Isolationsmessung an Anlagen mit Überspannungsschutz: SPD und empfindliche Elektronik vor der Prüfung berücksichtigen

Isolationsprüfgerät an einer elektrischen Verteilung mit getrenntem Überspannungsschutz und empfindlicher Elektronik
→ Produktkategorie: Elektrische Mess- und Prüfgeräte

Bei einer elektrischen Anlage soll der Isolationswiderstand geprüft werden. Der Stromkreis ist freigeschaltet, gegen Wiedereinschalten gesichert und die Spannungsfreiheit wurde festgestellt. Das Installationsprüfgerät wird angeschlossen und die Isolationsmessung gestartet. Statt eines deutlich hohen Widerstandswertes zeigt das Gerät jedoch nur einen vergleichsweise niedrigen oder instabilen Wert.

Die naheliegende Vermutung lautet: Die Leitung besitzt einen Isolationsfehler.

In modernen Anlagen ist diese Schlussfolgerung häufig zu schnell. Im Stromkreis können Überspannungsschutzgeräte, Netzfilter, Schaltnetzteile, LED-Treiber, Frequenzumrichter, elektronische Steuerungen oder andere Baugruppen angeschlossen sein. Diese Komponenten bilden zusätzliche elektrische Pfade zwischen aktiven Leitern, Schutzleiter und Erde. Das Isolationsprüfgerät misst dann nicht mehr nur die Isolation der Leitung, sondern unter Umständen einen Teil der angeschlossenen Elektronik mit.

Besonders Überspannungsschutzgeräte sind dafür ein typisches Beispiel. Ein SPD ist gerade dafür konstruiert, auf Überspannungen zu reagieren. Je nach Schutzschaltung, Ableitertyp und Prüfspannung kann ein angeschlossener SPD den Isolationsmesswert beeinflussen, bei der Prüfung leitend werden oder entgegen der vorgesehenen Anwendung elektrisch belastet werden.

Deshalb darf die Prüfspannung nicht allein nach dem Motto „500 V ist bei 230-V-Anlagen üblich“ ausgewählt und anschließend blind an einen vollständig verdrahteten Stromkreis angelegt werden. Vor der Prüfung muss bekannt sein, welche Betriebsmittel im tatsächlichen Messpfad liegen.

Die wichtigste Regel lautet: Eine Isolationsmessung prüft immer den elektrischen Pfad, an den das Prüfgerät angeschlossen ist. Überspannungsschutz und empfindliche Elektronik müssen deshalb vor der Messung identifiziert und entsprechend Norm, Gerätehersteller und Anlagenaufbau berücksichtigt werden. Ein ungewöhnlich niedriger Messwert ist erst dann als Isolationsfehler der Installation zu bewerten, wenn alternative Strompfade durch angeschlossene Betriebsmittel ausgeschlossen sind.

Was misst ein Isolationsprüfgerät tatsächlich?

Ein Isolationsprüfgerät legt zwischen zwei definierten Punkten eine Gleichspannung an und misst den daraus resultierenden sehr kleinen Strom. Aus Spannung und Strom wird der Isolationswiderstand bestimmt.

Vereinfacht gilt:

RISO = UPrüf / IMess

Bei einer idealen Leitung mit intakter Isolation fließt nur ein sehr kleiner Strom und der ermittelte Widerstand ist entsprechend hoch. In einer realen Anlage sieht das Prüfgerät jedoch nicht „die Leitung“ als abstraktes Bauteil, sondern sämtliche elektrisch wirksamen Komponenten, die zwischen seinen beiden Messanschlüssen liegen.

Ist beispielsweise zwischen Außenleiter und Schutzleiter ein Überspannungsschutzgerät vorhanden, liegt dessen Schutzbeschaltung ebenfalls im Messpfad. Dasselbe gilt für Entstörkondensatoren eines EMV-Filters, Y-Kondensatoren in Schaltnetzteilen, Isolationsüberwachungsgeräte oder andere elektronische Baugruppen mit einer Verbindung zum Schutzleiter.

Der angezeigte Isolationswert ist deshalb immer das Ergebnis der gesamten angeschlossenen elektrischen Struktur.

Das ist für die Fehlersuche entscheidend. Ein Prüfgerät kann nicht erkennen, ob der gemessene Strom durch feuchte Kabelisolierung, einen Varistor, einen EMV-Kondensator oder eine elektronische Eingangsschaltung fließt. Es zeigt lediglich das elektrische Ergebnis am gewählten Messpunkt.

Warum Überspannungsschutz die Messung beeinflussen kann

Ein Überspannungsschutzgerät wird im normalen Betrieb weitgehend hochohmig betrieben. Sobald eine ausreichend hohe Überspannung auftritt, verändert sich sein elektrisches Verhalten und ein Teil der Überspannungsenergie wird gegen Erde beziehungsweise zwischen den betreffenden Leitern abgeleitet.

Genau diese Funktion macht den SPD für eine Isolationsmessung relevant.

