Bei der Prüfung elektrischer Anlagen gehört die Messung der Schleifenimpedanz zu den wichtigen Prüfschritten. In der Praxis entsteht dabei jedoch häufig ein Problem: Der FI-Schutzschalter beziehungsweise RCD löst während der Messung aus. Das unterbricht die Prüfung, kostet Zeit und kann in sensiblen Anlagen zu unnötigen Störungen führen.
Besonders bei Messungen in Endstromkreisen, Verteilungen, Industrieanlagen oder Anlagen mit empfindlichen Verbrauchern ist es wichtig, ein geeignetes Prüfverfahren und ein passendes Installationsprüfgerät zu verwenden. Moderne Installationstester bieten dafür spezielle Messfunktionen zur Schleifenimpedanzmessung ohne FI-Auslösung.
Dieser Beitrag erklärt, warum ein FI bei der Schleifenmessung auslösen kann, welche Fehler in der Praxis häufig auftreten und wie Elektrofachkräfte die Prüfung sicher und effizient vorbereiten können.
Eine Übersicht passender Prüfgeräte finden Sie in unserer Kategorie
Anlagenprüfung VDE 0100.
Inhaltsverzeichnis
- Warum ist die Schleifenimpedanzmessung wichtig?
- Warum löst der FI bei der Schleifenimpedanzmessung aus?
- Typische Symptome bei der Prüfung
- Messverfahren mit und ohne FI-Auslösung
- RCD-Typen richtig berücksichtigen
- Häufige Fehler bei der Schleifenmessung
- Praktische Lösungen für die Prüfung
- Welche Installationstester sind geeignet?
- Praxisbeispiele aus der Anlagenprüfung
- Checkliste vor der Messung
- Fazit
- FAQ: Häufige Fragen zur Schleifenimpedanzmessung ohne FI-Auslösung
Warum ist die Schleifenimpedanzmessung wichtig?
Die Schleifenimpedanzmessung dient dazu, die Wirksamkeit der Schutzmaßnahme im Fehlerfall zu beurteilen. Vereinfacht gesagt wird geprüft, ob im Fehlerfall ein ausreichend hoher Fehlerstrom fließen kann, damit die Schutzeinrichtung innerhalb der geforderten Zeit abschaltet.
Die Messung ist deshalb ein wichtiger Bestandteil der Anlagenprüfung. Sie hilft zu beurteilen, ob Leitung, Schutzleiter, Netzimpedanz, Sicherung, Leitungsschutzschalter und Anschlussbedingungen zusammenpassen.
- Schutzmaßnahme prüfen: Reicht der mögliche Fehlerstrom für die Abschaltung aus?
- Kurzschlussstrom abschätzen: Viele Installationstester berechnen aus der Impedanz den möglichen Kurzschlussstrom Ik.
- Leitungs- und Netzbedingungen bewerten: Hohe Impedanzen können auf ungünstige Leitungswege oder Übergangswiderstände hinweisen.
- Fehlerquellen erkennen: Schlechte Verbindungen, zu lange Leitungen oder ungeeignete Absicherung können auffallen.
- Prüfung dokumentieren: Messwerte können für Prüfprotokolle und Wiederholungsprüfungen relevant sein.
Wichtig: Messungen an elektrischen Anlagen dürfen nur durch entsprechend qualifizierte Elektrofachkräfte durchgeführt werden. Die jeweils gültigen Normen, Anlagenbedingungen und Sicherheitsregeln sind zu beachten.
Warum löst der FI bei der Schleifenimpedanzmessung aus?
Ein FI-Schutzschalter beziehungsweise RCD überwacht, ob zwischen hin- und zurückfließendem Strom eine Differenz entsteht. Bei einem Fehlerstrom oberhalb des Auslösestroms trennt der RCD den Stromkreis. Das ist seine Schutzfunktion.
