VDE 0100 Prüfung schneller durchführen: Auto-Sequenz, Speicher und Dokumentation richtig nutzen

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Die Prüfung elektrischer Anlagen nach VDE 0100 ist ein wichtiger Bestandteil der Erstprüfung, Wiederholungsprüfung und Inbetriebnahme elektrischer Installationen. In der Praxis ist jedoch nicht nur die Messung selbst zeitaufwendig. Häufig entsteht der größte Zeitverlust durch wiederholte Prüfschritte, manuelle Notizen, unklare Messreihenfolgen und eine aufwendige spätere Dokumentation.

Gerade bei größeren Gebäuden, Industrieanlagen, Unterverteilungen oder vielen gleichartigen Stromkreisen können einzelne Messungen schnell unübersichtlich werden. Werden Messwerte manuell notiert, Prüfpunkte nicht sauber zugeordnet oder Messungen mehrfach wiederholt, verlängert sich die Anlagenprüfung erheblich.

Moderne Installationstester mit Auto-Sequenz, internem Speicher, USB-Schnittstelle, Wi-Fi oder App-Anbindung können Prüfabläufe deutlich strukturieren. Dieser Beitrag erklärt, warum VDE-0100-Prüfungen oft zu lange dauern, wie Auto-Sequenzen helfen können und worauf bei Speicherung, Dokumentation und Geräteauswahl geachtet werden sollte.

Eine Übersicht geeigneter Prüfgeräte finden Sie in unserer Kategorie
Installationstester / Anlagenprüfung VDE 0100.

Warum dauert eine VDE 0100 Prüfung oft so lange?

Eine VDE-0100-Prüfung besteht nicht aus einer einzelnen Messung. Je nach Anlage, Netzform, Schutzmaßnahme und Prüfumfang müssen mehrere Messungen durchgeführt, bewertet und dokumentiert werden. Wenn diese Schritte nicht strukturiert ablaufen, entsteht schnell unnötiger Zeitaufwand.

In vielen Fällen liegt das Problem nicht am eigentlichen Messvorgang, sondern am Ablauf drumherum. Der Prüfer muss zwischen Messfunktionen wechseln, Messpunkte zuordnen, Grenzwerte bewerten, Ergebnisse notieren und später ein Prüfprotokoll erstellen. Bei vielen Stromkreisen wiederholen sich diese Schritte immer wieder.

  • Wiederholte Prüfschritte: Jeder Stromkreis muss nach vergleichbarem Schema geprüft werden.
  • Manuelle Notizen: Messwerte werden handschriftlich erfasst und später übertragen.
  • Falsche Messreihenfolge: Prüfschritte werden vergessen oder müssen wiederholt werden.
  • Unklare Zuordnung: Messwerte lassen sich später nicht eindeutig Stromkreis, Raum oder Verteiler zuordnen.
  • Grenzwerte werden manuell bewertet: Das kostet Zeit und erhöht das Risiko von Übertragungsfehlern.
  • Dokumentation erfolgt erst nachträglich: Je länger der Abstand zur Messung, desto schwieriger wird die Zuordnung.

Ein strukturierter Prüfablauf und ein Installationstester mit Speicher- und Auto-Sequenz-Funktionen können diese Zeitverluste deutlich reduzieren.

Typische Prüfschritte bei der Anlagenprüfung

Welche Messungen erforderlich sind, hängt von der Anlage, der Schutzmaßnahme und dem Prüfauftrag ab. In der Praxis treten jedoch bestimmte Prüfschritte besonders häufig auf. Dazu gehören unter anderem Schutzleiterwiderstand, Isolationswiderstand, Schleifenimpedanz, Netzimpedanz, RCD-Prüfung, Erdungswiderstand, Drehfeldrichtung und Spannungsfall.

