• 3 x längere Lebensdauer im Vergleich zu rein keramischen Schutzrohren durch monokristalline Struktur des Saphir-Sensors
  • Hohe Prozesssicherheit bei Prozessen bis zu 1.700 °C [3.092 °F] und 65 bar [943 psi]
  • Reduzierung ungeplanter Stillstände
  • Erhöhte Sicherheit durch doppeltes Dichtungssystem gegen Austritt von toxischen Medien
  • Kostenersparnis durch Wegfall von Spülungssystem und Reparaturmöglichkeit des Sensors



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Bedienungsanleitung
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  • Ausführungen nach Kundenspezifikation
  • Verschiedene Prozessanschlüsse
  • Kurze Ansprechzeiten
  • Robustes, vibrationsunempfindliches Design
  • Verschiedene Thermoelementtypen und elektrische Anschlussarten



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  • Ausführungen nach Kundenspezifikation
  • Verschiedene Prozessanschlüsse
  • Auswechselbare Messeinsätze
  • Einsatz in Verbindung mit einem Schutzrohr
  • Explosionsgeschützte Ausführungen Ex i, Ex n und NAMUR NE24



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H² Thermoelemente für Wasserstoff-Anwendungen

H² Thermoelemente sind speziell für Messstellen ausgelegte Thermoelemente, an denen Wasserstoff unter erhöhtem Druck und/oder hoher Temperatur vorhanden ist. Sie kombinieren wasserstoffbeständige Mantel- und Schutzrohrwerkstoffe mit geeigneten Thermoelementtypen und Dichtungskonzepten, um eine langzeitstabile und sichere Temperaturerfassung in Elektrolyseuren, Brennstoffzellen-Prüfständen, Wasserstoffspeichern, Reformern oder Hochdruckleitungen zu gewährleisten.

FAQ

Was unterscheidet H² Thermoelemente von Standard-Thermoelementen?

H² Thermoelemente werden aus Werkstoffen gefertigt, die gegenüber Wasserstoff diffusions- und versprödungsbeständig sind, z. B. hochlegierte Edelstähle oder Nickelbasislegierungen. Zusätzlich kommen angepasste Dichtungssysteme, verstärkte Isolationskonzepte und häufig druckdichte Anschlussköpfe zum Einsatz, um Leckagen und Messwertdriften unter Wasserstoffatmosphäre zu minimieren.

Welche Thermoelement-Typen werden typischerweise in Wasserstoff-Anwendungen eingesetzt?

In vielen H²-Anwendungen werden Thermoelemente der Typen K, N oder S/B verwendet. Typ K wird häufig für allgemeine industrielle Prozesse eingesetzt, Typ N bietet eine höhere Stabilität bei höheren Temperaturen, während Edelmetall-Thermoelemente (z. B. Typ S oder B) für extrem hohe Temperaturen und anspruchsvolle Prozessbedingungen genutzt werden.

In welchen Temperatur- und Druckbereichen werden H² Thermoelemente typischerweise betrieben?

Je nach Ausführung können H² Thermoelemente im Bereich von etwa −200 °C bis über 1.600 °C eingesetzt werden. Druckseitig sind – bei geeigneten Schutzrohren und Prozessanschlüssen – Anwendungen von Vakuum bis in den mehrstelligen Hundertbar-Bereich möglich, etwa in Hochdruckspeichern oder Reaktoren.

Welche Schutzrohr- und Mantelwerkstoffe sind für Wasserstoff geeignet?

Für Wasserstoff-Anwendungen kommen überwiegend hochlegierte Edelstähle, Nickelbasislegierungen oder spezielle Saphir- und Keramikschutzrohre zum Einsatz. Die Auswahl richtet sich nach Temperatur, Druck, Strömungsgeschwindigkeit und eventuellen Begleitgasen, um Wasserstoffversprödung, Korrosion und Erosionsschäden zu vermeiden.

Wie wirkt sich Wasserstoff auf die Langzeitstabilität der Thermoelemente aus?

