- Gleichzeitige Überwachung von bis zu 3 Bereichen mit beliebigen Sonden aus dem GRAETZ-Sondenprogramm
- Bis zu 3 Messkanäle
- Jedem Messkanal ist ein beleuchtetes LC-Display zugeordnet, auf dem die gemessenen Werte dargestellt werden
- Beim Einsatz von Gammasonden wird die Dosisleistung auf dem LC-Display in Sv/h dargestellt
- Bei Verwendung von Endfenstersonden (α-/β-Messungen) oder NaI-Szintillationssonden (β-/γ-Messungen) wird der Messwert in Ips dargestellt
- Für jeden Kanal 4 frei programmierbare Dosisleistungswarnschwellen im gesamten Messbereich der jeweils angeschlossenen Gamma-Sonde
- Die Messbereichsumschaltung innerhalb eines Kanals erfolgt automatisch. Wenn ein Messkanal Dosisleistungsalarm auslöst, erfolgt an der WS05C durch die integrierte Warnleuchtsäule sowohl eine optische als auch eine akustische Warnung
- In der Standardausführung: Grün für „Betriebsbereitschaft“, Orange für „Warnschwelle überschritten”, Rot für „Fehlermeldung” (z. B. Sondenausfall)
- Rote LED oberhalb des Displays zeigt an, welcher Messkanal Alarm ausgelöst hat
- Zur Verbindung eines Messkanals mit einem PC steht eine RS-232-Schnittstelle zur Verfügung
- Relaisausgang zur Ansteuerung einer zusätzlichen externen optionalen Warnleuchtsäule für jeden Messkanal
- Potenzialfreier Relaisausgang für jeden Messkanal (Schaltleistung max. 24 V, 20 mA)
- Akustikalarm bei ausgelöster Warnschwelle erfolgt, wenn die Tür zum überwachten Raum geöffnet ist, ein Bewegungsmelder oder eine Lichtschranke aktiviert wurden
- Zähler für Bestrahlzeit
- Betriebsstundenzähler
- Rundumleuchte
- Integration bereits vorhandener Warneinrichtungen
- Externe Warnleuchtsäulen (optisch/akustisch)
- Sondenkabel, Verlängerung bis zu 100 m (Standardlänge: 1,25 m)
- Notstromversorgung (300 W) für unterbrechungsfreien Betrieb der WS05C bei Netzausfall
- Sonderausführungen auf Anfrage möglich
Datenblatt
|
Raumüberwachungsmonitore für Strahlungsmesstechnik
Raumüberwachungsmonitore sind stationäre Messsysteme zur kontinuierlichen Überwachung der Umgebungs-Äquivalentdosisleistung in Bereichen mit Gamma- und Röntgenstrahlung. Über externe Sonden werden die Dosis- bzw. Zählraten erfasst, auf separaten Anzeigekanälen dargestellt und mit frei parametrierbaren Warn- und Alarmschwellen überwacht. Optische und akustische Signale, potenzialfreie Relaiskontakte und Schnittstellen ermöglichen die Einbindung in Sicherheits- und Leitsysteme.
| Parameter | Typische Ausprägung |
|---|---|
| Messgröße | Umgebungs-Äquivalentdosisleistung H*(10) |
| Messkanäle | 1–3 unabhängige Kanäle mit jeweils eigener Sonde |
| Anzeige | Hintergrundbeleuchtete LC-Displays pro Kanal |
| Alarmierung | Mehrstufige Warn- und Alarmschwellen, optische und akustische Signale |
| Schnittstellen | Serielle Schnittstellen (z. B. RS-232) und Relaisausgänge |
Fragen & Antworten zu Raumüberwachungsmonitoren
Was ist ein Raumüberwachungsmonitor in der Strahlungsmesstechnik?
Ein Raumüberwachungsmonitor ist ein fest installiertes Messsystem, das die Dosisleistung in überwachten Bereichen kontinuierlich erfasst und bei Überschreitung definierter Grenzwerte Warn- und Alarmsignale ausgibt, um Personen und Anlagen vor erhöhter Strahlenexposition zu schützen.
Welche Strahlungsarten werden typischerweise überwacht?
Üblicherweise wird Gamma- und Röntgenstrahlung gemessen; je nach eingesetzter Sonde können auch Messungen von Beta- und teilweise Alpha-Strahlung als Zählrate erfolgen, beispielsweise mit Endfenster- oder NaI-Szintillationssonden.
Welche Messgröße wird von Raumüberwachungsmonitoren erfasst?
