• Einstellbereich:
    • 10 - 700 mbar
    • 0,4 - 2,5 bar
    • 2 - 6 bar
    • 5 - 25 bar
    • 20 - 60 bar
    • 50 - 250 bar
    • 240 - 400 bar
  • PN in bar: 30, 400
  • Material: Messing, CrNi-Stahl
  • Anschluss: G1
Nicht mehr lieferbar. Nachfolgemodell ist WIKA 910.13
Datenblatt

An overpressure protection device is a vital component to avoid overpressure situations. The pressure limiters in the device are constructed to protect the pressure system or delicate sensors against overpressure situations and faults.


Überdruckschutzvorrichtung für Manometer – Schutz bei Druckspitzen & Fehlbedienung

Überdruckschutzvorrichtungen schützen Manometer und Digitalmanometer vor Überlast, Druckstößen und Fehlbedienung. Das Schutzorgan trennt das Messgerät bei Überschreiten eines einstellbaren Schaltdrucks automatisch vom Prozess (Sperr-/Bypassfunktion) und verhindert bleibende Verformungen an Messfeder, Sensor oder Druckmittlersystem.

Erhältlich als mechanische Überdruckbegrenzer (Feder/Kegel), Sicherheitsventile für Messgeräte, Drossel-/Snubber-Lösungen zur Pulsationsdämpfung sowie als Kombinationen mit Manometerhahn, Siphon oder Kühlelement. Werkstoffe: Messing, Edelstahl 316L, auf Wunsch medienbeständige Dichtungen (PTFE, FKM, EPDM, FFKM). Anschlussgrößen z. B. G 1/4, G 1/2, 1/4″ / 1/2″ NPT, M20×1,5.



FAQ zu Überdruckschutzvorrichtungen für Manometer

Auswahl, Auslegung, Montage, Prüfung und Best Practices – damit Anzeigeinstrumente zuverlässig geschützt bleiben.

Wie funktioniert eine Überdruckschutzvorrichtung?

Ein Feder-/Kegel- oder Membransystem überwacht den Eingangsdruck. Überschreitet dieser den Schaltdruck, schließt das Ventil (Trenn-/Sperrfunktion) und entkoppelt das Manometer vom Prozess. Sinkt der Druck, öffnet es wieder – automatisch oder manuell rückstellbar je nach Ausführung.

Welche Bauarten gibt es – und wofür eignen sie sich?

BauartFunktionTypischer Einsatz
Überdruckbegrenzer (automatisch)Trennt bei P>Pset, öffnet selbsttätigAllgemeiner Anlagenschutz, wechselnde Lasten
Überdruckbegrenzer (manuell rückstellbar)Trennt bei P>Pset, Reset per HandSicherheitsrelevante Kreise, Fehlerquellenanalyse
Sicherheitsventil für MessgeräteBegrenzt/entlastet definiertLang anhaltende Überdrücke, definierte Abblase
Snubber/DrosselDämpft Pulsation/SchlägeHydraulik, Kompressoren, Pressen

Wie wähle ich den richtigen Schaltdruck?

Als Richtwert: Pset = 1,1…1,3 × maximal zulässiger Geräte-Dauerbetriebsdruck. Dabei den Messbereich und das Überlastverhalten des Manometers berücksichtigen (z. B. 1,3×/2× kurzzeitig). Hysterese des Schutzorgans einplanen.

Welche Gewinde und Dichtprinzipien sind verfügbar?

GewindeNormDichtungHinweis
G 1/4, G 1/2 (BSPP)ISO 228 (parallel)Flachdichtung/O-Ring am SitzPlanflächen sauber, gratfrei
1/4″, 1/2″ NPTASME B1.20.1 (konisch)PTFE-Band/PasteIn Schraubrichtung wickeln
M20×1,5ISO metrischi. d. R. FlachdichtungSitzgeometrie prüfen

Schützt die Vorrichtung auch vor Druckstößen?

Ja – der Überdruckbegrenzer schützt gegen länger anstehende Überdrücke. Gegen kurze Schläge/Pulsation empfiehlt sich zusätzlich ein Snubber/Drossel (Sinter-/Kapillar-/Nadeltyp) nahe am Prozess.

Automatischer oder manueller Reset – was ist besser?

Automatik minimiert Stillstand und erfasst kurzzeitige Überdrücke. Manueller Reset erzwingt Sichtprüfung nach Ereignissen (Audit/Qualität) und verhindert unbemerktes Wiederanlaufen.

Verändert die Vorrichtung die Messung im Normalbetrieb?

Bei korrekt dimensioniertem Durchflussquerschnitt ist der Einfluss vernachlässigbar. Leichte Dämpfung kann die Ablesestabilität sogar verbessern.

Welche Medien- und Temperaturgrenzen gelten?

Je nach Werkstoff/Dichtung. Typisch: −20…+80 °C mit Standarddichtungen, höher mit PTFE/FFKM. Für Dampf/heiße Medien Kühlelement/Siphon vorsehen.

Wie wird die Vorrichtung installiert?

  1. Einbaulage nach Datenblatt (meist beliebig), strömungsrichtung beachten.
  2. Mit Manometerhahn/Absperrventil kombinieren (Service/Nullstellung).
  3. Dichtflächen reinigen, geeignetes Dichtkonzept einsetzen.
  4. Nach Montage Dichtheits- und Funktionstest (P-Test > Pset).

Wie stelle ich den Schaltdruck ein?

Per Stellschraube unter Kappe (falls vorgesehen). Mit Referenzmanometer langsam Druck erhöhen, Schließpunkt prüfen, dokumentieren (Datum, Pset, Medium, Temperatur). Kappe sichern/verplomben.

Kompatibel mit Digitalmanometern und Druckmittlern?

Ja. Vor Digitalmanometern schützt sie die Elektronik/Sensorik. In Verbindung mit Druckmittlern (Hygiene/Korrosion) schützt sie das Füllsystem vor Überlast.

Was sind typische Fehler – und wie vermeide ich sie?

  • Pset zu hoch → Schutz greift zu spät.
  • Falsches Dichtkonzept (BSPP/NPT) → Leckage/Beschädigung.
  • Kein Snubber bei starken Schlägen → Restschäden möglich.
  • Keine Funktionsprüfung nach Einbau → unbekannte Wirksamkeit.

Wie oft muss geprüft werden?

Empfehlung: jährlich bzw. nach Prozessereignissen/Service. Prüfen: Schließ-/Öffnungsdruck, Dichtheit, Hysterese, Sichtkontrolle der Dichtungen.

Ex-Bereich/ATEX – was ist zu beachten?

Die Vorrichtung ist mechanisch – entscheidend ist die Gesamtinstallation. Bei Kontaktmanometern elektrische Komponenten mit passender Ex-Zulassung einsetzen; Potentialausgleich vorsehen.

Kann die Vorrichtung nachgerüstet werden?

Ja, meist per Inline-Adapter zwischen Prozessventil und Manometer. Platzbedarf und Gewinde prüfen; ggf. Winkel-/T-Stücke einplanen.

Welche Dokumente liefert ICS Schneider?

Auf Wunsch: Prüf-/Einstellprotokoll, Materialzeugnisse EN 10204 3.1, Dichtheitsnachweis, Serien-/Schaltdruckkennzeichnung, Montageanleitung.

Beispiel für eine sinnvolle Verschaltung

Prozess → Absperrventil/Manometerhahn → Überdruckschutz → Snubber/Siphon/Kühlelement → Manometer/Digitalmanometer.

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