Bei bestimmten Schleifenimpedanzmessungen erzeugt das Prüfgerät kurzzeitig einen Prüfstrom. Wenn dieser Prüfstrom aus Sicht des RCD wie ein Fehlerstrom wirkt oder den Auslöseschwellwert erreicht, kann der FI auslösen.
| Ursache | Warum der FI auslösen kann | Praktische Folge |
|---|---|---|
| Prüfstrom über PE | Der RCD erkennt eine Differenz zwischen Außenleiter und Neutralleiter. | Der Stromkreis wird während der Messung abgeschaltet. |
| Zu empfindlicher RCD | Bei 30-mA-RCDs können bestimmte Messverfahren zur Auslösung führen. | Messung muss wiederholt oder anders durchgeführt werden. |
| Vorhandene Ableitströme | Bestehende Ableitströme in der Anlage addieren sich zum Prüfstrom. | Der RCD löst schneller aus als erwartet. |
| Falsche Messfunktion | Es wird eine Schleifenmessung gewählt, die nicht für Messungen hinter RCDs gedacht ist. | FI-Auslösung trotz intakter Anlage. |
| Fehlerhafte Anschlussbedingungen | Vertauschte Leiter, schlechte Kontakte oder ungeeignete Messpunkte verfälschen die Messung. | Unplausible Werte oder Auslösung des Schutzorgans. |
Typische Symptome bei der Prüfung
Wenn der FI bei der Schleifenimpedanzmessung auslöst, zeigt sich das je nach Anlage und Prüfgerät unterschiedlich. Nicht immer ist sofort klar, ob das Problem an der Anlage, am Messverfahren oder an der Geräteeinstellung liegt.
| Symptom | Mögliche Ursache | Erste Prüfung |
|---|---|---|
| FI löst direkt beim Start der Messung aus | Falsche Messfunktion oder zu hoher Prüfstrom | Messart für RCD-geschützte Stromkreise prüfen |
| FI löst nur gelegentlich aus | Vorhandene Ableitströme oder wechselnde Verbraucherzustände | Verbraucher und Ableitströme prüfen |
| Messwert ist unplausibel | Schlechter Kontakt, falscher Messpunkt oder falsche Leiterzuordnung | Anschluss und Messleitungen kontrollieren |
| Messung funktioniert vor dem RCD, aber nicht dahinter | RCD reagiert auf das Messverfahren | RCD-kompatible Schleifenmessung verwenden |
| Mehrere RCDs lösen aus | Unklare Stromkreiszuordnung oder vorgeschaltete RCD-Struktur | Netzstruktur und Verteilung prüfen |
Messverfahren mit und ohne FI-Auslösung
Nicht jede Schleifenimpedanzmessung ist gleich. Moderne Installationstester bieten unterschiedliche Messverfahren für verschiedene Situationen. Besonders wichtig ist die Unterscheidung zwischen einer normalen Schleifenmessung und einer Messung hinter RCDs ohne Auslösung.
| Messverfahren | Typische Verwendung | Hinweis |
|---|---|---|
| Normale Schleifenimpedanzmessung | Messung in Stromkreisen ohne RCD oder an geeigneten Messpunkten | Kann hinter einem RCD zur Auslösung führen. |
| Schleifenmessung ohne FI-Auslösung | Messung in RCD-geschützten Stromkreisen | Erfordert ein geeignetes Prüfgerät und die richtige Messfunktion. |
| Netzimpedanzmessung L-N oder L-L | Beurteilung von Netzbedingungen ohne Messung über PE | Ersetzt nicht automatisch jede Schutzleiter- oder Schleifenprüfung. |
| RCD-Prüfung | Prüfung von Auslösestrom und Auslösezeit | Separate Prüfung mit passendem RCD-Typ und Prüfstrom. |
| Messung mit Kurzschlussstromanzeige | Beurteilung des möglichen Kurzschlussstroms Ik | Hilft bei der Bewertung von Abschaltbedingungen. |
Bei RCD-geschützten Stromkreisen sollte immer die passende Messfunktion des Installationstesters verwendet werden. Ein FI darf nicht einfach überbrückt oder außer Funktion gesetzt werden, nur um eine Messung durchzuführen.
