• Verschleißarme Ausführung durch nichtdrehende Spindelspitze im Ventiloberteil
  • Niedriges Drehmoment und einwandfreier Betrieb des Ventilgriffs auch bei hohem Druck
  • Erhöhte Sicherheit durch ausblassichere Ventiloberteil-Ausführung
  • Kundenspezifische Kombination aus Ventilen und Geräten (Hook-up) auf Anfrage
  • Standardisierte Achsabstände 37 mm und 54 mm passend für WIKA-Differenzdruckmanometer und marktübliche Prozesstransmitter
Datenblatt
Bedienungsanleitung


Ventilblöcke für Manometer & Differenzdruck – sicher absperren, entlüften, equalizen

Ventilblöcke (2-, 3- und 5-fach) sind die zentrale Schnittstelle zwischen Prozess und Messgerät. Sie ermöglichen Absperren, Entlüften/Ablassen und Equalize/Abgleich – für sichere Montage, Kalibrierung und einen störungsarmen Betrieb von Manometern, Differenzdruck-Manometern und -Transmittern. Ausführungen als Monoflange oder Doppelblock-&-Bleed (DBB) reduzieren Leckagepunkte und sparen Platz.

Erhältlich in 316/316L, Duplex, Hastelloy®, Monel® u. a., mit Anschlüssen G/NPT oder Flansch (DIN/ASME). Optionen: blow-out-proof Spindel, Metall-/Weichsitz, abschließbare Griffe, Entlüft-/Prüfanschlüsse, Kennzeichnungsschilder. Auf Wunsch inkl. Montagesatz nach IEC 61518 für Transmitter sowie Prüfzertifikaten (EN 10204 3.1).



FAQ zu Ventilblöcken

Wesentliches zu Bauarten, Funktionen, Auswahl, Montage, Druck-/Temperaturgrenzen, Dichtkonzepten, Hygiene/Ex sowie Praxis-Tipps.

Welche Ventilblock-Bauarten gibt es – und wofür?

TypFunktionenTypischer Einsatz
2-fach (Block & Bleed)Absperren + EntlüftenManometer/Einzelmessstelle
3-fach (Hi/Lo + Equalize)2× Absperren + EqualizeDifferenzdruck-Transmitter
5-fach2× Absperren + Equalize + 2× EntlüftenDP-Messung mit sicherem Null-/Druckausgleich
DBB (Double Block & Bleed)2 Sperren + 1 AblassHöhere Dichtheitsanforderung, Wartung
MonoflangeVentil(e) im Flansch integriertKompakt, weniger Leckstellen

Wozu dient die Equalize-Funktion bei DP-Messungen?

Equalize verbindet Hi und Lo kurzzeitig, um den Transmitter zu nullen und Druckschläge beim Inbetriebnehmen zu vermeiden. So schützen Sie die Messzelle und verbessern die Wiederholbarkeit.

Wie läuft das sichere Inbetriebnehmen eines DP-Transmitters ab?

  1. Beide Absperrungen zu, Equalize auf.
  2. Hi langsam öffnen, Equalize schließen.
  3. Lo langsam öffnen, auf Stabilität prüfen.
  4. Entlüftungen/Entwässerungen nutzen, bis blasenfrei Medium austritt.

Welche Druck- und Temperaturbereiche sind üblich?

Abhängig von Material und Sitz: z. B. 316/316L bis 420 bar und −40…+200 °C (Richtwerte). Für höhere Klassen ASME 600/900/1500, Hochtemperatur-Sitze und geeignete Dichtungen wählen.

Welche Gewinde- und Flanschanschlüsse werden unterstützt?

AnschlussNormHinweis
G 1/4, G 1/2ISO 228 (BSPP)Industrie-Standard
¼" NPT, ½" NPTASME B1.20.1Kegelgewinde, Dichtpaste/PTFE
Flansch DN/PNEN 1092-1Dichtleiste/Flachdichtung beachten
Flange ClassASME B16.5RF/RTJ je nach Druck/Medium

Metall- oder Weichsitz – was ist sinnvoll?