Bei einer Gleichspannungsprüfung wird eine Spannung angelegt, die über der normalen Betriebsspannung liegen kann. Ob und wie stark ein SPD darauf reagiert, hängt von seiner Technologie, seiner Bemessungsspannung, der Verschaltung und der tatsächlich angelegten Prüfspannung ab.

Ein angeschlossener SPD kann deshalb mehrere Effekte verursachen. Er kann den gemessenen Isolationswiderstand reduzieren, einen instabilen beziehungsweise spannungsabhängigen Messwert erzeugen oder das Hochlaufen des Prüfgerätes auf die gewünschte Prüfspannung beeinflussen. Bei einer für das konkrete Schutzgerät ungeeigneten Prüfart kann außerdem eine unnötige elektrische Beanspruchung entstehen.

Wichtig ist deshalb, nicht aus Erfahrungswerten mit einem bestimmten SPD-Typ auf alle Überspannungsschutzgeräte zu schließen.

Viele modulare Überspannungsschutzgeräte besitzen steckbare Schutzmodule. Dadurch lassen sich die eigentlichen Ableiterelemente für Wartungs- oder Prüfzwecke aus dem Basisteil entfernen. Ob dies vor einer Isolationsprüfung erforderlich ist, muss anhand der Herstellerangaben und der anzuwendenden Prüfvorschrift entschieden werden.

Ein gezogenes SPD-Modul sollte nach der Prüfung jedoch ebenso konsequent wieder eingesetzt und kontrolliert werden. Eine perfekte Isolationsmessung bei anschließend vergessenem Überspannungsschutz wäre kein erfolgreich abgeschlossener Prüfauftrag.

Empfindliche Elektronik im Prüfpfad erkennen

Der Überspannungsschutz ist nur eine mögliche Einflussgröße. Moderne Stromkreise enthalten häufig erheblich mehr Elektronik als auf den ersten Blick sichtbar ist.

Eine Steckdose kann beispielsweise ein Netzteil versorgen, das intern Filterkondensatoren zwischen Netzseite und Schutzleiter besitzt. Eine Leuchte kann einen elektronischen LED-Treiber enthalten. Eine Heizungsanlage besitzt möglicherweise Steuerung, Netzfilter, Pumpenelektronik und Kommunikationsschnittstellen. In einer Industrieanlage kommen Frequenzumrichter, Servoregler, SPS-Netzteile und Messumformer hinzu.

Bei einer Isolationsmessung muss deshalb zunächst geklärt werden, ob der Prüfauftrag die feste elektrische Installation, ein angeschlossenes Betriebsmittel oder die Kombination aus beiden betrifft.

Gerade bei Erstprüfungen ist es vorteilhaft, den Isolationszustand der Installation bereits während der Errichtung zu prüfen, bevor empfindliche Betriebsmittel endgültig angeschlossen sind. Bei Bestandsanlagen beziehungsweise Wiederholungsprüfungen ist diese saubere Trennung häufig schwieriger.

Dann gewinnt der Schaltplan an Bedeutung. Der Prüfer muss nachvollziehen können, welche Komponenten mit dem betreffenden Stromkreis verbunden sind und welche elektrische Verbindung diese Komponenten zwischen den zu prüfenden Leitern erzeugen.

Angeschlossene Komponente Möglicher Einfluss auf die Isolationsmessung Vor der Prüfung klären
SPD / Überspannungsableiter Spannungsabhängiger Ableitpfad, eventuell niedrigerer Messwert Herstelleranforderung zur Isolationsprüfung
EMV-Filter Kondensatoren gegen PE beeinflussen Ladestrom und Anzeige Schaltung und zulässige Prüfspannung
Schaltnetzteil Filter- und Schutzbeschaltungen im Messpfad Ob das Gerät während der Prüfung angeschlossen bleiben darf
Frequenzumrichter / Servoregler Leistungselektronik und Netzfilter können Messergebnis verändern Prüfobjekt sauber vom Umrichter trennen, wenn erforderlich
Elektronische Steuerung Interne Schutzbeschaltungen und Kapazitäten Herstellerangaben und konkrete Messschaltung
Isolationsüberwachung Direkte Verbindung zwischen Netz und Erde kann Messergebnis beeinflussen Gerätespezifische Prüfvorgabe beachten

Den Messpfad vor der Prüfung verstehen

Die wichtigste Vorarbeit einer Isolationsmessung findet statt, bevor die Prüftaste gedrückt wird.

Der Prüfer muss sich zunächst klar machen, zwischen welchen Punkten die Gleichspannungs-Prüfspannung tatsächlich anliegt. Wird beispielsweise zwischen zusammengefassten aktiven Leitern und PE gemessen, befindet sich eine Elektronik zwischen L und N in einer anderen elektrischen Situation als bei einer Prüfung zwischen L und N.

