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Großer Bereich an Lastklassen verfügbar
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Hohe IP-Schutzart
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Eichfähig
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Hohe Genauigkeitsklassen
Datenblatt
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Doppelscherstab-Wägezellen – Hochleistungsaufnehmer für Schwerlast-Wägeanwendungen
Doppelscherstab-Wägezellen (Double Shear Beam Load Cells) sind symmetrisch ausgelegte Sensoren, bei denen die Kraft mittig auf zwei Scherstäbe oder Scherkörper wirkt. Durch diese Konstruktion werden Quer- und Seitenkräfte effizient kompensiert, was sie ideal macht für Schwerlast-Plattformen, Fahrzeugwaagen, Silowertegewicht- und Behälterverwiegung sowie industrielle Wäge- und Kraftmesssysteme.
Typische Merkmale sind hohe Nennlasten (z. B. > 10 t), Schutzarten bis IP67/IP68/IP69K, robuste Materialien wie legierter Stahl oder Edelstahl, eichfähige Genauigkeitsklassen (z. B. nach OIML R60), und oft hermetische Kapselung. In Kombination mit Wiegeelementen, Montage- oder Pendellagern, Summier-/Junction-Boxen und passender Wägeelektronik bietet ICS Schneider Messtechnik komplette Systemlösungen – von der Auslegung über Kalibrierung bis zur Integration in SPS/SCADA.
FAQ zu Doppelscherstab-Wägezellen
Antworten zu Funktionsweise, Auswahlkriterien, Genauigkeit, Montage, Schutzarten, Kalibrierung und typischen Einsatzfällen.
Was ist eine Doppelscherstab-Wägezelle und wie funktioniert sie?
Eine Doppelscherstab-Wägezelle ist so konstruiert, dass die Kraft zentral auf zwei parallele Scherstäbe wirkt, wodurch eine symmetrische Lastführung und geringe Empfindlichkeit gegenüber Seiten- oder Kippkräften erreicht wird. :contentReference[oaicite:0]{index=0}
Für welche Anwendungen eignen sich Doppelscherstab-Wägezellen?
Sie eignen sich besonders für hohe Lastbereiche, z. B. bei Fahrzeugwaagen, Silowertegewicht- und Behälterverwiegung, Brücken- und Achslastwaagen und generell bei großen Plattformen oder Tanks mit mehreren Tonnen Gewicht. :contentReference[oaicite:1]{index=1}
Welche Vorteile bieten sie im Vergleich zu einfachen Scherstab-Wägezellen?
Durch die doppelte Scherstabverformung ergibt sich eine noch bessere Quer- und Seitenkraftkompensation, höhere stabile Leistung bei Schwerlastanwendungen sowie bessere Langzeitstabilität. :contentReference[oaicite:2]{index=2}
Welche Schutzklassen und Materialien sind üblich?
Typisch sind Ausführungen in legiertem Stahl oder Edelstahl mit Schutzarten von IP67 über IP68 bis IP69K. Dies macht sie geeignet für rauhe Industriebedingungen, Außen- und Reinigungsanwendungen. :contentReference[oaicite:3]{index=3}
Sind Doppelscherstab-Wägezellen eichfähig?
Ja, viele Modelle sind für eichpflichtige Verwiegung ausgelegt und erfüllen entsprechende Normen wie OIML R60. Wichtig ist jedoch, dass das gesamte Wägesystem die Anforderungen erfüllt. :contentReference[oaicite:4]{index=4}
Welche Genauigkeitsklassen sind erreichbar?
Für Industrie- und Handelsanwendungen sind Genauigkeitsklassen wie C3 nach OIML durchaus möglich. Die tatsächliche Systemgenauigkeit hängt jedoch von Mechanik, Montage, Elektronik und Kalibrierung ab. :contentReference[oaicite:5]{index=5}
Welche Lastbereiche decken diese Zellen typischerweise ab?
Die Nennlasten liegen häufig im Bereich von mehreren Tonnen – z. B. Modelle mit 9 000 kg bis 27 000 kg sind dokumentiert. :contentReference[oaicite:6]{index=6}
Wie wird die mechanische Montage korrekt ausgeführt?
Eine stabile und ebene Befestigung, freier Kraftfluss zur Wägezelle, geeignete Lagerung und Schutz vor Quer- und Kippkräften sind essenziell. Auch eine definierte Überlast- bzw. Einhebesicherung ist empfohlen.
Wie wirken sich Quer- und Seitenkräfte aus und wie werden diese vermieden?
Doppelscherstab-Zellen sind gegenüber Seitenlasten deutlich robuster, dennoch sollten starre Leitungen, unvermeidbare Bewegungen oder exzentrische Lasten vermieden werden. Eine mechanisch entkoppelte Konstruktion ist wichtig. :contentReference[oaicite:7]{index=7}
Wie erfolgt die elektrische Anbindung?
Die Wägezelle liefert ein typisches Dehnungsmessstreifen-Signal (mV/V), meist über 4- oder 6-adrige Anschlussleitung. Varianten mit SENSE-Leitungen ermöglichen bessere Kompensation bei langen Kabelwegen.
Wie wird ein Mehrzellen-Wägeaufbau mit Doppelscherstab-Zellen realisiert?
Mehrere Zellen werden in einer Wägestation verwendet und über eine Summier- bzw. Junction-Box zusammengeführt. Wichtig ist eine gleichmäßige Lastverteilung, mechanische Symmetrie und korrekte Kalibrierung.
Was ist bei der Kalibrierung zu beachten?
Die Kalibrierung erfolgt mit bekannten Prüflasten oder Referenzvolumen, anschließend Null- und Span-Einstellung, Prüfungen auf Linearität und Wiederholbarkeit sowie Dokumentation der Ergebnisse.
Welche häufigen Fehlerquellen gibt es?
Typische Fehlerquellen sind unzureichende Rahmensteifigkeit, starre Anschlüsse (z. B. Rohre, Kabel), dynamische Lasten oder Vibrationen, Temperaturgradienten sowie unsymmetrische Lastverteilung. Eine sorgfältige mechanische Auslegung minimiert solche Fehler.
Welche Zubehörkomponenten sind sinnvoll?
Empfohlen werden Montagelager mit Quer- und Kippentkopplung, Einhebesicherung, Rocker/ Pendellagerung für Plattformen sowie passende Summier-/Junction-Box für Mehrzellen-Systeme.
Bietet ICS Schneider Messtechnik Unterstützung bei Auswahl und Integration?
Ja – ICS Schneider Messtechnik unterstützt Sie bei der Auswahl geeigneter Doppelscherstab-Wägezellen, mechanischen Auslegung der Wägelösung, Integration der Wägeelektronik sowie Kalibrierung und Dokumentation.
Wie kann ich ein Angebot anfordern?
Sie können direkt über die Produktseite eine Anfrage mittels Anfrageliste stellen oder ICS Schneider Messtechnik telefonisch bzw. per E-Mail kontaktieren – Angabe von Applikation, Nennlast, Aufbaugröße und Umweltbedingungen erleichtert ein passgenaues Angebot.













































































































































































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