Metallsitz für hohe Temperaturen/Drucke und abrasive Medien (sehr robust). Weichsitz (PTFE/PEEK) für beste Dichtheit bei moderaten T/P, jedoch begrenzte Temperatur-/Chemie-Beständigkeit.

Welche Materialien sind für korrosive Medien geeignet?

316/316L für Standardprozesse, Duplex für Chloride/Meerwasser, Hastelloy®/Monel® für viele Chemikalien, PTFE-ausgekleidete Varianten für aggressive Medien. Medienbeständigkeit prüfen.

Wie verhindere ich Leckagen bei der Montage?

  • Gewinde säubern, passende Dichtmittel (PTFE-Band/Paste) verwenden.
  • Drehmoment nach Herstellerangabe; keine Querkräfte.
  • Dichtflächen/Flansche auf Grat/Kratzer prüfen, neue Dichtungen einsetzen.

Gibt es Normen/Regelwerke zu beachten?

Je nach Anwendung: PED, TA-Luft / ISO 15848 (Fugitive Emissions), Werkstoffzeugnisse EN 10204 3.1, ggf. ATEX/IECEx für explosionsgefährdete Bereiche.

Wie schließe ich Manometer über einen 2-fach-Block sicher an?

Prozess absperren, Manometerseite entlüften/entspannen, Manometer montieren, langsam öffnen, auf Dichtheit prüfen. Zum Tausch: erst absperren, dann über Bleed drucklos machen.

Welche Vorteile bietet eine Monoflange gegenüber Einzelarmaturen?

Weniger Leckstellen, kompakter Aufbau, geringere Masse und vereinfachte Montage. Besonders sinnvoll bei beengten Verhältnissen oder hohen Dichtheitsanforderungen.

Wie integriere ich Prüf- und Kalibrieranschlüsse?

Ventilblöcke mit zusätzlichen Testports (z. B. 1/4" NPT) wählen oder T-Stücke einsetzen. So sind In-situ-Prüfungen ohne Prozessunterbrechung möglich.

Welche Spindel-/Dichtungskonzepte gibt es?

Blow-out-proof Spindeln, back-seated Designs, O-Ring-/Packungsdichtungen, optional antistatische Ausführung. Medien-/Temperaturbereich der Dichtungen beachten.

Tipps zur Ausrichtung und Unterstützung der Impulsleitungen?

  • Kurze, mechanisch abgefangene Leitungen, Vibration vermeiden.
  • Gefälle für Entwässerung/Entlüftung vorsehen (Gas/Flüssig beachten).
  • Thermische Entkopplung/Isolation bei hohen Temperaturen.

Eignen sich Ventilblöcke für Hygieneprozesse?

Ja, in Verbindung mit Planmembran-Druckmittlern und totraumarmen Anschlüssen. Oberflächenrauheit und Dichtungen (FDA/EU 1935/2004) beachten, Reinigbarkeit sicherstellen.

Welche Prüfungen sind möglich?

Druckprüfung (Hydrotest), Dichtheitsprüfung (Helium/Luft), Dokumente wie 3.1-Zeugnisse, Druck-/Dichtheitsprotokolle optional verfügbar.

Ex-Bereich: Was ist zu beachten?

Leitfähige Verbindung/ Erdung, geeignetes Werkzeug, antistatische Komponenten. In Verbindung mit NAMUR-/Schaltsignalen passende Barrieren/Trennverstärker einsetzen.

Bietet ICS Schneider Unterstützung bei Auswahl & Konfiguration?

Ja. Wir definieren Bauart, Materialien, Anschlüsse, Sitz/Dichtung, Testports und liefern auf Wunsch komplett vormontierte Sets (mit Transmitter/Manometer, Halterung nach IEC 61518, Zertifikaten).

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