Eine Netzteil-Eingangsschaltung kann zwischen L und N Bauteile besitzen, die bei einer Leiter-gegen-Leiter-Prüfung unmittelbar von der Prüfspannung beaufschlagt werden. Werden L und N dagegen für eine geeignete Messung gemeinsam verbunden und gegen PE geprüft, liegt zwischen L und N keine entsprechende Differenzspannung aus dem Prüfgerät an. Dafür werden nun sämtliche Bauteile zwischen den aktiven Leitern und PE Teil des Messpfades.

Genau deshalb kann es keine allgemeine Anweisung geben, elektronische Geräte einfach angeschlossen zu lassen oder grundsätzlich alles abzuklemmen.

Entscheidend sind die geforderte Prüfung, die konkrete Schaltung und die Eigenschaften der angeschlossenen Betriebsmittel.

Vor Arbeiten an der Anlage gelten selbstverständlich die erforderlichen elektrotechnischen Sicherheitsmaßnahmen. Die Isolationsmessung selbst gehört in die Hände einer entsprechend qualifizierten Elektrofachkraft beziehungsweise einer Person, die im Rahmen des jeweiligen Prüfauftrags dazu befähigt ist.

250 V, 500 V oder 1000 V: Prüfspannung nicht pauschal wählen

Isolationsprüfgeräte für Installationen bieten häufig mehrere Gleichspannungs-Prüfstufen. Typische Geräte stellen beispielsweise 250 V, 500 V und 1000 V DC zur Verfügung; umfangreichere Installationstester bieten zusätzlich niedrigere Spannungen wie 50 oder 100 V.

Diese Auswahl bedeutet nicht, dass der Anwender die Prüfspannung frei nach persönlicher Vorsicht wählen kann.

Die anzuwendende Prüfspannung richtet sich nach der jeweiligen Anlage, dem Prüfverfahren und den dafür geltenden normativen Anforderungen. Für typische Niederspannungsstromkreise wird häufig mit 500 V DC geprüft. Unter bestimmten Bedingungen kann eine reduzierte Prüfspannung von 250 V DC vorgesehen beziehungsweise zulässig sein, wenn angeschlossene Betriebsmittel nicht praktikabel getrennt werden können. Damit ändern sich jedoch nicht beliebig die Anforderungen an die Bewertung des Isolationswiderstandes.

Besonders wichtig ist: Eine Messung mit 250 V ist nicht automatisch „dieselbe Prüfung nur etwas sicherer“. Sinkt die Prüfspannung, kann sich auch das Verhalten spannungsabhängiger Fehlerstellen verändern. Eine beschädigte Isolation, ein verschmutzter Kriechweg oder ein elektronischer Ableitpfad kann bei 250 V anders reagieren als bei 500 V.

Die reduzierte Prüfspannung ist deshalb eine definierte Prüfstrategie und kein Ersatz für die Beschäftigung mit dem Messpfad.

Prüfspannung Typische Anwendung Wichtiger Hinweis
50 / 100 V DC Spezielle empfindliche Stromkreise und gerätespezifische Prüfungen Nicht als Ersatz für normativ geforderte höhere Prüfspannungen verwenden
250 V DC Je nach Prüfvorschrift unter anderem Stromkreise mit besonderer Elektronik beziehungsweise definierte Sonderfälle Zulässigkeit und Grenzwert für die konkrete Prüfung klären
500 V DC Häufige Prüfspannung in Niederspannungsinstallationen Angeschlossene Elektronik und SPD vorher berücksichtigen
1000 V DC Entsprechend ausgelegte Stromkreise beziehungsweise spezielle Betriebsmittel Nicht unkritisch auf übliche 230/400-V-Elektronik anwenden

Aktive Leiter zusammenfassen oder einzeln prüfen?

Auch die Verschaltung während der Messung verändert wesentlich, welche Komponenten belastet und welche Fehler erkannt werden.

Bei einer Messung von L gegen N wird die Prüfspannung unmittelbar zwischen den beiden aktiven Leitern angelegt. Ein zwischen L und N angeschlossenes Betriebsmittel liegt damit direkt im Prüfpfad.

Bei einer Messung von zusammengefassten aktiven Leitern gegen PE befinden sich die aktiven Leiter aus Sicht des Prüfgerätes auf nahezu demselben Potential. Dadurch werden angeschlossene Verbraucher zwischen den aktiven Leitern anders beaufschlagt.

Gleichzeitig bleiben Schutzbeschaltungen beziehungsweise Filter zwischen aktivem Leiter und Schutzleiter weiterhin elektrisch wirksam.

Für Überspannungsschutzgeräte ist außerdem relevant, zwischen welchen Leitern die einzelnen Schutzpfade aufgebaut sind. In einem 3+1- oder 4+0-SPD-Konzept liegen andere Ableiterstrecken im Prüfpfad als bei einer einfachen Betrachtung eines einzelnen L-PE-Ableiters.

Die vollständige Schaltung der Verteilung ist deshalb wichtiger als die bloße Information, dass „ein SPD eingebaut“ ist.

