- Labor-Kapillarrheometer zur anspruchsvollen Materialcharakterisierung
- Dynisco LCR7000/7001/7002 Serie für präzise rheologische Prüfungen
- Geeignet für Schmelzviskosität, Scherrate, Schubspannung und Materialstabilität
- Hohe Genauigkeit, Wiederholbarkeit und Empfindlichkeit für Labor- und Produktionsumgebungen
- Bis zu 45 Schubspannungs- oder Scherraten-Datenpunkte pro Test möglich
- Präziser Servo-Antrieb für enge Regelung von Scherraten und Prüfmodi
- Mehrere beheizte Zonen mit adaptiver PID-Temperaturregelung bis 430 °C
- LAB KARS Software für Analyse, Auswertung und Berichterstellung
- Modelle LCR7000, LCR7001 und LCR7002 für unterschiedliche Prüfanforderungen
- Optionen wie Laser-Mikrometer, Wolframkarbid-Düsen und korrosionsbeständige Zylinder verfügbar
Datenblatt
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Kapillarrheometer – Dynisco
Ein Kapillarrheometer ist ein Labor-Messgerät zur Charakterisierung des Fließverhaltens von Kunststoffschmelzen bzw. polymeren Materialien unter realistischen Verarbeitungsbedingungen. Dabei wird das Material aufgeschmolzen und mit definierter Druck- oder Vorschubkraft durch eine enge Kapillare (Düse) gepresst. Aus dem gemessenen Druck und Volumenstrom lassen sich Scherviskosität, Scherabhängigkeit, Viskositätsfunktion und weitere rheologische Eigenschaften bestimmen. Kapillarrheometer dienen damit der Prozessoptimierung, Materialentwicklung und Qualitätssicherung — besonders bei Extrusion, Spritzguss oder anderen Verfahren mit hohen Scherraten.
Fragen & Antworten zu Kapillarrheometern
Was ist ein Kapillarrheometer?
Ein Prüfgerät, das Schmelzen oder viskose Stoffe durch eine definierte Kapillare presst und so ihre Fließeigenschaften (Viskosität bei verschiedenen Scherraten) misst.
Warum benutzt man ein Kapillarrheometer statt eines einfachen Schmelzindex-Prüfgeräts?
Weil ein Kapillarrheometer nicht nur einen einzigen Fließwert liefert, sondern über einen Bereich von Scherraten und Temperaturen aussagekräftige Viskositätsfunktionen und Materialverhalten unter realistischen Prozessbedingungen bestimmt werden können.
Welche Eigenschaften lassen sich messen?
Scherviskosität, Abhängigkeit der Viskosität von Scherrate und Temperatur, eventuell viskoelastisches Verhalten, Fließverhalten bei hohen Scherraten und weitere Materialkennwerte.
Für welche Materialien ist es geeignet?
Für thermoplastische Kunststoffe, Schmelzen und Polymere — auch für pastöse oder hochviskose Materialien, die in Extrusion, Spritzguss oder Kunststoffverarbeitung genutzt werden.
Wie läuft eine Messung typischerweise ab?
Das Material wird im beheizten Zylinder aufgeschmolzen, dann mit Hilfe eines Kolbens oder Vorschubsystems durch eine Düse gepresst. Druck und Durchsatz werden gemessen und daraus rheologische Werte berechnet.
Welche Vorteile bietet dieses Verfahren?
Es liefert realitätsnahe Daten über Fließverhalten und Viskosität bei hohen Scherraten — damit lassen sich Verarbeitung, Werkzeugauslegung und Materialwahl besser planen, Ausschuss vermeiden und Qualität sichern.
Für welche Anwendungen ist ein Kapillarrheometer besonders wichtig?
Für Materialentwicklung, Rohstoffprüfung, Prozessoptimierung bei Extrusion oder Spritzguss, Qualitätskontrolle sowie bei neuen oder modifizierten Kunststoffmaterialien.
Kann mit dem Gerät auch Materialveränderung bei Temperatur oder Zusammensetzung untersucht werden?
Ja — durch Variation von Temperatur und Scherrate sowie Vergleich verschiedener Chargen oder Zusammensetzungen lassen sich Einflüsse auf Fließ- und Verarbeitungseigenschaften ermitteln.
Was unterscheidet Kapillarrheometer im Industriebereich von einfachen Labor-Messgeräten?
Industriegeräte ermöglichen höhere Drücke, variable Scherraten, breitere Messbereiche und sind robust ausgelegt — geeignet für anspruchsvolle, realitätsnahe Tests bei industriellen Materialien.

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