Die Geräte erfassen in der Regel die Umgebungs-Äquivalentdosisleistung H*(10) in Sv/h, ergänzt durch integrierte Dosiswerte in Sv oder Zählraten in Impulsen pro Sekunde, abhängig vom jeweiligen Sondentyp und Messkanal.
Wie viele Messkanäle können gleichzeitig überwacht werden?
Viele Systeme bieten ein- bis dreikanalige Ausführungen, sodass mehrere Räume oder Messpunkte parallel mit individuellen Sonden überwacht und auf separaten Displays angezeigt werden können.
Welche Sonden können an Raumüberwachungsmonitore angeschlossen werden?
Anschließbar sind je nach System verschiedene Gammasonden, Endfenstersonden für Alpha/Beta-Messungen sowie NaI-Szintillationssonden für Beta/Gamma-Messungen, deren Messbereiche und Energiebereiche die Eigenschaften des kompletten Kanals bestimmen.
Wie werden Warn- und Alarmschwellen realisiert?
Pro Messkanal stehen meist mehrere frei programmierbare Warn- und Alarmschwellen zur Verfügung, die über die interne Auswertung überwacht werden und bei Überschreitung optische Signale, akustische Signale und Relaiskontakte ansteuern.
Welche Anzeigeeinheiten werden verwendet?
Für Gammasonden wird die Dosisleistung typischerweise direkt in Sv/h oder µSv/h angezeigt, während bei Zählratenmessungen mit Beta- oder Alpha-Sonden die Anzeige meist in Impulsen pro Sekunde erfolgt.
Wie erfolgt die Alarmierung im überwachten Bereich?
Die Alarmierung erfolgt über integrierte Statusanzeigen am Gerät, LED-Signale für Betriebsbereitschaft, Warnschwellen und Fehlerzustände sowie über angeschlossene optische und akustische Warnleuchtsäulen, die auch außerhalb des Raums gut erkennbar sind.
Welche Schnittstellen stehen zur Anbindung an übergeordnete Systeme zur Verfügung?
Viele Raumüberwachungsmonitore verfügen über serielle Schnittstellen wie RS-232 sowie potenzialfreie Relaisausgänge je Messkanal, sodass Alarme in übergeordnete Steuerungen, Zutrittskontrollen oder Gebäudeleittechnik übertragen werden können.
In welchen Anwendungen werden Raumüberwachungsmonitore eingesetzt?
Typische Einsatzbereiche sind Kontroll- und Schleusenbereiche von Strahlenschutzbereichen, Strahlentherapie- und Radiologieabteilungen, heiße Zellen, Laborräume, Lagerbereiche mit radioaktiven Stoffen sowie kerntechnische Anlagen und Zwischenlager.
Wie wird die Messsicherheit langfristig gewährleistet?
Die Messsicherheit wird durch regelmäßige Funktionsprüfungen, dokumentierte Kalibrierungen der Sonden und des Gesamtsystems sowie durch zyklische Prüfungen nach den geltenden Strahlenschutz- und Qualitätssicherungsanforderungen gewährleistet.
Welche Rolle spielt eine unterbrechungsfreie Stromversorgung?
Eine unterbrechungsfreie Stromversorgung stellt sicher, dass das Raumüberwachungssystem auch bei Netzstörungen oder Netzausfall weiter betrieben wird und Warn- sowie Alarmfunktionen jederzeit verfügbar bleiben.
Worin unterscheiden sich Raumüberwachungsmonitore von tragbaren Dosisleistungsmessgeräten?
Tragbare Geräte dienen zur punktuellen Messung und Abschätzung von Dosisleistungen vor Ort, während Raumüberwachungsmonitore für den dauerhaften Betrieb mit fest installierten Sonden, ereignisgesteuerter Alarmierung und Anbindung an sicherheitstechnische Systeme ausgelegt sind.
Welche Aspekte sind bei der Installation zu beachten?
Bei der Installation müssen Sondenposition, Abschirmung, typische Strahlungsfelder, Kabelführung, Zugangssituationen und Sichtbarkeit der Warnanzeigen berücksichtigt werden, um eine sichere und verlässliche Überwachung des relevanten Bereichs zu gewährleisten.













































































































































































Datenblatt