Welche Komponenten gegebenenfalls getrennt werden müssen

Für viele Isolationsmessungen ist es messtechnisch am saubersten, die Installation von Komponenten zu trennen, die den Messpfad verfälschen können.

Bei steckbaren Überspannungsschutzgeräten kann das beispielsweise durch Entfernen der vorgesehenen Schutzmodule erfolgen. Andere Komponenten werden entsprechend den Herstellerinformationen elektrisch getrennt oder der Prüfbereich wird so gewählt, dass die empfindliche Baugruppe nicht mit der ungeeigneten Prüfspannung beaufschlagt wird.

Dabei ist wichtig, nicht wahllos Schutzleiterverbindungen, Neutralleiter oder Schutzorgane zu lösen. Eine Isolationsprüfung muss geplant werden. Vor dem Trennen sollte bekannt sein, welchen elektrischen Zustand man dadurch herstellt und welche Schutz- oder Überwachungsfunktion vorübergehend außer Betrieb gesetzt wird.

Nach der Messung muss die Anlage vollständig in ihren vorgesehenen Zustand zurückversetzt werden. Bei steckbaren SPD gehören dazu die korrekte Montage der Module und die Kontrolle der Zustandsanzeige. Bei getrennten Steuerungen, Netzteilen oder Messgeräten müssen sämtliche Anschlüsse ebenfalls wieder korrekt hergestellt werden.

Gerade bei umfangreichen Verteilungen empfiehlt sich eine dokumentierte Vorgehensweise. Sonst besteht das Risiko, dass die eigentliche Messung korrekt durchgeführt wird, anschließend aber ein Schutzmodul oder ein Hilfskontakt vergessen wird.

Warum ein niedriger Isolationswert nicht automatisch ein Kabeldefekt ist

Angenommen, an einem Stromkreis werden nur 0,6 MΩ gemessen. Dieser Wert ist auffällig. Daraus folgt jedoch noch nicht, an welcher Stelle der Strom fließt.

Ein echter Isolationsfehler kann durch Feuchtigkeit in einer Abzweigdose, eine beschädigte Leitung, einen gequetschten Leiter oder verschmutzte Isolierstrecken entstehen.

Der gleiche Messwert kann aber auch dadurch entstehen, dass mehrere elektronische Komponenten mit jeweils relativ hohem Ableitwiderstand parallel im Stromkreis liegen. Parallelschaltungen reduzieren den Gesamtwiderstand.

Vereinfacht gilt:

1 / Rgesamt = 1 / R1 + 1 / R2 + 1 / R3 + ...

Zehn angeschlossene Baugruppen können deshalb gemeinsam einen wesentlich niedrigeren Wert ergeben als jede einzelne für sich.

Auch spannungsabhängige Schutzbauteile können einen auffälligen Wert erzeugen, ohne dass die Leitungsisolation defekt ist.

Für die Fehlersuche ist daher der Vergleich verschiedener Anlagenzustände sehr hilfreich. Ändert sich der Isolationswiderstand deutlich, nachdem ein SPD-Modul entsprechend der Herstellervorgabe entfernt wurde, ist dies eine wichtige Diagnoseinformation. Bleibt der Wert unverändert niedrig, muss der betreffende Stromkreis weiter eingegrenzt werden.

Kapazitive Effekte und ansteigende Messwerte richtig interpretieren

Neben rein ohmschen Ableitpfaden besitzt eine elektrische Anlage auch Kapazitäten. Lange Leitungen, EMV-Filter, Frequenzumrichter und Netzteile können gegenüber Schutzleiter beziehungsweise Erde eine erhebliche elektrische Kapazität bilden.

Beim Start der Isolationsmessung müssen diese Kapazitäten zunächst auf die Prüfspannung geladen werden. Das Prüfgerät liefert dafür kurzzeitig einen Ladestrom.

Die Anzeige kann deshalb zu Beginn einen niedrigen Widerstand zeigen und anschließend deutlich ansteigen.

Dieses Verhalten ist nicht dasselbe wie ein stabil niedriger Isolationswiderstand.

Ein hochwertiger Isolationsprüfer zeigt neben dem Widerstand häufig auch die tatsächlich erreichte Prüfspannung an. Erreicht das Gerät die eingestellten 500 V überhaupt nicht, ist dies ebenfalls eine wertvolle Diagnoseinformation. Eine große Kapazität, ein leitender Schutzpfad oder ein tatsächlicher Isolationsfehler kann dafür verantwortlich sein.

Bei größeren kapazitiven Anlagen muss nach der Messung außerdem die sichere Entladung berücksichtigt werden. Das Prüfobjekt kann elektrische Ladung gespeichert haben, auch wenn die Netzversorgung bereits lange ausgeschaltet ist.

