-
Großer Bereich an Lastklassen verfügbar
-
Hohe IP-Schutzart
-
Eichfähig
-
Hohe Genauigkeitsklassen
Datenblatt
|
-
Für eichfähigen Einsatz geeignet
-
Äußerst kompakte Bauform
-
Varianten für explosionsgefährdete Bereiche in Vorbereitung
Datenblatt
|
Siemens Scherstab-Wägezellen
Scherstab-Wägezellen (Shear Beam Load Cells) sind robuste Dehnungsmesssensoren, die mit einem spezialgefertigten Metallkörper arbeiten, in welchem eine definierte Scherzone integriert ist. Durch Drucklasten verformt sich diese Zone leicht – die angebrachten Dehnmessstreifen erfassen die erzeugte Scherkraft und wandeln sie in ein elektrisches Signal um, das proportional zur aufgebrachten Last ist. Aufgrund ihrer Konstruktion bieten Scherstabzellen hohe Stabilität, gute Toleranz gegenüber Seitenkräften und sind insbesondere für mittlere bis hohe Lastbereiche und industrielle Wägesysteme geeignet.
FAQ
Was charakterisiert eine Scherstab-Wägezelle?
Eine Scherstab-Zelle besitzt einen federnden Metallkörper mit einer schmalen Scherzone (oft Web genannt). Unter Last erfährt genau diese Zone eine Scherbeanspruchung – nicht Biegung wie bei Biegebalken –, wodurch die Dehnmessstreifen eine sehr saubere, stabile Signaländerung messen.
Für welche Anwendungen sind Scherstabzellen besonders geeignet?
Scherstabzellen kommen vor allem dort zum Einsatz, wo mittlere bis hohe Lasten zu messen sind – z. B. bei Plattform-, Tank-, Silo-, Behälter- und Fahrzeugwaagen oder in Band- und Prozesswaagen. Sie sind besonders vorteilhaft, wenn Seitenkräfte oder ungleichmäßige Belastungen auftreten können.
Welchen Lastbereich decken Scherstab-Wägezellen typischerweise ab?
Je nach Bauart decken sie Lastbereiche ab von wenigen hundert Kilogramm bis zu mehreren Tonnen. Damit sind sie ideal für industrielle Wägesysteme – von mittleren bis sehr hohen Belastungen.
Wie werden Scherstab-Wägezellen montiert und angeschlossen?
Die Zelle wird so eingebaut, dass die Scherzone korrekt belastet wird – meist senkrecht zur Zellenachse. Die elektrische Verbindung erfolgt über vier- oder sechsadrige, geschirmte Leitungen. Bei längeren Kabelwegen oder rauer Umgebung sind gute Erdung und geschirmte Kabelführung wichtig.
Wie verhält sich eine Scherstab-Wägezelle bei exzentrischer oder seitlicher Belastung?
Scherstabzellen sind im Vergleich zu vielen anderen Typen relativ unempfindlich gegenüber Seiten- oder Querkraftbelastungen. Das heißt: Auch bei nicht exakt zentrierten oder leicht seitlichen Lasten bleibt die Messung relativ präzise — was sie besonders robust macht.
Kann man mehrere Scherstab-Wägezellen kombinieren?
Ja, für größere Waagen oder Behälter werden oft mehrere Zellen parallel eingesetzt. Die Einzelwerte werden summiert, sodass eine hohe Gesamtnennlast und gleichmäßige Lastverteilung möglich sind.
Wie ist die Genauigkeit und Stabilität bei Scherstabzellen?
Scherstabzellen liefern bei korrekter Montage sehr stabile und reproduzierbare Messwerte. Sie besitzen typischerweise gute Linearität, geringe Hysterese und hohe Wiederholgenauigkeit — auch unter wechselnden Lasten und Umgebungseinflüssen.
Wie erfolgt die Kalibrierung bei einer Scherstab-Waage?
Die Kalibrierung erfolgt durch definierte Prüflasten. Bei Mehrzellen-Systemen sollte jede Zelle kalibriert und, falls nötig, ein Ecken- bzw. Lastpunktabgleich durchgeführt werden, damit die Gesamtsumme korrekt angezeigt wird.
Für welche Umweltbedingungen sind Scherstabzellen geeignet?
Viele Scherstabzellen sind aus legiertem oder rostfreiem Stahl gefertigt und entsprechend robust — sie vertragen Feuchtigkeit, Staub und industrielle Umgebungen. Bei aggressiven Medien oder starken mechanischen Einflüssen ist eine passende Schutzart (z. B. IP-Schutz) sicherzustellen.
Was sind die Vorteile gegenüber anderen Wägezellentypen?
Gegenüber einfachen Biegebalken- oder Single-Point-Zellen überzeugen Scherstabzellen durch höhere Robustheit, bessere Toleranz gegenüber Seitenkräften und höhere Tragfähigkeit — sie sind deshalb die bevorzugte Wahl in industriellen, schweren oder ungleichmäßig belasteten Waagen.













































































































































































Datenblatt