- ATEX: II 3 G Ex ic IIC T6 Gc, II 3 D Ex ic IIIC T85°C Dc
- IECEx: Ex ic IIC T6 Gc, Ex ic IIIC T85°C Dc
- Thermische Auflösung: 256 × 192 (49.152 Pixel)
- Temperaturmessbereich: -20°C bis 550°C (-4°F bis 1022°F)
- Bildfrequenz: 25 Hz
- Anzeige: 3,2'' LCD-Bildschirm
- Durchgehende Betriebsdauer von bis zu 6 Stunden

Datenblatt
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Flyer
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Bedienungsanleitung
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Wärmebildkameras – eigensicher (ATEX/IECEx) für Ex-Bereiche
Eigensichere Wärmebildkameras ermöglichen berührungslose Temperaturdiagnosen in explosionsgefährdeten Bereichen – z. B. in Chemie/Petrochemie, Öl & Gas, Lackieranlagen, Schüttgut-/Staubzonen und Bergbau. Sie sind für definierte ATEX-/IECEx-Zonen zugelassen und verhindern, dass Zündquellen entstehen.
Je nach Modell: ATEX/IECEx-Zulassung (z. B. II 2G/2D), Schutzart (IP-Gehäuse), weite Betriebstemperaturbereiche, handschuhbedienbares UI, helle Displays, wechselbare Optiken, radiometrische Bilder/Videos, NETD mit hoher Empfindlichkeit, sowie dokumentationsfähige Schnittstellen (modellabhängig, ggf. beschränkt).
ICS Schneider Messtechnik unterstützt bei Zoneneinstufung/Marking-Interpretation, Modellauswahl, Kalibrierung, Schulung und QS/Report-Workflows – inkl. Integration in SCADA/IIoT gemäß den Sicherheitsvorgaben Ihres Standorts.
FAQ zu eigensicheren Wärmebildkameras (ATEX/IECEx)
Antworten zu Zonen, Gerätekategorien, Gerätemarkierung, Temperaturklassen, Emissivität, Genauigkeit, Dokumentation, Software, Wartung und Praxis.
Für welche Ex-Zonen sind die Kameras ausgelegt?
Modellabhängig für Gas-Zonen 1/2 (II 2G/3G; EPL Gb/Gc) und Staub-Zonen 21/22 (II 2D/3D; EPL Db/Dc). Einige Systeme sind zusätzlich für Bergbau (Gruppe I) klassifiziert.
Wie lese ich das ATEX/IECEx-Marking?
| Bestandteil | Beispiel | Bedeutung |
|---|---|---|
| Gruppe/Kategorie | II 2G 2D | Gruppe II (Industrie), Kat. 2 für Gas & Staub |
| EPL | Gb/Db | Equipment Protection Level |
| Schutzart | Ex i IIC T4 Gb | Eigensicherheit; Gasgruppe IIC; Temperaturklasse T4 |
| Staub | Ex t IIIC T135 °C Db | Staubschutz (t); Staubgruppe IIIC; max. Oberflächentemperatur |
Was bedeutet Eigensicherheit (Ex i)?
Die elektrische Energie in Stromkreisen ist so begrenzt, dass selbst bei Fehlern keine Zündfunken oder kritischen Temperaturen entstehen. Das betrifft auch Laden/Kommunikation – oft nur außerhalb des Ex-Bereichs erlaubt.
Welche Temperaturklassen und Gas-/Staubgruppen sind relevant?
| Temp.-Klasse | Max. Oberflächentemperatur | Typische Medien |
|---|---|---|
| T6 | ≤ 85 °C | sehr leicht entzündliche Gase/Dämpfe |
| T5 | ≤ 100 °C | leicht entzündliche Gase |
| T4 | ≤ 135 °C | häufige Industrieanwendungen |
| T3/T2/T1 | ≤ 200/300/450 °C | höhere Zündtemperaturen |
Welche Einsatzumgebung ist zulässig?
Auf das Umgebungstemperatur-Intervall der Kamera achten (z. B. −10…+50 °C). Die Zulassung gilt nur innerhalb dieses Bereichs; Sonneneinstrahlung, Staubauflagen und Konvektion berücksichtigen.
Welche Genauigkeit ist in Ex-Ausführung realistisch?
Typisch ±2 K oder ±2 % v. Mw. (modellabhängig). Durch Ex-Design können Display/Optik/Netzwerk eingeschränkt sein; die radiometrische Performance bleibt für Inspektionen ausgelegt.