Praxisbeispiel: niedriger Isolationswert durch SPD

Eine neue Unterverteilung versorgt mehrere Steckdosen- und Beleuchtungsstromkreise. In der Verteilung befindet sich zusätzlich ein mehrpoliger Typ-2-Überspannungsschutz.

Bei der Isolationsprüfung zwischen den zusammengefassten aktiven Leitern und PE zeigt das Installationsprüfgerät einen deutlich niedrigeren Wert als erwartet. Der Stromkreis ist neu verdrahtet und eine Sichtprüfung ergibt zunächst keinen Hinweis auf beschädigte Leitungen.

Statt sofort einzelne Kabelstrecken aus den Wänden zu lösen, wird zunächst der tatsächliche Messpfad geprüft. Dabei fällt auf, dass die SPD-Module während der Messung vollständig in der Verteilung gesteckt sind.

Die Herstellerunterlagen des verwendeten Überspannungsschutzes sehen vor, die Schutzmodule für die Isolationsprüfung zu trennen.

Nach dem norm- und herstellerkonformen Trennen des SPD wird die Messung unter ansonsten identischen Bedingungen wiederholt. Der Isolationswert steigt deutlich an und liegt nun im erwarteten Bereich.

Damit ist die Diagnose noch nicht einfach „SPD defekt“. Der erste Wert war vielmehr kein reiner Messwert der Leitungsisolation. Er enthielt den elektrischen Einfluss des angeschlossenen Überspannungsschutzes.

Die Prüfung wird dokumentiert, der SPD anschließend wieder vollständig montiert und sein Betriebszustand kontrolliert.

Das Beispiel zeigt den entscheidenden Unterschied zwischen einem schlechten Messwert und einem nachgewiesenen Isolationsfehler.

Fehler systematisch eingrenzen

Bei einem auffälligen Isolationswert ist eine schrittweise Eingrenzung in der Regel wesentlich aussagekräftiger als wiederholtes Messen mit immer höherer Prüfspannung.

Beobachtung Mögliche Ursache Sinnvoller nächster Prüfschritt
Messwert deutlich zu niedrig, SPD angeschlossen Ableiter liegt im Messpfad Herstelleranweisung prüfen und SPD entsprechend berücksichtigen
Wert steigt während der Messung kontinuierlich Kapazitive Aufladung Prüfspannung und zeitlichen Verlauf beobachten
Prüfgerät erreicht Soll-Prüfspannung nicht Starker Ableitpfad, Kapazität oder Fehler Stromkreis schrittweise aufteilen
Nach Trennen elektronischer Betriebsmittel wird Wert deutlich besser Elektronik beeinflusste Messpfad Installation und Betriebsmittel getrennt bewerten
Wert bleibt auch im isolierten Leitungsabschnitt niedrig Tatsächlicher Leitungs-/Installationsfehler wahrscheinlicher Abzweige und Leitungsabschnitte weiter eingrenzen
Fehler tritt nur bei Feuchtigkeit auf Feuchte, Verschmutzung oder beschädigte Isolation Betroffenen Anlagenbereich gezielt untersuchen

Die Messung sollte dabei möglichst reproduzierbar erfolgen. Werden zwischen zwei Messungen gleichzeitig Prüfspannung, Verdrahtung und angeschlossene Betriebsmittel verändert, ist später kaum noch nachvollziehbar, welche Änderung für den neuen Messwert verantwortlich war.

Für eine strukturierte Fehlersuche wird deshalb jeweils möglichst nur eine Einflussgröße verändert.

Nach der Prüfung den Anlagenzustand wiederherstellen

Das Ende der Isolationsmessung ist nicht das Ende des Prüfablaufs.

Zunächst muss sichergestellt sein, dass eventuell gespeicherte elektrische Ladung abgebaut ist. Viele moderne Isolationsprüfgeräte besitzen dafür eine automatische Entladefunktion. Bei kapazitiven Prüfobjekten sollte die angezeigte Restspannung beobachtet und der sichere Zustand entsprechend der jeweiligen Prüfvorschrift festgestellt werden.

Anschließend müssen sämtliche für die Prüfung getrennten Betriebsmittel wieder in ihren vorgesehenen Zustand gebracht werden.

Bei Überspannungsschutzgeräten bedeutet dies nicht nur, das Steckmodul mechanisch wieder einzusetzen. Auch Statusanzeige, Verriegelung und gegebenenfalls Fernmeldekontakt sollten zum vorgesehenen Anlagenzustand passen.

Dasselbe gilt für zuvor getrennte Steuerungen, Netzteile, Sensorversorgungen und Kommunikationsgeräte.

Vor dem Wiedereinschalten ist eine Abschlusskontrolle wichtig. Gerade bei komplexen Verteilungen kann ein vergessenes Bauteil zu einer Anlage führen, die elektrisch funktioniert, aber ohne den vorgesehenen Überspannungsschutz oder eine andere Schutzfunktion betrieben wird.

Prüfbedingungen dokumentieren

Ein Isolationsmesswert ist nur dann später sinnvoll vergleichbar, wenn bekannt ist, unter welchen Bedingungen er aufgenommen wurde.