Wasserstoff kann in metallische Werkstoffe diffundieren und zu Versprödung, Veränderungen der Gefügestruktur und damit zu Drift des Messsignals führen. Durch geeignete Werkstoffwahl, Diffusionsbarrieren und sorgfältig ausgelegte Dichtungssysteme wird dieser Effekt reduziert und eine hohe Langzeitstabilität der Messung erreicht.

Welche Besonderheiten gibt es bei der elektrischen Isolation im Wasserstoffbetrieb?

Die Isolationsmaterialien im Inneren des Thermoelements müssen temperatur- und wasserstoffbeständig sein, beispielsweise hochreine Keramiken oder spezielle Oxide. Gleichzeitig ist auf geringe Leckströme und eine ausreichende Isolationsfestigkeit zu achten, insbesondere bei hohen Temperaturen und in feuchter Wasserstoffatmosphäre.

Wie schnell sprechen H² Thermoelemente auf Temperaturänderungen an?

Die Ansprechzeit wird von der Masse des Messfühlers, der Wandstärke des Mantels, der Schutzrohrausführung sowie der Strömungsgeschwindigkeit des Mediums bestimmt. Mantelthermoelemente mit reduziertem Durchmesser oder Sondereinsätzen können sehr kurze Ansprechzeiten liefern, während massive Schutzrohre die Reaktionszeit verlängern, dafür aber höhere mechanische Sicherheit bieten.

Welche Normen und Zulassungen sind für H² Thermoelemente relevant?

Für die messtechnischen Eigenschaften ist in der Regel die Normenreihe für Thermoelemente und deren Toleranzklassen maßgeblich. In explosionsgefährdeten Bereichen kommen zusätzlich ATEX-, IECEx- oder vergleichbare Zulassungen zum Tragen; in sicherheitsgerichteten Anwendungen können SIL-Anforderungen an Sensor und Auswertekette bestehen.

Wie werden H² Thermoelemente in Hochdruck- und Hochtemperaturprozessen installiert?

Typische Prozessanschlüsse sind Einschraubgewinde, Flansche oder Schweißverbindungen, oft in Kombination mit speziell ausgelegten Schutzrohren. Wichtig sind ausreichende Eintauchtiefe in das Medium, eine strömungsgünstige Position sowie eine sichere, druckdichte Anbindung, um sowohl genaue Messwerte als auch Betriebssicherheit zu gewährleisten.

Wann sind austauschbare Messeinsätze sinnvoll?

Austauschbare Messeinsätze erleichtern Wartung und Kalibrierung, insbesondere in Anlagen mit hoher Verfügbarkeit. Der defekte oder gealterte Einsatz kann ersetzt oder extern kalibriert werden, während das Schutzrohr und die Prozessanbindung im System verbleiben, wodurch Stillstandszeiten reduziert werden.

Wie unterscheiden sich H² Thermoelemente von Widerstandsthermometern in Wasserstoff-Anwendungen?

Widerstandsthermometer bieten hohe Genauigkeit im begrenzten Temperaturbereich, sind jedoch mechanisch empfindlicher und reagieren anders auf Wasserstoffdiffusion. Thermoelemente decken deutlich höhere Temperaturen ab, sind robuster gegenüber schnellen Temperaturwechseln und eignen sich daher häufig besser für extreme H²-Prozesse, etwa in Reaktoren oder Brennkammern.

Wie oft sollten H² Thermoelemente geprüft oder kalibriert werden?

Das Prüfintervall richtet sich nach Prozessbedingungen, Genauigkeitsanforderungen und internen Qualitätssicherungsrichtlinien. In kritischen Wasserstoffprozessen werden häufig verkürzte Intervalle mit regelmäßiger Vergleichsmessung, Dokumentation und gegebenenfalls Austausch des Messeinsatzes vorgesehen.

Welche Anschlussarten stehen für H² Thermoelemente zur Verfügung?

Gängig sind Anschlussköpfe mit Klemmen, mineralisolierte Anschlusskabel sowie genormte Thermoelement-Steckverbinder. Die Auswahl hängt von der Umgebung, den Temperaturanforderungen und der Art der Weiterverarbeitung des Signals ab; in explosionsgefährdeten Bereichen werden häufig eigensichere Anschlusskonzepte eingesetzt.

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