Prüfschritt Typische Bedeutung Zeitfaktor in der Praxis
Niederohmmessung / Schutzleiterprüfung Prüfung der Schutzleiterverbindung mit Prüfstrom. Viele Messpunkte, Leitungswechsel und Zuordnung erforderlich.
Isolationsmessung Riso Bewertung der Isolation zwischen aktiven Leitern und Schutzleiter. Messspannung, Leiterkombinationen und angeschlossene Verbraucher beachten.
RCD-Prüfung Prüfung von Fehlerstrom-Schutzeinrichtungen. Mehrere RCD-Typen, Auslöseströme und Prüfbedingungen möglich.
Ra / Erdungswiderstand Bewertung des Erdungswiderstands oder der Gesamtbedingungen je nach Messverfahren. Messverfahren und Netzform müssen zum Prüfpunkt passen.
Schleifenimpedanz / Netzimpedanz Bewertung von Abschaltbedingungen und Kurzschlussstrom. Viele Stromkreise und Messpunkte können die Prüfung verlängern.
Drehfeld Prüfung der Phasenfolge bei Drehstromanschlüssen. Wichtig bei Maschinen, Motoren, Pumpen und Drehstromverteilungen.
Spannungsfall Bewertung des Spannungsfalls auf Leitungen. Hilfreich bei längeren Leitungswegen und Laststromkreisen.

Wenn diese Messungen ohne klare Reihenfolge durchgeführt werden, entstehen schnell Wiederholungen. Deshalb ist ein Prüfgerät hilfreich, das wiederkehrende Prüfschritte in einer sinnvollen Reihenfolge zusammenfasst.

Was leistet eine Auto-Sequenz beim Installationstester?

Eine Auto-Sequenz führt mehrere Messungen in einer vorgegebenen Reihenfolge durch. Der Anwender muss nicht nach jedem Schritt manuell die nächste Messfunktion auswählen. Dadurch wird der Prüfablauf schneller, gleichmäßiger und weniger fehleranfällig.

Besonders praktisch ist dies bei wiederkehrenden Prüfungen an Steckdosen, Stromkreisen oder Unterverteilungen. Wenn zum Beispiel Erdungsprüfung, RCD-Prüfung und Isolationsprüfung nacheinander durchgeführt werden müssen, kann eine Auto-Sequenz den Ablauf deutlich vereinfachen.

Ohne Auto-Sequenz Mit Auto-Sequenz Vorteil
Messfunktion wird einzeln ausgewählt. Mehrere Prüfschritte laufen nacheinander ab. Weniger Bedienaufwand.
Prüfer muss Reihenfolge selbst im Blick behalten. Gerät führt durch den Ablauf. Geringeres Risiko vergessener Messungen.
Messwerte werden manuell notiert. Messwerte können gespeichert werden. Schnellere Dokumentation.
Grenzwerte werden nachträglich bewertet. Geräte können OK-/NO-Bewertungen unterstützen. Schnellere Einschätzung vor Ort.
Wiederholte Stromkreise kosten viel Zeit. Gleiche Sequenz kann mehrfach genutzt werden. Effizient bei vielen ähnlichen Prüfpunkten.

Installationstester wie der
EASYTEST,
der
COMBI519
oder der
COMBI521
sind besonders interessant, wenn wiederkehrende Prüfschritte durch Auto-Sequenzen effizienter abgearbeitet werden sollen.

Messwerte speichern statt manuell notieren

Ein großer Zeitfresser bei Anlagenprüfungen ist die manuelle Erfassung der Messwerte. Werden Ergebnisse auf Papier notiert, müssen sie später erneut übertragen werden. Dabei können Zahlendreher, fehlende Zuordnungen oder unvollständige Protokolle entstehen.

Ein Installationstester mit internem Speicher kann Messwerte direkt im Gerät sichern. Je nach Gerät lassen sich Ergebnisse Stromkreisen, Messstellen, Verteilern oder Prüfobjekten zuordnen. Dadurch wird die spätere Dokumentation einfacher und die Nachvollziehbarkeit verbessert.

Problem bei manueller Erfassung Vorteil interner Speicherung Praktischer Nutzen
Messwerte müssen handschriftlich notiert werden. Messwerte werden direkt im Gerät gespeichert. Weniger Übertragungsfehler.
Prüfpunkte werden unklar bezeichnet. Messungen können strukturiert abgelegt werden. Bessere Zuordnung zu Stromkreis und Verteiler.
Dokumentation erfolgt zeitversetzt. Messdaten sind sofort verfügbar. Schnellere Protokollerstellung.
Wiederholmessungen sind schwer nachvollziehbar. Gespeicherte Messwerte bleiben dokumentiert. Bessere Vergleichbarkeit.
Nacharbeiten im Büro dauern lange. Daten können per USB oder Wi-Fi übertragen werden. Weniger Nacharbeit nach der Prüfung.

Geräte wie der
EASYTEST,
der
COMBI521
oder der
COMBI G3
sind daher besonders relevant, wenn Messwerte nicht nur gemessen, sondern auch effizient gespeichert und weiterverarbeitet werden sollen.