Im Prüfprotokoll sollte deshalb nicht ausschließlich „RISO = 120 MΩ“ stehen. Ebenso wichtig ist die Zuordnung zum Stromkreis, die verwendete Prüfspannung und der Anlagenzustand während der Messung.

Wurde ein SPD entfernt, sollte dies nachvollziehbar sein. Blieb bestimmte Elektronik angeschlossen, ist auch diese Information für die spätere Interpretation hilfreich. Bei reduzierter Prüfspannung muss die dafür verwendete Prüfstrategie dokumentiert werden.

Das ist besonders bei Wiederholungsprüfungen wertvoll. Ein Messwert von 80 MΩ bei 250 V mit angeschlossener Elektronik lässt sich nicht ohne Weiteres mit einem früheren Wert von 300 MΩ bei 500 V und vollständig getrennten Verbrauchern vergleichen.

Eine gute Dokumentation schafft deshalb nicht nur einen Nachweis der Prüfung, sondern verbessert auch die zukünftige Zustandsdiagnose der Anlage.

Häufige Fehler in der Praxis

500 V einstellen und ohne Anlagenprüfung messen

Die Prüfspannung darf nicht allein aus der Nennspannung des Stromkreises abgeleitet werden. Zunächst muss bekannt sein, welche Betriebsmittel und Schutzbeschaltungen im tatsächlichen Messpfad liegen.

Jeden niedrigen Messwert als Leitungsfehler interpretieren

SPD, EMV-Filter und elektronische Betriebsmittel können den Gesamtwiderstand deutlich reduzieren. Der Messwert muss deshalb im Kontext der angeschlossenen Anlage bewertet werden.

SPD grundsätzlich angeschlossen lassen, weil er für Überspannungen gebaut ist

Die Schutzfunktion gegen transiente Überspannungen ist nicht mit einer beliebigen Gleichspannungs-Isolationsprüfung gleichzusetzen. Die Herstellerangaben des konkreten SPD sind maßgeblich.

SPD grundsätzlich entfernen, ohne den Messpfad zu verstehen

Auch das andere Extrem ist problematisch. Erst muss klar sein, was geprüft werden soll und welche Schutzpfade im konkreten Stromkreis vorhanden sind.

250 V lediglich als „schonendere 500-V-Messung“ betrachten

Die reduzierte Prüfspannung ist eine eigene definierte Prüfbedingung. Sie kann nicht beliebig verwendet werden, nur um angeschlossene Elektronik nicht betrachten zu müssen.

Elektronik abklemmen und nach der Prüfung den Wiederanschluss vergessen

Jede für die Prüfung veränderte Anlagenkonfiguration muss anschließend vollständig und kontrolliert zurückgebaut werden.

Nur den Widerstandswert betrachten

Die tatsächlich erreichte Prüfspannung und der zeitliche Verlauf des Messwertes liefern zusätzliche Informationen über Kapazitäten und mögliche Ableitpfade.

Kapazitive Anlagen unmittelbar nach der Prüfung berühren

Kabel, Filter und andere kapazitive Komponenten können nach der Isolationsprüfung Ladung gespeichert haben. Vor weiteren Arbeiten muss ein sicher entladener Zustand entsprechend der vorgesehenen Prüfmethode hergestellt sein.

Passende Prüfgeräte bei ICS Schneider

ICS Schneider Messtechnik bietet sowohl reine Isolationsprüfer als auch vollständige Installationstester für elektrische Sicherheitsprüfungen an.

Der Chauvin Arnoux CA 6117 ist ein universelles Anlagenprüfgerät für unterschiedliche Netzsysteme. Neben der Isolationsprüfung stehen unter anderem Durchgangs-, Erdungs-, Schleifenimpedanz- und RCD-Prüfungen zur Verfügung. Dadurch eignet sich das Gerät insbesondere für vollständige Prüfabläufe an elektrischen Installationen.

Der CA 6116N deckt ebenfalls die wesentlichen Prüfungen elektrischer Anlagen ab und eignet sich für TT-, TN- und IT-Systeme.

Der GSC60 kombiniert Installationstester und Netz-/Energieanalysator. Für Isolationsmessungen stehen Prüfspannungen von 50, 100, 250, 500 und 1000 V DC zur Verfügung. Gerade bei Anlagen mit unterschiedlichen Stromkreisarten ist diese Auswahl hilfreich, wenn die zulässige Prüfspannung zuvor anhand der jeweiligen Prüfanforderung festgelegt wurde.

Für Wartung und gezielte Isolationsdiagnosen stehen außerdem die Isolationsprüfgeräte der C.A-Serie zur Verfügung. Je nach Modell sind unterschiedliche Prüfspannungen, Speicherfunktionen und zusätzliche Messfunktionen vorhanden.

