messbereich ungeeignet | Mechanischen Messwert und Kontakt separat prüfen |
Praxisbeispiel: Filter bei 25 bar Betriebsdruck überwachen
In einer Prozessleitung soll der Verschmutzungszustand eines Filters überwacht werden.
Prozessdaten
Betriebsdruck:
25 bar
Differenzdruck bei sauberem Filter
40 mbar
Normaler Betriebsbereich
40 … 150 mbar
Filterwechselgrenze
200 mbar
Maximal erwartbarer Differenzdruck
230 mbar
Schritt 1: Messbereich
Ein Bereich von:
0 … 250 mbar
bietet eine deutlich bessere Ablesbarkeit als beispielsweise:
0 … 10 bar
Schritt 2: statischer Druck
Das Differenzdruckmanometer muss gleichzeitig für mindestens:
25 bar Betriebsdruck
geeignet sein.
Schritt 3: maximaler Prozessdruck
Der tatsächliche maximale Leitungsdruck wird geprüft.
Angenommen:
pmax = 32 bar
Dann
muss die gewählte Druckstufe ausreichend darüber liegen.
Schritt 4: Überlastfall
Es wird betrachtet, was passiert, wenn eine Impulsleitung während Wartungsarbeiten drucklos wird.
Dann könnte theoretisch
nahezu der volle Betriebsdruck einseitig am Differenzdruckmesssystem anliegen.
Deshalb
wird ein Gerät gewählt, dessen dokumentierte Überlastsicherheit zur tatsächlichen Messstelle passt.
Schritt 5: Nullpunkt
Bei ausgeglichenem Druck:
p+ = p-
wird der Nullpunkt entsprechend der Geräte- und Anlagenanweisung geprüft.
Schritt 6: Wartungsgrenze
Wenn lediglich eine lokale Anzeige benötigt wird, genügt ein geeignetes mechanisches Differenzdruckmanometer.
Soll automatisch gemeldet werden
Δp ≥ 200 mbar
kann beispielsweise eine Version mit Schaltkontakten sinnvoll sein.
Soll der komplette Filtertrend aufgezeichnet werden
ist ein Differenzdruckmanometer mit elektrischem Ausgangssignal besonders geeignet.
Ergebnis
Die richtige Geräteauswahl ergibt sich nicht allein aus „0 … 250 mbar“, sondern aus der Kombination von Differenzdruckmessbereich, 25-bar-Betriebsdruck, maximalem Prozessdruck, Überlastszenario, Medium und gewünschter Signalfunktion.
Passende ICS-Produkte für Differenzdruck bei hohem statischem Druck
WIKA Typen 732.31, 733.31, 732.51 und 733.51
Für kleine Differenzdrücke bei vergleichsweise hohem Prozessdruck führt ICS die:
WIKA Typen 732.31, 733.31, 732.51 und 733.51
ICS nennt unter anderem
- Differenzdruckmessbereiche von 0 … 16 mbar bis 0 … 40 bar,
- hohen Betriebsdruck beziehungsweise statischen Druck bis 40 bar,
- Überlastsicherheit bis 40 bar,
- vollverschweißten Messstoffraum,
- bei den Typen 732.31 und 733.31 Sicherheitsstufe S3 nach EN 837.
Typische Anwendungen
sind:
- Pumpenüberwachung,
- Filterüberwachung,
- Prozessindustrie.
Besonders interessant
ist die Kombination aus:
kleinem Δp-Messbereich + hohem statischem Betriebsdruck
Bei hohen Genauigkeitsanforderungen
sollte zusätzlich der im Datenblatt angegebene Einfluss des statischen Drucks berücksichtigt werden.
WIKA DPGT43HP – Differenzdruckmanometer mit Ausgangssignal
Für Anwendungen mit hohem Betriebsdruck und zusätzlicher elektrischer Signalübertragung führt ICS das:
ICS nennt
- Differenzdruckmessbereiche ab 0 … 60 mbar,
- Betriebsdruck beziehungsweise statischen Druck wahlweise bis 40, 100, 250 oder 400 bar,
- entsprechend hohe Überlastsicherheit,
- Messzellenflüssigkeitsdämpfung bei hohen Druckänderungsgeschwindigkeiten,
- Ausgangssignale für Prozesswertübertragung.
Das Gerät eignet sich besonders
wenn benötigt werden:
Vor-Ort-Anzeige + elektrische Fernübertragung
WIKA DPGS43HP – Differenzdruckmanometer mit Schaltkontakten
Für Grenzwertüberwachung führt ICS die:
WIKA Typen DPGS43HP.100 und DPGS43HP.160
ICS nennt
- Differenzdruckmessbereiche ab 0 … 60 mbar,
- hohen statischen Druck und Überlastsicherheit bis 40, 100, 250 oder 400 bar,
- Messzellenflüssigkeitsdämpfung,
- Induktivkontakte,
- Schaltkontakte für SPS-Anwendungen.