Dokumentation und Prüfprotokoll einfacher erstellen

Nach der Messung beginnt häufig der zweite zeitintensive Teil der VDE-0100-Prüfung: die Dokumentation. Messwerte müssen in Prüfprotokolle übertragen, Messstellen beschrieben, Grenzwerte bewertet und Ergebnisse nachvollziehbar abgelegt werden.

Je besser die Messwerte bereits während der Prüfung strukturiert gespeichert werden, desto einfacher wird das spätere Prüfprotokoll. Besonders hilfreich sind Geräte, die Messdaten per USB, Wi-Fi oder App übertragen können. Dadurch lassen sich Werte schneller weiterverarbeiten und die Fehlerquote bei der manuellen Übertragung sinkt.

Dokumentationsschritt Typische Herausforderung Hilfreiche Gerätefunktion
Messwert übernehmen Zahlendreher oder fehlende Einheit Direkte Speicherung im Prüfgerät
Messstelle zuordnen Unklarer Stromkreis oder Verteiler Speicherstruktur mit Ebenen oder Kommentaren
Grenzwert bewerten Manuelle Bewertung kostet Zeit OK-/NO-Anzeige oder Grenzwertunterstützung
Daten übertragen Manuelles Abtippen ist fehleranfällig USB, Wi-Fi oder App-Anbindung
Prüfprotokoll erstellen Hoher Aufwand nach der Messung Exportfähige Messdaten und strukturierte Speicherung

Wichtig ist dabei: Die beste Speicherfunktion hilft nur dann, wenn der Prüfer vorab eine sinnvolle Struktur festlegt. Räume, Verteiler, Stromkreise und Messpunkte sollten vor der Prüfung eindeutig benannt werden.

Wann Touchscreen, Wi-Fi oder USB sinnvoll sind

Touchscreen, Wi-Fi und USB sind nicht nur Komfortfunktionen. In der Praxis können sie den Arbeitsablauf deutlich verbessern, wenn viele Messpunkte geprüft und dokumentiert werden müssen.

Ein großer Touchscreen kann die Bedienung vereinfachen, weil Messfunktionen schneller gefunden und Ergebnisse besser abgelesen werden können. USB ist sinnvoll, wenn Messdaten später am PC weiterverarbeitet werden sollen. Wi-Fi oder App-Anbindung kann hilfreich sein, wenn Messwerte direkt auf Smartphone, Tablet oder in eine Softwareumgebung übertragen werden sollen.

Funktion Nutzen Besonders sinnvoll bei
Touchscreen Schnellere Bedienung und bessere Übersicht. Viele Messfunktionen, wechselnde Prüfsituationen, Serviceeinsätze.
Interner Speicher Messwerte werden direkt im Gerät gesichert. Viele Stromkreise, wiederkehrende Prüfungen, große Anlagen.
USB-Schnittstelle Datenübertragung auf PC oder Auswertesoftware. Prüfprotokolle, Archivierung, Nachbearbeitung im Büro.
Wi-Fi Drahtlose Übertragung an Smartphone, Tablet oder App. Mobile Dokumentation, größere Prüfobjekte, moderne Arbeitsabläufe.
App-Anbindung Messdaten können schneller weiterverarbeitet oder geteilt werden. Service, Wartung, digitale Prüfprozesse.

Der
COMBI G3
ist besonders interessant, wenn ein farbiger Touchscreen, einfache Bedienung sowie Speicherübertragung per Wi-Fi oder USB wichtig sind. Der
COMBI521
ist relevant, wenn zusätzlich Wi-Fi-Funktionen, interner Speicher, USB-Anschluss und erweiterte Prüfaufgaben wie RCD Typ B/EV oder EVSE-Prüfabläufe benötigt werden.

Fehler vermeiden: Messreihenfolge, Grenzwerte und Wiederholmessungen

Zeitverlust entsteht oft durch vermeidbare Fehler. Dazu gehören falsch gewählte Messfunktionen, vergessene Prüfschritte, vertauschte Messleitungen, nicht dokumentierte Stromkreise oder Messungen, die wegen fehlender Zuordnung später wiederholt werden müssen.

Ein Installationstester kann den Prüfablauf unterstützen, aber die Vorbereitung bleibt entscheidend. Die Messreihenfolge sollte zur Anlage passen, Grenzwerte sollten vorab bekannt sein und Prüfpunkte sollten eindeutig benannt werden.