RCD-Typen richtig berücksichtigen
RCD ist nicht gleich RCD. Je nach Anlage können unterschiedliche Typen verbaut sein. Die Auswahl der richtigen Prüffunktion hängt deshalb auch vom vorhandenen RCD-Typ ab.
- RCD Typ AC: für sinusförmige Wechselströme, in vielen Neuanlagen nicht mehr die typische Standardlösung.
- RCD Typ A: für Wechselströme und pulsierende Gleichfehlerströme, häufig in allgemeinen Installationen.
- RCD Typ F: für bestimmte einphasige Verbraucher mit Frequenzumrichtern oder elektronischen Komponenten.
- RCD Typ B: für glatte Gleichfehlerströme und besondere Anwendungen, zum Beispiel bestimmte industrielle Verbraucher.
- RCD Typ B+ oder EV: je nach Anwendung, zum Beispiel bei besonderen Anforderungen oder Ladeinfrastruktur.
Das Prüfgerät muss zum vorhandenen RCD-Typ passen. Ein Installationstester, der nur bestimmte RCD-Typen unterstützt, ist nicht automatisch für jede Anlage geeignet.
| RCD-Typ | Typische Relevanz | Was prüfen? |
|---|---|---|
| Typ A / AC | Allgemeine elektrische Anlagen | Unterstützt das Prüfgerät den vorhandenen RCD-Typ? |
| Typ B | Industrie, Frequenzumrichter, besondere Verbraucher | Installationstester mit RCD-Typ-B-Prüfung verwenden. |
| Typ F | Bestimmte elektronische Verbraucher | Prüfgerät und Prüfvorgaben abgleichen. |
| Typ EV | Ladeinfrastruktur / Wallboxen | Geeignete EVSE-Prüfung und Adapter berücksichtigen. |
Für Anlagen mit unterschiedlichen RCD-Typen kann ein vielseitiges Gerät wie das
GSC60
sinnvoll sein, da es neben der VDE-0100-Prüfung auch RCD-Tests für verschiedene Typen sowie Netz- und Schleifenimpedanzmessungen bietet.
Häufige Fehler bei der Schleifenmessung
Viele Probleme bei der Schleifenimpedanzmessung entstehen nicht durch einen Defekt des Prüfgerätes, sondern durch eine falsche Messfunktion, ungünstige Anlagenbedingungen oder unklare Stromkreiszuordnung.
- Falsche Messfunktion gewählt: Normale Schleifenmessung statt Messung ohne FI-Auslösung.
- RCD-Typ nicht berücksichtigt: Das Prüfgerät oder die Einstellung FI-Auslösung.
- RCD-Typ nicht berücksichtigt: Das passt nicht zum verbauten RCD.
- Vorhandene Verbraucher nicht beachtet: Ableitströme von Netzteilen, Frequenzumrichtern oder Filtern beeinflussen die Messung.
- Schlechter Kontakt an der Messstelle: Lockere Steckdosenkontakte oder ungeeignete Prüfspitzen führen zu unplausiblen Werten.
- Stromkreis falsch zugeordnet: Es wird an einem anderen Stromkreis gemessen als angenommen.
- Neutralleiter- oder Schutzleiterproblem: Fehlerhafte Verbindungen können Messwerte verfälschen oder Schutzorgane auslösen.
- Mehrere RCDs in Reihe: Vorgeschaltete oder selektive RCDs werden nicht berücksichtigt.
- Messwert falsch interpretiert: Der angezeigte Ik oder die Impedanz wird nicht mit der Schutzeinrichtung abgeglichen.
Praktische Lösungen für die Prüfung
Wenn bei der Schleifenimpedanzmessung der FI auslöst, sollte die Prüfung systematisch vorbereitet werden. Ziel ist nicht, die Schutzfunktion zu umgehen, sondern das richtige Messverfahren für die jeweilige Anlage zu verwenden.
Mögliche Maßnahmen
- Messfunktion prüfen: Ist die Funktion für Schleifenmessung ohne FI-Auslösung ausgewählt?
- RCD-Typ identifizieren: Typ A, AC, B, F, B+ oder EV prüfen.