Der C.A 6528 eignet sich beispielsweise für Isolations- und Durchgangsmessungen in Wartung und Service. Das Gerät erkennt eine bereits anliegende gefährliche Spannung und verhindert in diesem Zustand die Isolationsprüfung.

Für die Geräteauswahl sollte nicht nur der maximal mögliche Isolationswiderstand betrachtet werden. Entscheidender sind die benötigten Prüfspannungen, die Anlage beziehungsweise Gerätekategorie, Anforderungen an Dokumentation und Speicher sowie die Frage, ob zusätzlich RCD-, Schleifen-, Erdungs- oder Durchgangsprüfungen durchgeführt werden müssen.

Isolationsprüfgeräte bei ICS Schneider

Installationstester für Anlagenprüfungen bei ICS Schneider

Weiterführend: VDE-Prüfung vorbereiten – Welche Messungen müssen vor Ort durchgeführt werden?

Weiterführend: Isolationsmessung am Motor mit Frequenzumrichter

Fazit

Eine Isolationsmessung liefert nur dann einen aussagekräftigen Befund über die Installation, wenn der tatsächliche Messpfad bekannt ist.

Überspannungsschutzgeräte und empfindliche Elektronik sind kein nebensächliches Detail, sondern können ein wesentlicher Bestandteil dieses Messpfades sein. Ein angeschlossener SPD kann den Isolationswert beeinflussen. EMV-Filter, Schaltnetzteile und Steuerungen können zusätzliche Ableit- und Kapazitätspfade erzeugen. Ein auffälliger Messwert beweist deshalb zunächst nur, dass zwischen den angeschlossenen Prüfpunkten ein entsprechender Strom fließt.

Erst durch die systematische Trennung von Installation und Betriebsmitteln lässt sich feststellen, ob tatsächlich eine beschädigte Leitung, Feuchtigkeit oder ein anderer Isolationsfehler vorhanden ist.

Ebenso wichtig ist die Auswahl der Prüfspannung. 250 V, 500 V und 1000 V sind keine frei austauschbaren Komfortstufen. Die Prüfspannung wird aus Prüfaufgabe, Norm, Anlagenkonfiguration und Herstelleranforderungen abgeleitet.

Bei modernen elektrischen Anlagen bedeutet gute Isolationsprüfung deshalb mehr als zwei Prüfspitzen anzusetzen und einen Megaohmwert abzulesen. Schaltplan, SPD-Konzept, elektronische Verbraucher, Messpfad und Prüfspannung gehören zur fachlichen Bewertung dazu.

Wer diese Punkte vor der Messung berücksichtigt, vermeidet sowohl unnötige Belastungen empfindlicher Elektronik als auch Fehldiagnosen, bei denen ein vollkommen intakter Leitungsabschnitt aufgrund eines angeschlossenen Schutz- oder Filterbauteils als mangelhaft bewertet wird.

FAQ zur Isolationsmessung bei Anlagen mit Überspannungsschutz

Muss ein SPD vor einer Isolationsmessung entfernt werden?

Das hängt vom konkreten SPD, seiner Verschaltung, der Prüfspannung und den Herstellerangaben ab. Viele Hersteller schreiben vor, Überspannungsschutzgeräte beziehungsweise steckbare Ableitermodule vor der Isolationswiderstandsprüfung zu trennen. Die Vorgaben des verwendeten Systems sind maßgeblich.

Warum kann ein SPD einen schlechten Isolationswert verursachen?

Ein Überspannungsschutzgerät enthält spannungsabhängige Ableitpfade zwischen Leitern beziehungsweise gegen Erde. Diese können bei einer Isolationsprüfung zusätzlichen Messstrom verursachen und damit den angezeigten Isolationswiderstand reduzieren.

Ist ein niedriger Wert mit angeschlossenem SPD automatisch ein defekter SPD?

Nein. Zunächst kann lediglich das normale elektrische Verhalten des angeschlossenen Schutzpfades in den Messwert eingehen. Die Bewertung muss anhand der Herstellerdaten und gegebenenfalls durch eine getrennte Prüfung erfolgen.

Kann eine Isolationsmessung empfindliche Elektronik beschädigen?

Eine ungeeignete Prüfspannung oder Messschaltung kann elektronische Bauteile unnötig belasten oder beschädigen. Vor der Prüfung muss deshalb geklärt werden, welche Betriebsmittel im Messpfad liegen und welche Prüfbedingungen dafür zulässig sind.

Warum werden häufig 500 V DC verwendet?

500 V DC sind für viele Isolationsprüfungen an üblichen Niederspannungsstromkreisen eine vorgesehene Prüfspannung. Welche Spannung im konkreten Fall anzuwenden ist, richtet sich jedoch nach der jeweiligen Prüfvorschrift und Anlagenkonfiguration.

Wann kommen 250 V DC infrage?