Typischer Fehler Folge Praxislösung
Prüfschritte werden in wechselnder Reihenfolge durchgeführt. Messungen werden vergessen oder doppelt ausgeführt. Standardisierte Reihenfolge oder Auto-Sequenz verwenden.
Messwerte werden ohne Stromkreisbezug gespeichert. Zuordnung im Prüfprotokoll ist später unklar. Vorher klare Struktur für Verteiler, Raum und Stromkreis festlegen.
Grenzwerte werden erst nachträglich geprüft. Fehler werden spät erkannt. Gerätefunktionen mit OK-/NO-Bewertung nutzen.
Messleitungen werden falsch angeschlossen. Messung muss wiederholt werden. Hilfefunktionen, Anschlussbilder und Plausibilitätsprüfung nutzen.
RCD-Typ wird falsch gewählt. Prüfung ist nicht passend zur Schutzeinrichtung. RCD-Typ vorab prüfen und geeignetes Gerät auswählen.
Dokumentation erfolgt erst nach längerer Zeit. Details zur Messstelle gehen verloren. Direkt speichern, kommentieren und zeitnah übertragen.

Effizienter Prüfablauf in der Praxis

Eine schnelle VDE-0100-Prüfung beginnt nicht erst mit dem Einschalten des Prüfgerätes. Entscheidend ist ein vorbereiteter Arbeitsablauf. Je klarer die Messpunkte, Stromkreise und Prüfbereiche vorab festgelegt sind, desto weniger Unterbrechungen entstehen während der Messung.

Bewährter Ablauf

  • Prüfobjekt strukturieren: Gebäude, Verteiler, Stromkreise und Räume vorab festlegen.
  • Prüfumfang klären: Welche Messungen sind je Stromkreis erforderlich?
  • Gerät vorbereiten: Messleitungen, Akkus, Speicherstruktur und Schnittstellen prüfen.
  • Auto-Sequenz nutzen: Wiederkehrende Prüfschritte automatisiert ablaufen lassen.
  • Messwerte direkt speichern: Ergebnisse sofort dem richtigen Prüfpunkt zuordnen.
  • Grenzwerte vor Ort bewerten: Auffällige Werte sofort nachprüfen.
  • Daten übertragen: Messwerte per USB, Wi-Fi oder Software weiterverarbeiten.
  • Prüfprotokoll zeitnah erstellen: Solange Aufbau und Messstellen noch präsent sind.
Phase Ziel Hilfreiche Funktion
Vorbereitung Prüfobjekt und Messpunkte klar strukturieren Speicherstruktur, Stromkreislisten, Geräteprofile
Messung Prüfschritte schnell und wiederholbar durchführen Auto-Sequenz, Hilfemenü, Touchscreen
Bewertung Fehler sofort erkennen OK-/NO-Anzeige, Grenzwertbewertung, Plausibilitätsprüfung
Speicherung Messwerte eindeutig sichern Interner Speicher, Kommentare, Ebenenstruktur
Dokumentation Prüfprotokoll schneller erstellen USB, Wi-Fi, App, PC-Übertragung

Welche Installationstester sind geeignet?

Die passende Geräteauswahl hängt davon ab, ob hauptsächlich klassische Anlagenprüfungen, erweiterte RCD-Prüfungen, E-Mobilitätsprüfungen, digitale Dokumentation oder besonders einfache Bedienung im Vordergrund stehen.

Produkt Besonders relevant für Hinweis
EASYTEST Installationstester mit Auto-Sequenz Funktion Schnelle Standardprüfungen nach VDE 0100 Interessant, wenn Auto-Sequenz Ra → RCD → Riso, interner Speicher und USB-Anschluss im Vordergrund stehen.
COMBI519 Installationstester mit Auto-Sequenz und RCD Typ B Anlagenprüfungen mit erweiterten RCD-Anforderungen Geeignet, wenn neben Auto-Sequenz auch RCD-Prüfungen bis Typ B relevant sind.
COMBI521 Installationstester mit Auto-Sequenz, RCD Typ B, EVSE und Wi-Fi Erweiterte Anlagenprüfung, RCD Typ B/EV und E-Ladestationen Relevant, wenn Wi-Fi, interner Speicher, USB, EVSE-Prüfabläufe und erweiterter Funktionsumfang benötigt werden.
COMBI G3 VDE 0100 Installationsprüfgerät mit Touchscreen Komfortable Bedienung und digitale Datenübertragung Interessant, wenn Touchscreen, einfache Bedienung sowie Speicherung und Übertragung per Wi-Fi oder USB wichtig sind.