- Anlagenstruktur klären: Gibt es vorgeschaltete RCDs, Unterverteilungen oder mehrere Schutzbereiche?
- Messpunkt kontrollieren: Sind Steckdose, Klemme oder Prüfspitze sauber und sicher kontaktiert?
- Verbraucher bewerten: Können vorhandene Ableitströme die Messung beeinflussen?
- Messleitungen prüfen: Sind Messleitungen, Adapter und Prüfspitzen geeignet und unbeschädigt?
- Messwerte plausibilisieren: Stimmen Impedanz, Ik und Schutzorgan zusammen?
- Dokumentation vorbereiten: Messwerte speichern und eindeutig dem Stromkreis zuordnen.
| Problem | Prüfung | Mögliche Lösung |
|---|---|---|
| FI löst bei jeder Schleifenmessung aus | Messfunktion und RCD-Typ prüfen | Schleifenmessung ohne FI-Auslösung verwenden |
| FI löst nur bei bestimmten Stromkreisen aus | Verbraucher und Ableitströme prüfen | Stromkreis einzeln bewerten und Verbraucherzustand beachten |
| Messwert ist unplausibel hoch | Kontaktstelle, Messleitung und Leiterzuordnung prüfen | Messstelle reinigen, Anschluss prüfen, Messung wiederholen |
| Kurzschlussstrom Ik erscheint zu niedrig | Leitungslänge, Querschnitt, Übergangswiderstände und Netzimpedanz prüfen | Messwert mit Schutzorgan und Abschaltbedingungen abgleichen |
| Prüfung dauert zu lange | Speicher, Auto-Funktionen und Dokumentationsablauf prüfen | Installationstester mit Speicher und klarer Messstruktur verwenden |
Welche Installationstester sind geeignet?
Für die Schleifenimpedanzmessung in RCD-geschützten Stromkreisen sollte ein Installationstester verwendet werden, der eine passende Messfunktion ohne FI-Auslösung bietet. Zusätzlich können Speicher, Touchscreen, Auto-Sequenzen, RCD-Typ-B-Prüfung oder Netzqualitätsfunktionen je nach Anwendung wichtig sein.
| Prüfgerät | Besonders relevant für | Hinweis |
|---|---|---|
| COMBI G2 | VDE-0100-Anlagenprüfung mit Touchscreen und Schleifenwiderstandsmessung ohne FI-Auslösung | Geeignet für Anwender, die ein übersichtliches Installationsprüfgerät mit Speicher und komfortabler Bedienung suchen. |
| GSC60 | VDE-0100-Prüfung, RCD-Tests Typ A, AC, B, B+ und F sowie Netz- und Energieanalyse | Sinnvoll, wenn neben der Anlagenprüfung auch Netzqualität, Spannungsfall oder Energieparameter betrachtet werden sollen. |
| COMBI 420 | Schleifen- und Netzimpedanzmessung mit Anzeige des Kurzschlussstroms Ik | Geeignet für klassische VDE-0100- und VDE-0105-Prüfaufgaben mit Speicher und USB-Schnittstelle. |
| EASYTEST | VDE-Prüfung mit Auto-Sequenz, Netz- und Schleifenimpedanz, RCD Typ A und AC | Praktisch, wenn wiederkehrende Prüfschritte schnell und strukturiert durchgeführt werden sollen. |
| COMBI521 | Installationstest mit RCD Typ A, AC, B und EV sowie zusätzlichem EVSE-Prüfablauf | Interessant für Anwender, die neben klassischen Anlagen auch Ladeinfrastruktur prüfen. |
| FULLTEST 3 | Maschinen- und Anlagenprüfung mit Schleifenwiderstand ohne RCD-Auslösung | Besonders interessant, wenn neben Anlagenprüfung auch Maschinenprüfung und Sicherheitsprüfungen nach EN 60204-1 relevant sind. |
Eine vollständige Übersicht der verfügbaren Geräte finden Sie in der Kategorie
Installationstester und Anlagenprüfung VDE 0100.
