- Geeignet für die Durchflussmessung von Flüssigkeit, Gasen und Wasserdampf
- Genauigkeit ≤ ±0,5 % der tatsächlichen Durchflussrate
- Wiederholbarkeit der Messung 0,1 %
- Geringster Druckverlust in der Familie der primären Durchflusselemente
- Kalibrierung kann im Bedarfsfall durchgeführt werden
Datenblatt
|
Bedienungsanleitung
|
.
.
H² Venturirohre für Wasserstoff-Durchflussmessung
Ein H² Venturirohr ist ein primäres Durchflusselement, das auf dem bewährten Venturi‑Effekt basiert und für die Messung von Wasserstoffgas oder Wasserstoffgemischen ausgelegt ist. Durch eine Querschnittsverengung im Rohr wird bei Strömung ein Differenzdruck erzeugt, der mit einem Differenzdruckgeber ausgewertet wird. Dabei lassen sich Massen- oder Volumenströme zuverlässig und mit hoher Wiederholgenauigkeit erfassen — auch bei hohen Drücken und Gasgeschwindigkeiten, wie sie in Wasserstoff-Anlagen auftreten. Venturirohre sind robust, wartungsarm und ideal für industrielle Anwendungen mit variablen Durchflussraten und wechselnden Prozessbedingungen.
FAQ / Häufig gestellte Fragen
Wie funktioniert ein Venturirohr prinzipiell?
Ein Venturirohr hat eine verengte Querschnittsstelle (den sogenannten „Hals“). Fließt Wasserstoff durch das Rohr, erhöht sich dort die Strömungsgeschwindigkeit und infolgedessen fällt der statische Druck ab. Aus der Differenz zwischen Druck vor und in der Verengung kann – unter Kenntnis der Mediumsdichte und Geometrie – der Durchfluss berechnet werden. :contentReference[oaicite:1]{index=1}
Warum eignet sich das Venturi-Prinzip auch für Gase bzw. Wasserstoff?
Das Venturi-Prinzip ist prinzipiell für Flüssigkeiten und Gase anwendbar. Bei Gasen wie Wasserstoff lässt sich die Strömungsgeschwindigkeit in Abhängigkeit von Dichte und Druckänderung erfassen — der Differenzdruck am Venturi-Element gibt Rückschluss auf Durchflussrate und kann mit entsprechender Dichtedruckkompensation in Massen- oder Volumendurchfluss umgesetzt werden. :contentReference[oaicite:2]{index=2}
Welche Bauarten von Venturirohren gibt es?
Venturirohre werden typischerweise als Einschweiß- oder Flanschversionen ausgeführt. Der Innendurchmesser, die Fertigungsart (z. B. geschweißter oder gefräster Einlaufkonus) und das Betaverhältnis (Querschnittsverhältnis Einlauf zu Engstelle) können kundenspezifisch an Medium, Druck, Temperatur und Durchflussbereich angepasst werden. :contentReference[oaicite:3]{index=3}
Wie genau sind Venturirohr-Durchflussmesser?
Venturirohre gelten als sehr präzise und reproduzierbare Messsysteme. Je nach Ausführung und Kalibrierung kann die Messunsicherheit typischerweise im Bereich von ca. 0,5 % bis etwa 2–3 % liegen. :contentReference[oaicite:4]{index=4}
Welche Vor- und Nachteile bieten Venturirohre?
Vorteile sind: geringer Verschleiß, hohe Langzeitstabilität, robuste Bauweise, geringe Wartung und gute Biokompatibilität mit Gasen und Flüssigkeiten — auch bei wechselnden Druck- und Temperaturbedingungen. Zudem entsteht bei richtiger Auslegung ein relativ geringer Druckverlust. Nachteile sind: die Geometrie (Einlauf- und Auslaufstrecken) muss korrekt ausgeführt sein; bei stark kompressiblen Gasen oder sehr wechselnden Bedingungen können Dichte- und Druckkompensation erforderlich sein. :contentReference[oaicite:5]{index=5}
Für welche Anwendungen sind H² Venturirohre geeignet?
H² Venturirohre können in allen Bereichen eingesetzt werden, in denen Wasserstoff durch Rohrleitungen strömt — z. B. Produktion, Speicherung, Verteilung, Reformer, Verbrennung, Versorgungssysteme, industrielle Gasleitungen oder Prozessanlagen. Besonders vorteilhaft sind sie, wenn Robustheit, Stabilität und einfache Wartung gefordert sind. :contentReference[oaicite:6]{index=6}
Welche Werkstoffe sollten für Wasserstoff-Venturirohre verwendet werden?
Die medienberührten Teile sollten aus wasserstoffbeständigen Materialien bestehen, z. B. hochlegierte Edelstähle oder Nickelbasislegierungen, um Wasserstoffversprödung, Permeation oder Korrosion zu vermeiden. Die Werkstoffwahl hängt von Druck, Temperatur und Wasserstoffreinheit ab. Bei Bedarf sind auch Speziallegierungen oder Beschichtungen möglich.
Wie ist ein Venturirohr korrekt zu installieren?
Die Rohrleitung sollte eine ausreichend lange gerade Einlauf- und Auslaufstrecke besitzen, um eine gleichmäßige Strömung vor und nach der Verengung zu gewährleisten. Druckabnahmepunkte müssen sauber angebunden und frei von Ablagerungen, Wirbeln oder Verwirbelungen sein. Installation und Ausrichtung müssen spannungsfrei erfolgen, um Messfehler und Leckagen zu vermeiden. :contentReference[oaicite:7]{index=7}
Wie wirken sich Druck und Temperatur auf die Messung aus?
Da Wasserstoff kompressibel und stark dichteabhängig ist, verändern Druck und Temperatur seine Dichte und damit die Strömungseigenschaften. Für zuverlässige Messergebnisse müssen diese Einflüsse berücksichtigt und ggf. kompensiert werden — etwa durch Dichtedrucktransmitter und Temperaturmessung.
Wie wartungsaufwändig sind Venturirohr-Durchflussmesser?
Venturirohre sind in der Regel wartungsarm, da sie keine beweglichen Teile enthalten und der Messvorgang auf statischen Druckdifferenzen basiert. Dennoch sollten regelmäßig Druckabnahmestutzen, Dichtungen und Rohrinnenflächen auf Ablagerungen, Korrosion oder Verschleiß geprüft werden, um die Genauigkeit und Sicherheit dauerhaft sicherzustellen.
Wann sind Venturirohre einer anderen Messtechnik vorzuziehen?
Venturirohre bieten Vorteile, wenn eine robuste, stabile und einfache Lösung für Durchflussmessung mit geringem Wartungsaufwand benötigt wird — insbesondere bei Gasen oder Flüssigkeiten mit wechselnden Bedingungen. Sie sind besonders sinnvoll, wenn hohe Durchflussraten, lange Lebensdauer und geringe Installations- & Betriebskosten verlangt werden. Bei sehr hohen Anforderungen an Flexibilität, geringer Leitungsquerschnitt oder sehr variable Betriebsbedingungen können allerdings alternative Messverfahren (z. B. Massedurchflussmessung) sinnvoller sein.













































































































































































Datenblatt