Eine vollständige Übersicht finden Sie in der Kategorie
Installationstester / Anlagenprüfung VDE 0100.

Praxisbeispiele aus Elektroinstallation und Industrie

Beispiel 1: Viele Steckdosen in einem Bürogebäude

In einem Bürogebäude müssen mehrere Stromkreise mit vielen Steckdosen geprüft werden. Ohne Auto-Sequenz muss der Prüfer immer wieder zwischen Messfunktionen wechseln und Werte manuell notieren. Mit einem Installationstester mit Auto-Sequenz und internem Speicher können wiederkehrende Prüfschritte schneller durchgeführt und direkt dem passenden Stromkreis zugeordnet werden.

Beispiel 2: Unterverteilung mit mehreren RCDs

In einer Unterverteilung sind mehrere Fehlerstrom-Schutzeinrichtungen verbaut. Wird der RCD-Typ nicht vorab geklärt, kann es zu falschen Messfunktionen oder Wiederholmessungen kommen. Ein Gerät wie der
COMBI519
oder der
COMBI521
kann sinnvoll sein, wenn auch RCD Typ B oder erweiterte RCD-Prüfungen relevant sind.

Beispiel 3: Messwerte müssen später ins Prüfprotokoll

Bei einer größeren Anlagenprüfung werden Messwerte zunächst handschriftlich notiert. Später im Büro ist unklar, welcher Wert zu welchem Stromkreis gehört. Mit internem Speicher, USB-Übertragung oder Wi-Fi-Anbindung können Messwerte strukturierter abgelegt und schneller weiterverarbeitet werden.

Beispiel 4: Prüfung von E-Ladestationen

Bei Ladeinfrastruktur müssen neben klassischen Anlagenprüfungen zusätzliche Prüfabläufe berücksichtigt werden. Ein Gerät wie der
COMBI521
ist besonders interessant, wenn EVSE-Prüfabläufe in Kombination mit passendem Zubehör, RCD Typ B/EV und digitaler Datenübertragung relevant sind.

Beispiel 5: Serviceeinsatz mit wechselnden Prüfaufgaben

Bei Serviceeinsätzen wechseln die Anforderungen häufig. Mal steht die klassische Anlagenprüfung im Vordergrund, mal RCD-Prüfung, Schleifenimpedanz, Drehfeld oder Spannungsfall. Ein übersichtliches Bedienkonzept mit Touchscreen, Hilfefunktionen und klarer Messwertanzeige kann den Prüfer entlasten und die Prüfung beschleunigen.

Checkliste für schnellere VDE 0100 Prüfungen

Mit dieser Checkliste lässt sich die Anlagenprüfung effizienter vorbereiten und durchführen.

Prüffrage Warum wichtig? Praxisempfehlung
Ist der Prüfumfang vor Beginn klar definiert? Unklare Prüfumfänge führen zu Unterbrechungen. Prüfplan vor Messbeginn festlegen.
Sind Verteiler, Stromkreise und Messpunkte eindeutig benannt? Nur so lassen sich Messwerte später zuordnen. Struktur vorab festlegen und im Gerät oder Protokoll übernehmen.
Kann eine Auto-Sequenz genutzt werden? Wiederkehrende Prüfschritte werden schneller durchgeführt. Geeignete Sequenz für Standardstromkreise verwenden.
Werden Messwerte direkt gespeichert? Manuelle Notizen kosten Zeit und sind fehleranfällig. Internen Speicher konsequent nutzen.
Ist die Datenübertragung vorbereitet? Fehlende Kabel, Software oder App verzögern die Dokumentation. USB, Wi-Fi oder App vor dem Einsatz testen.
Sind RCD-Typen und Schutzmaßnahmen bekannt? Falsche Messfunktion führt zu Wiederholmessungen. RCD Typ A, AC, B, EV und Netzform vorab prüfen.
Werden auffällige Messwerte sofort geprüft? Spätere Nachmessungen kosten zusätzliche Zeit. Grenzwerte und Plausibilität direkt vor Ort bewerten.
Ist das Prüfgerät passend zur Anwendung gewählt? Nicht jedes Gerät deckt alle Prüfaufgaben ab. Auto-Sequenz, Speicher, RCD-Typen, EVSE, USB und Wi-Fi vergleichen.