Praxisbeispiele aus der Anlagenprüfung
Beispiel 1: Schleifenmessung in einer Büroinstallation
In einer Büroinstallation sind mehrere Endstromkreise über 30-mA-RCDs geschützt. Bei einer normalen Schleifenimpedanzmessung löst der FI aus. Die Ursache liegt nicht zwingend in einem Anlagenfehler, sondern häufig im verwendeten Messverfahren. Mit einem geeigneten Installationstester und der Funktion zur Messung ohne FI-Auslösung kann die Prüfung störungsärmer durchgeführt werden.
Beispiel 2: Industrieanlage mit Frequenzumrichtern
In einer Industrieanlage sind Verbraucher mit Filtern, Netzteilen und Frequenzumrichtern angeschlossen. Bereits vorhandene Ableitströme können dazu führen, dass ein zusätzlicher Prüfstrom den RCD auslöst. Hier sollten RCD-Typ, Ableitströme, Verbraucherzustände und Messverfahren besonders sorgfältig geprüft werden.
Beispiel 3: Verteilung mit mehreren RCD-Ebenen
Wenn mehrere RCDs hintereinander angeordnet sind, kann eine Messung unerwartet einen vorgeschalteten RCD auslösen. Vor der Prüfung sollte deshalb klar sein, welche Schutzorgane welchem Stromkreis zugeordnet sind und ob selektive oder vorgeschaltete RCDs vorhanden sind.
Beispiel 4: Prüfung mit zusätzlicher Netzbewertung
Bei größeren Anlagen reicht es oft nicht aus, nur einzelne Schutzmaßnahmen zu prüfen. Spannungsfall, Netzimpedanz, Drehfeld, Netzqualität oder Lastzustände können zusätzliche Hinweise liefern. In solchen Fällen kann ein Gerät wie das
GSC60
sinnvoll sein, weil es Anlagenprüfung und Netz-/Energieanalyse kombiniert.
Checkliste vor der Messung
Mit dieser Checkliste lässt sich die Schleifenimpedanzmessung in RCD-geschützten Stromkreisen besser vorbereiten.
| Prüffrage | Warum wichtig? | Bewertung |
|---|---|---|
| Ist der Stromkreis RCD-geschützt? | Dann kann eine normale Schleifenmessung den FI auslösen. | Messfunktion ohne FI-Auslösung prüfen. |
| Welcher RCD-Typ ist verbaut? | Das Prüfgerät muss zum RCD-Typ passen. | Typ A, AC, B, F, B+ oder EV identifizieren. |
| Gibt es bereits Ableitströme? | Vorhandene Ableitströme können sich mit Prüfströmen addieren. | Verbraucher und Anlagenzustand prüfen. |
| Ist die Messstelle eindeutig? | Falsche Stromkreiszuordnung führt zu Fehlinterpretationen. | Verteilung und Stromkreis kennzeichnen. |
| Sind Messleitungen und Adapter geeignet? | Beschädigte oder falsche Leitungen verfälschen Messwerte. | Zubehör vor der Prüfung kontrollieren. |
| Ist der Kontakt an der Messstelle sicher? | Schlechte Kontakte können hohe oder schwankende Werte verursachen. | Steckdose, Klemme oder Prüfspitze prüfen. |
| Ist der angezeigte Ik plausibel? | Der Kurzschlussstrom muss zur Schutzeinrichtung passen. | Messwert mit Absicherung und Leitung vergleichen. |
| Wird die Messung dokumentiert? | Prüfwerte müssen eindeutig nachvollziehbar sein. | Speicher, Stromkreisbezeichnung und Protokoll nutzen. |
Fazit: FI-Auslösung bei der Schleifenmessung ist oft ein Mess- oder Anwendungsproblem
Wenn der FI bei der Schleifenimpedanzmessung auslöst, bedeutet das nicht automatisch, dass der RCD oder die Anlage defekt ist. Häufig wird eine ungeeignete Messfunktion verwendet, der vorhandene RCD-Typ nicht berücksichtigt oder die Anlage weist bereits Ableitströme auf.