Eine reduzierte Prüfspannung kann unter bestimmten normativen und anlagentechnischen Voraussetzungen eingesetzt werden, beispielsweise wenn bestimmte angeschlossene Betriebsmittel nicht praktikabel getrennt werden können. Die konkrete Zulässigkeit und der zugehörige Mindestisolationswert müssen für die jeweilige Prüfung geklärt werden.

Ist eine 250-V-Messung automatisch sicher für jede Elektronik?

Nein. Auch 250 V DC können für bestimmte elektronische Schaltungen ungeeignet sein. Maßgeblich sind immer die zulässigen Prüfbedingungen des Betriebsmittels.

Kann ein Frequenzumrichter angeschlossen bleiben?

Das hängt von Messpfad und Prüfauftrag ab. Bei Prüfungen von Motor oder Motorleitung wird der Frequenzumrichter häufig elektrisch vom Prüfobjekt getrennt, damit seine Leistungselektronik und Filter nicht Bestandteil der Isolationsmessung werden.

Warum beeinflussen EMV-Filter die Isolationsmessung?

EMV-Filter enthalten häufig Kondensatoren zwischen aktiven Leitern und Schutzleiter. Beim Anlegen einer Gleichspannungs-Prüfspannung entsteht zunächst ein Ladestrom, und je nach Schaltung können zusätzliche Ableitpfade vorhanden sein.

Warum steigt der angezeigte Isolationswiderstand während der Messung?

Kapazitäten im Prüfobjekt werden zunächst aufgeladen. Mit abnehmendem Ladestrom steigt der vom Prüfgerät berechnete Widerstand. Der zeitliche Verlauf kann deshalb eine wichtige Diagnoseinformation sein.

Was bedeutet es, wenn das Prüfgerät die eingestellte Prüfspannung nicht erreicht?

Ein zu großer Messstrom verhindert möglicherweise den vollständigen Spannungsaufbau. Ursache können ein tatsächlicher Isolationsfehler, angeschlossene Elektronik, ein Überspannungsschutzgerät oder eine große kapazitive Last sein.

Dürfen aktive Leiter für die Isolationsmessung zusammengefasst werden?

Bei entsprechenden Prüfverfahren können aktive Leiter für die Messung gegen Schutzleiter beziehungsweise Erde gemeinsam betrachtet werden. Ob dies für die konkrete Prüfung zulässig und zweckmäßig ist, richtet sich nach Norm, Anlagenaufbau und Prüfauftrag.

Warum ist der Messpfad wichtiger als die reine Prüfspannung?

Die gleiche Prüfspannung kann abhängig von der Anschlussart vollkommen unterschiedliche Bauteile beaufschlagen. Erst wenn bekannt ist, zwischen welchen Punkten die Spannung anliegt, lässt sich beurteilen, welche Komponenten von der Messung betroffen sind.

Kann ich einen schlechten Isolationswert durch Abklemmen einzelner Stromkreise eingrenzen?

Ja. Eine schrittweise Aufteilung des Prüfbereiches ist eine übliche Diagnosemethode. Änderungen sollten dabei systematisch erfolgen, damit der Einfluss einzelner Leitungsabschnitte oder Betriebsmittel nachvollziehbar bleibt.

Was muss nach dem Entfernen eines SPD-Moduls beachtet werden?

Nach der Prüfung muss der Überspannungsschutz vollständig und korrekt wiederhergestellt werden. Steckmodule, Zustandsanzeigen, Verriegelungen und gegebenenfalls Fernmeldekontakte sollten kontrolliert werden.

Warum sollte die verwendete Prüfspannung dokumentiert werden?

Der Isolationswiderstand kann von der Prüfspannung und der Anlagenkonfiguration abhängen. Ohne dokumentierte Prüfspannung lassen sich Messwerte aus unterschiedlichen Prüfungen nur eingeschränkt vergleichen.

Muss auch dokumentiert werden, ob SPD und Elektronik angeschlossen waren?

Bei einer nachvollziehbaren Prüfung ist dies sehr hilfreich. Ein Isolationswert mit angeschlossenen elektronischen Betriebsmitteln kann nicht ohne Weiteres mit einem Wert verglichen werden, der an einer vollständig getrennten Installation aufgenommen wurde.

Warum muss nach der Isolationsmessung eine Entladung erfolgen?

Leitungen, Filter und andere kapazitive Komponenten können durch die Gleichspannungsprüfung elektrische Ladung speichern. Vor weiteren Arbeiten muss der sichere, entladene Zustand hergestellt beziehungsweise kontrolliert werden.

Welches Prüfgerät eignet sich für Anlagen mit unterschiedlichen Prüfspannungen?

Installationstester wie der GSC60 bieten mehrere Isolationsprüfspannungen von 50 bis 1000 V DC. Alternativ stehen spezialisierte Isolationsprüfer sowie vollständige Anlagenprüfgeräte wie CA 6116N und CA 6117 zur Verfügung. Entscheidend ist, dass das Gerät die für die konkrete Prüfaufgabe erforderlichen Messfunktionen und Prüfspannungen unterstützt.

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