Typische Aufgabe
Filterdruckverlust anzeigen + Grenzwert schalten
WIKA Typen 732.14 und 762.14
Für besonders hohe Betriebsdrücke führt ICS außerdem die:
ICS nennt
- Anzeigebereiche bis 0 … 40 bar,
- hohen statischen Druck und Überlastsicherheit wahlweise 40, 100, 250, 400 oder 650 bar,
- Übertragungsflüssigkeit zur Dämpfung bei hohen Druckänderungsgeschwindigkeiten,
- CrNi-Stahl-Ausführung beziehungsweise Sonderwerkstoffe.
Damit ist diese Baureihe besonders interessant
wenn das gemeinsame Druckniveau deutlich oberhalb der klassischen 40-bar-Anwendungen liegt.
WIKA Typen 700.01 und 700.02
Für kompakte Überwachungsaufgaben stehen bei ICS außerdem die:
ICS nennt
- Typ 700.01: Messbereiche von 0 … 400 mbar bis 0 … 10 bar,
- Typ 700.02: Messbereiche von 0 … 160 mbar bis 0 … 2,5 bar,
- statische Drücke beim Typ 700.01 wahlweise bis 100, 250 oder 400 bar,
- Typ 700.02 bis maximal 100 bar,
- hohe ein-, beid- und wechselseitige Überlastbarkeit entsprechend der jeweiligen Ausführung,
- optionale Reed-Kontakte.
Typische Anwendungen laut ICS
- Filteranlagen,
- Pumpenüberwachung,
- Kühlkreisläufe,
- Rohrleitungssysteme.
Welche Lösung passt?
| Anwendung | Passende ICS-Lösung |
|---|---|
| Sehr kleiner Differenzdruck ab 16 mbar bei statischem Druck bis 40 bar | WIKA 732.31 / 733.31 / 732.51 / 733.51 |
| Kleiner Differenzdruck bei hohem statischem Druck bis 400 bar und elektrischem Ausgang | WIKA DPGT43HP |
| Kleiner Differenzdruck bei hohem statischem Druck mit Grenzwertkontakten | WIKA DPGS43HP |
| Prozessanwendung mit statischem Druck bis 650 bar | WIKA 732.14 / 762.14 |
| Kompakte Filter- oder Pumpenüberwachung bei hohem Betriebsdruck | WIKA 700.01 / 700.02 entsprechend Medium und Druckstufe |
Weitere Geräte finden Sie unter Differenzdruckmanometer bei ICS Schneider.
Fazit
Bei einer Differenzdruckmessung unter hohem Betriebsdruck müssen zwei vollkommen unterschiedliche Druckgrößen gleichzeitig beherrscht werden:
kleiner Differenzdruck + hoher statischer Druck
Der Messbereich beschreibt nur die eigentliche Differenz
Beispielsweise:
0 … 250 mbar
Das Messsystem kann gleichzeitig einem Betriebsdruck von
25 bar, 100 bar oder mehr
ausgesetzt sein.
Überlastsicherheit ist eine separate Geräteeigenschaft
Besonders kritisch sind einseitige Belastungen beim:
- Anfahren,
- Abschalten,
- Entlüften,
- Absperren,
- Warten.
Auch der Nullpunkt muss richtig interpretiert werden
Ein Nullpunkt bei:
0 bar / 0 bar
ist nicht automatisch vollständig identisch mit dem Verhalten bei:
40 bar / 40 bar
Der statische Druck kann die Messgenauigkeit beeinflussen
und sollte besonders bei sehr kleinen Differenzdruckmessbereichen berücksichtigt werden.
Ein Ventilblock unterstützt Betrieb und Prüfung
aber eine falsche Ventilbedienung kann gerade bei kleinen Messbereichen eine extreme einseitige Überlast verursachen.
Für die Praxis gilt deshalb
Messaufgabe definieren → normalen und maximalen Differenzdruck bestimmen → statischen Betriebsdruck erfassen → maximalen Prozessdruck prüfen → einseitige Überlastfälle analysieren → Druckspitzen berücksichtigen → geeignetes Messprinzip auswählen → Messbereich dimensionieren → Werkstoffe und Medium prüfen → Einfluss des statischen Drucks bewerten → Ventilblock und Impulsleitungen planen → Nullpunkt korrekt prüfen → Anfahr- und Wartungsabläufe definieren → Messwert unter Betriebsbedingungen plausibilisieren → wiederkehrende Prüfung einplanen.
FAQ: Differenzdruckmanometer bei hohem statischem Druck
Was misst ein Differenzdruckmanometer?