Fazit: VDE 0100 Prüfungen werden durch strukturierte Abläufe deutlich schneller

Eine VDE-0100-Prüfung dauert oft nicht wegen einer einzelnen Messung zu lange, sondern wegen fehlender Struktur, manueller Dokumentation und wiederholter Prüfschritte. Wer Prüfobjekte vorab klar gliedert, Auto-Sequenzen nutzt und Messwerte direkt speichert, kann die Anlagenprüfung deutlich effizienter durchführen.

Moderne Installationstester unterstützen diesen Ablauf durch Auto-Sequenzen, internen Speicher, USB-Schnittstellen, Wi-Fi-Anbindung, Touchscreen-Bedienung und digitale Weiterverarbeitung der Messdaten. Besonders bei vielen Stromkreisen, wiederkehrenden Prüfaufgaben oder umfangreichen Prüfprotokollen lohnt sich ein Gerät, das Messung und Dokumentation gemeinsam betrachtet.

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Installationstester / Anlagenprüfung VDE 0100.

FAQ: Häufige Fragen zu Auto-Sequenz, Speicher und VDE 0100 Prüfung

Wie kann ich eine VDE 0100 Prüfung schneller durchführen?

Eine VDE-0100-Prüfung wird schneller, wenn Prüfpunkte vorab strukturiert, wiederkehrende Messungen über Auto-Sequenzen durchgeführt und Messwerte direkt im Gerät gespeichert werden. Dadurch sinkt der Aufwand für manuelle Notizen und spätere Dokumentation.

Was ist eine Auto-Sequenz beim Installationstester?

Eine Auto-Sequenz führt mehrere Prüfschritte automatisch nacheinander aus. Dadurch muss der Anwender nicht jede Messfunktion einzeln auswählen. Das spart Zeit und reduziert das Risiko, Prüfschritte zu vergessen.

Was bedeutet Auto-Sequenz Ra → RCD → Riso?

Diese Sequenz kombiniert mehrere typische Prüfschritte, zum Beispiel Erdungs- beziehungsweise Ra-Prüfung, RCD-Prüfung und Isolationsmessung. Dadurch kann ein wiederkehrender Prüfablauf schneller und strukturierter durchgeführt werden.

Warum ist ein interner Speicher beim Installationstester sinnvoll?

Ein interner Speicher ermöglicht die direkte Speicherung von Messwerten im Prüfgerät. Dadurch müssen Werte nicht manuell notiert werden und können später einfacher einem Stromkreis, Verteiler oder Prüfobjekt zugeordnet werden.

Wann ist USB bei einem Installationstester hilfreich?

USB ist hilfreich, wenn Messdaten nach der Prüfung auf einen PC übertragen und dort weiterverarbeitet oder für ein Prüfprotokoll genutzt werden sollen.

Wann ist Wi-Fi bei einem Installationstester sinnvoll?

Wi-Fi ist besonders sinnvoll, wenn Messdaten mobil auf Smartphone, Tablet oder App übertragen werden sollen. Das kann den Dokumentationsprozess bei größeren Prüfobjekten deutlich vereinfachen.

Welche Vorteile hat ein Touchscreen bei der Anlagenprüfung?

Ein Touchscreen kann die Bedienung vereinfachen, Messfunktionen übersichtlicher darstellen und die Auswahl von Prüfabläufen beschleunigen. Das ist besonders hilfreich bei Geräten mit großem Funktionsumfang.

Wann brauche ich einen Installationstester für RCD Typ B oder EV?

RCD Typ B oder EV kann relevant sein, wenn entsprechende Fehlerstrom-Schutzeinrichtungen in der Anlage oder bei Ladeinfrastruktur vorhanden sind. Das Prüfgerät muss zu den eingesetzten Schutzorganen und zum Prüfauftrag passen.

Wie wird das Prüfprotokoll einfacher?

Das Prüfprotokoll wird einfacher, wenn Messwerte bereits während der Prüfung gespeichert, eindeutig zugeordnet und anschließend per USB, Wi-Fi oder Software weiterverarbeitet werden können. Dadurch werden Übertragungsfehler reduziert.

Welche Installationstester sind für schnelle VDE 0100 Prüfungen geeignet?

Geeignete Geräte sind zum Beispiel der
EASYTEST,
der
COMBI519,
der
COMBI521
oder der
COMBI G3. Eine Übersicht finden Sie in der Kategorie
Installationstester / Anlagenprüfung VDE 0100.

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