Entscheidend ist eine strukturierte Prüfung: RCD-Typ, Messfunktion, Stromkreis, Messstelle, Verbraucherzustand und Messwerte müssen zusammen betrachtet werden. Moderne Installationstester mit Schleifenmessung ohne FI-Auslösung können die Prüfung deutlich erleichtern und Störungen im Anlagenbetrieb reduzieren.
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Anlagenprüfung VDE 0100.
FAQ: Häufige Fragen zur Schleifenimpedanzmessung ohne FI-Auslösung
Warum löst der FI bei der Schleifenimpedanzmessung aus?
Bei bestimmten Messverfahren fließt ein Prüfstrom, der vom RCD als Fehlerstrom erkannt werden kann. Besonders hinter 30-mA-RCDs kann dies zur Auslösung führen, wenn keine geeignete Messfunktion ohne FI-Auslösung verwendet wird.
Ist der FI defekt, wenn er bei der Messung auslöst?
Nicht unbedingt. Eine FI-Auslösung während der Schleifenmessung kann auch durch das Messverfahren, vorhandene Ableitströme, falsche Geräteeinstellungen oder die Anlagenstruktur verursacht werden. Der RCD sollte dennoch fachgerecht geprüft werden.
Wie kann man die Schleifenimpedanz ohne FI-Auslösung messen?
Dafür wird ein Installationstester mit geeigneter Messfunktion für RCD-geschützte Stromkreise benötigt. Geräte wie
COMBI G2,
GSC60
oder
COMBI 420
können je nach Anwendung passende Funktionen bieten.
Darf man den FI für die Schleifenmessung überbrücken?
Der FI sollte nicht einfach überbrückt oder außer Funktion gesetzt werden, nur um eine Messung durchzuführen. Stattdessen sollte ein geeignetes Prüfverfahren verwendet werden. Die Sicherheitsregeln und normativen Anforderungen sind einzuhalten.
Welcher Installationstester eignet sich für Messungen hinter RCDs?
Geeignet sind Installationstester, die eine Schleifenmessung ohne FI-Auslösung unterstützen und zum vorhandenen RCD-Typ passen. Für klassische Anlagenprüfungen kann zum Beispiel
COMBI G2
relevant sein. Für umfangreichere Prüfungen mit Netz- und Energieanalyse kann
GSC60
eine passende Lösung sein.
Was ist bei RCD Typ B zu beachten?
RCD Typ B wird bei besonderen Anwendungen eingesetzt, zum Beispiel bei bestimmten industriellen Verbrauchern oder glatten Gleichfehlerströmen. Das Prüfgerät muss RCD Typ B unterstützen. Geräte wie
GSC60
oder
COMBI521
können je nach Prüfaufgabe interessant sein.
Können vorhandene Ableitströme die Messung beeinflussen?
Ja. Ableitströme von Netzteilen, Filtern, Frequenzumrichtern oder angeschlossenen Verbrauchern können sich mit dem Prüfstrom addieren. Dadurch kann der RCD schneller auslösen oder die Messung auffällig werden.
Was bedeutet Ik bei der Schleifenimpedanzmessung?
Ik ist der berechnete Kurzschlussstrom. Er hilft bei der Bewertung, ob die Schutzeinrichtung im Fehlerfall ausreichend schnell abschalten kann. Der Wert muss im Zusammenhang mit Leitung, Absicherung und Abschaltbedingungen betrachtet werden.
Ist die Schleifenimpedanzmessung Teil der VDE-0100-Prüfung?
Die Schleifenimpedanzmessung ist ein wichtiger Bestandteil der Prüfung elektrischer Anlagen, wenn die Wirksamkeit der Schutzmaßnahme und die Abschaltbedingungen beurteilt werden müssen. Die konkrete Durchführung richtet sich nach Anlage, Schutzmaßnahme und normativen Anforderungen.
Wo finde ich passende Installationstester?
Eine Übersicht geeigneter Geräte finden Sie in der Kategorie
Anlagenprüfung VDE 0100. Dort finden Sie verschiedene Installationstester für Schleifenimpedanz, RCD-Prüfung, Isoltionsmessung, Niederohmmessung, Auto-Sequenzen und Dokumentation.