Es misst die Differenz zwischen zwei Prozessdrücken nach Δp = p+ − p-.
Was ist der statische Druck bei einer Differenzdruckmessung?
Damit wird der gemeinsame Betriebsdruck bezeichnet, auf dessen Druckniveau die wesentlich kleinere Differenzdruckmessung stattfindet.
Kann ich 100 mbar Differenzdruck bei 40 bar Leitungsdruck messen?
Ja, wenn das verwendete Differenzdruckmessgerät sowohl für den erforderlichen kleinen Messbereich als auch für mindestens den auftretenden statischen Druck und die möglichen Überlastfälle ausgelegt ist.
Was ist wichtiger: Messbereich oder statischer Druck?
Beides. Der Messbereich bestimmt die eigentliche Differenzdruckmessung, während die zulässige statische Druckstufe bestimmt, welchem gemeinsamen Prozessdruck das Messsystem ausgesetzt werden darf.
Ist der statische Druck dasselbe wie der Differenzdruck?
Nein. Bei 30,2 bar auf der Hochdruckseite und 30,0 bar auf der Niederdruckseite beträgt der Differenzdruck lediglich 0,2 bar, obwohl das Gerät unter ungefähr 30 bar statischem Druck arbeitet.
Was bedeutet einseitige Überlast?
Eine Seite des Differenzdruckmesssystems wird mit einem hohen Druck beaufschlagt, während auf der anderen Seite ein deutlich niedrigerer Druck herrscht.
Warum kann einseitige Überlast gefährlich sein?
Weil dadurch eine Differenz entstehen kann, die um ein Vielfaches größer als der eigentliche Messbereich des Instruments ist.
Ist ein Gerät mit 100 bar statischem Druck automatisch einseitig bis 100 bar überlastbar?
Nicht automatisch. Die zulässige ein-, beid- und wechselseitige Überlast muss für die konkrete Geräteausführung geprüft werden.
Was bedeutet hochüberlastsicher?
Das Messsystem ist konstruktiv dafür ausgelegt, deutlich höhere Druckdifferenzen als den normalen Messbereich ohne unzulässige Schädigung aufzunehmen. Die konkrete Grenze ergibt sich aus den technischen Daten.
Wie entsteht eine einseitige Überlast während Wartungsarbeiten?
Zum Beispiel wenn eine Impulsleitung drucklos gemacht wird, während die andere weiterhin unter vollem Prozessdruck steht.
Kann ein falsches Öffnen von Ventilen ein Differenzdruckmanometer beschädigen?
Ja. Bei hohem statischem Druck kann eine ungünstige Ventilsequenz kurzzeitig nahezu den gesamten Prozessdruck als Differenzdruck über dem Messsystem erzeugen.
Was ist ein Ventilblock?
Ein Ventilblock verbindet das Differenzdruckmessgerät mit dem Prozess und ermöglicht je nach Ausführung das Absperren, Ausgleichen und gegebenenfalls Prüfen beziehungsweise Entlüften der Messstelle.
Wozu dient das Ausgleichsventil?
Es kann die Hoch- und Niederdruckseite miteinander verbinden, sodass beide Seiten unter geeigneten Bedingungen denselben Druck erhalten.
Kann der Nullpunkt bei laufendem Prozess geprüft werden?
Je nach Messstellen- und Ventilblockkonzept kann ein Druckausgleich zur Nullpunktkontrolle möglich sein. Das genaue Vorgehen muss den Geräte- und Anlagenanweisungen entsprechen.
Warum zeigt ein Differenzdruckmanometer trotz gleicher Prozessdrücke nicht exakt Null?
Mögliche Ursachen sind unter anderem statischer Druckeinfluss, mechanischer Nullpunktversatz, unterschiedliche Flüssigkeitssäulen, blockierte Impulsleitungen oder Lufteinschlüsse.
Kann der statische Druck die Genauigkeit beeinflussen?
Ja. Insbesondere bei kleinen Differenzdruckmessbereichen kann der statische Druck einen relevanten Einfluss auf die Messabweichung haben. Dieser Wert sollte dem jeweiligen Datenblatt entnommen werden.
Sollte ich einen Nullpunktfehler einfach korrigieren?
Nicht bevor ausgeschlossen wurde, dass die Ursache in Impulsleitungen, Ventilstellung, Flüssigkeitssäulen oder anderen Einbaubedingungen liegt.
Warum beeinflussen Höhendifferenzen in Impulsleitungen die Messung?
Flüssigkeitssäulen erzeugen hydrostatische Drücke. Unterschiedliche Höhen auf beiden Seiten erzeugen daher einen zusätzlichen Differenzdruck.
Wie groß ist der hydrostatische Druck von einem Meter Wassersäule?
Ungefähr 98 mbar. Bei kleinen Differenzdruckmessbereichen kann deshalb bereits eine relativ geringe Höhendifferenz erheblich sein.