Gibt es Einschränkungen bei Funk/Anschlüssen?
Ja. WLAN/Bluetooth/USB können im Ex-Bereich deaktiviert oder nur in sicheren Zonen nutzbar sein. Datenexport daher oft außerhalb der Ex-Zone (Dock/Cradle).
Wie wähle ich Optiken und IFOV?
Weitwinkel für große Anlagenräume, Tele für Distanz zu Hotspots (z. B. Fackeln, Flansche). IFOV prüfen: Ziel sollte mind. 3×3 Pixel abdecken.
Wie stelle ich Emissivität (ε) in Ex-Bereichen ein?
Glänzende Metalle liefern Fehlwerte. Matte Referenzpunkte (zugelassene Klebebänder/Lacke) nutzen oder Kontakt-Referenz parallel (falls zulässig). ε auf Übereinstimmung trimmen.
Welche typischen Anwendungen gibt es?
- Leckage-/Dichtheitsprüfungen an Flanschen/Armaturen
- Lager/Motoren in Ex-Zonen
- Schüttgut/Staubfilter (Hotspots, Verstopfungen)
- Tanklager/Pipelines (Isolationsschäden, Unterkühlung/Erwärmung)
Wie dokumentiere ich auditfest?
Radiometrische Bilder/Videos mit Zeitstempel, Ort, Operator, Grenzwerten und Kommentar; Export als CSV/PDF, Ablage im QS-System, Rückführbarkeit der Kalibrierung sicherstellen.
Welche Softwarefunktionen sind sinnvoll?
Punkt-/Linien-/Flächenmessungen, Isothermen/Alarme, Trendkurven, Serien-Reports, sowie ggf. SDK/API für SCADA/CMMS – Nutzung gemäß Werks-IT/Ex-Richtlinien.
Was ist beim Laden/Akku zu beachten?
Laden nur außerhalb des Ex-Bereichs an zugelassenen Ladegeräten. Heißes Umfeld vermeiden; Akkus nach Herstellervorgabe prüfen/tauschen.
Wartung & Kalibrierintervalle?
Regelmäßig Optik reinigen (faserfrei), Dichtungen/Schutzgläser prüfen, Firmware aktualisieren (außerhalb Ex). Jährliche Kalibrierung als Richtwert; kritische Anwendungen halbjährlich.
Wie gehe ich mit Reflexionen in Ex-Zonen um?
Messwinkel ändern, Abschattung nutzen, matte Referenzen setzen, Einflüsse durch heiße Rohrleitungen/Flächen im Hintergrund berücksichtigen.
Welche Schutzarten/Robustheit sind üblich?
Gehäuse oft IP54/IP65, sturzgeprüft, handschuhbedienbares UI, hohe Displayhelligkeit. Ex-Gehäuse können massiver ausfallen.
Kann ich radiometrisches Video im Ex-Bereich nutzen?
Modellabhängig möglich; Streaming/Export meist nur außerhalb der Ex-Zone. Für Echtzeit-Alarmierung in der Anlage sind stationäre Ex-IR-Sensoren eine Ergänzung.
Welche Normen & Richtlinien spielen hinein?
ATEX 2014/34/EU (Geräte), ATEX 1999/92/EG (Betrieb/Arbeitsschutz), IECEx-Schemata, einschlägige EN/IEC-Normen für Kennzeichnung/Prüfung.
Wie plane ich Messpunkte und Grenzwerte?
Prozess- und sicherheitsorientiert: Baseline-Aufnahmen, definierte Routen, Hotspot-Schwellen je Anlagenteil, regelmäßige Vergleichsmessungen zur Trendbewertung.
Unterstützen Sie Auswahl, Schulung & Integration?
Ja. Wir interpretieren Markings, prüfen Zonen-Fit, empfehlen Optiken/Workflows, liefern Kalibrierscheine und binden die Lösung in QS/SCADA/IIoT ein – inkl. Sicherheitsschulung.













































































































































































Datenblatt