Welcher Messbereich ist für eine Filterüberwachung sinnvoll?
Der Bereich sollte den normalen Filterdruckverlust und den maximal zulässigen Verschmutzungszustand mit ausreichender Reserve abdecken.
Warum sollte ich nicht einfach einen sehr großen Messbereich wählen?
Ein unnötig großer Messbereich verschlechtert die Ablesbarkeit kleiner Differenzdruckänderungen.
Kann ein Differenzdruckmanometer zur Pumpenüberwachung eingesetzt werden?
Ja. Der Differenzdruck zwischen Saug- und Druckseite kann zur Überwachung bestimmter Pumpenzustände verwendet werden.
Kann Differenzdruck zur Füllstandmessung verwendet werden?
Ja. In geschlossenen Behältern kann der Gasdruck auf der Niederdruckseite kompensiert werden, sodass der hydrostatische Druck der Flüssigkeit als Differenzdruck erfasst wird.
Was ist die WIKA Baureihe 732.31 / 733.31 / 732.51 / 733.51?
Es handelt sich um bei ICS gelistete Differenzdruckmanometer für die Prozessindustrie mit Messbereichen ab 0 … 16 mbar und statischem Betriebsdruck bis 40 bar.
Für welche Anwendungen eignen sich diese Geräte?
Unter anderem für Pumpenüberwachung, Filterüberwachung und andere Prozessanwendungen mit kleinen Differenzdrücken.
Was ist das WIKA DPGT43HP?
Das DPGT43HP ist ein hochüberlastsicheres Differenzdruckmanometer mit elektrischem Ausgangssignal und analoger Vor-Ort-Anzeige.
Welche statischen Drücke unterstützt das DPGT43HP?
ICS nennt je nach Ausführung Druckstufen bis 40, 100, 250 oder 400 bar.
Ab welchem Differenzdruckmessbereich ist das DPGT43HP erhältlich?
ICS nennt Differenzdruckmessbereiche ab 0 … 60 mbar.
Was ist das WIKA DPGS43HP?
Das DPGS43HP ist ein hochüberlastsicheres Differenzdruckmanometer mit Schaltkontakten.
Wann ist das DPGS43HP sinnvoll?
Wenn zusätzlich zur lokalen Anzeige ein definierter Differenzdruckgrenzwert überwacht und elektrisch weitergegeben werden soll.
Was sind die WIKA Typen 732.14 und 762.14?
Es handelt sich um Differenzdruckmanometer für die Prozessindustrie mit hohen statischen Druckstufen bis 650 bar.
Was sind die WIKA Typen 700.01 und 700.02?
Es handelt sich um kompakte Differenzdruckmanometer mit Magnetkolben beziehungsweise Magnetkolben und Trennmembrane für Anwendungen wie Filter-, Pumpen- und Rohrleitungsüberwachung.
Kann der WIKA 700.01 bei hohem statischem Druck eingesetzt werden?
Ja. ICS nennt für den Typ 700.01 statische Druckstufen von 100, 250 oder 400 bar.
Welche Variante eignet sich eher für Flüssigkeiten?
ICS beschreibt den WIKA 700.02 mit Trennmembrane ausdrücklich für flüssige Messstoffe, unter anderem in der Wasseraufbereitung und -versorgung.
Was muss ich bei der Bestellung eines Differenzdruckmanometers angeben?
Mindestens Differenzdruckmessbereich, normalen und maximalen statischen Druck, mögliche Überlast, Medium, Temperatur, Prozessanschluss und gewünschte Werkstoffe.
Wo finde ich die WIKA Typen 732.31, 733.31, 732.51 und 733.51 bei ICS Schneider?
Weitere Informationen finden Sie unter WIKA Differenzdruckmanometer 732.31 / 733.31 / 732.51 / 733.51 bei ICS Schneider.
Wo finde ich das WIKA DPGT43HP bei ICS Schneider?
Weitere Informationen finden Sie unter WIKA DPGT43HP bei ICS Schneider.
Wo finde ich das WIKA DPGS43HP bei ICS Schneider?
Weitere Informationen finden Sie unter WIKA DPGS43HP bei ICS Schneider.
Wo finde ich die WIKA Typen 732.14 und 762.14 bei ICS Schneider?
Weitere Informationen finden Sie unter WIKA 732.14 / 762.14 bei ICS Schneider.
Wo finde ich die WIKA Typen 700.01 und 700.02 bei ICS Schneider?
Weitere Informationen finden Sie unter WIKA 700.01 / 700.02 bei ICS Schneider.
Wo finde ich weitere Differenzdruckmanometer bei ICS Schneider?
Eine Übersicht finden Sie unter Differenzdruckmanometer bei ICS Schneider.
