- Betriebsdruck bis 1.000 bar
- Kuppeln per Hand und ohne Anlagenstillstand - bis 700 bar
- Anschluss von Schläuchen oder Messmitteln wie Sensoren und Manometern
- Probeentnahmen und Entlüftung
- Für Öl- oder Gasanwendungen
- Einsatz mit Wasserstoff möglich (bei reduziertem Druckbereich)
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H²-Minimess-Kupplungen für Wasserstoffanwendungen
H²-Minimess-Kupplungen sind druckbelastbare Prüf- und Serviceanschlüsse für gasförmigen Wasserstoff. Die kompakte Schnellkupplung mit integrierter Rückschlagfunktion ermöglicht das sichere Anschließen von Schläuchen, Messgeräten oder Füllleitungen unter Systemdruck. Korrosionsbeständige Edelstähle und wasserstofftaugliche Dichtwerkstoffe reduzieren Leckage und Permeation und sorgen für zuverlässige Mess- und Servicepunkte in Hochdruck-Wasserstoffsystemen.
Häufige Fragen zu H²-Minimess-Kupplungen
Was ist eine H²-Minimess-Kupplung und wofür wird sie eingesetzt?
Eine H²-Minimess-Kupplung ist ein kleiner Prüf- und Serviceanschluss mit integrierter Rückschlagfunktion, über den Druck, Temperatur oder Gasproben in Wasserstoffsystemen sicher erfasst werden können. Typische Anwendungen sind Prüf- und Entlüftarbeiten, Leckagetests, Drucküberwachung sowie das Befüllen und Entleeren von Leitungen und Speichern.
Welche typischen Druckbereiche unterstützen H²-Minimess-Kupplungen?
Je nach Baugröße und Ausführung sind Betriebsdrücke im mittleren bis hohen Druckbereich möglich. Standardausführungen decken häufig Bereiche bis etwa 400 bis 630 bar ab, Hochdruckvarianten können technisch auch bis 1.000 bar ausgelegt sein. Für Wasserstoff wird der zulässige Arbeitsdruck in der Regel konservativ definiert und ist abhängig von Werkstoff, Dichtung und Zulassung.
Aus welchen Werkstoffen bestehen wasserstofftaugliche Minimess-Kupplungen?
H²-Minimess-Kupplungen werden in der Regel aus nichtrostenden Stählen wie 1.4571 oder 1.4404 beziehungsweise vergleichbaren Werkstoffen gefertigt. Diese Werkstoffe bieten eine hohe Korrosionsbeständigkeit und sind gegenüber Wasserstoffversprödung deutlich unempfindlicher als unlegierte Stähle oder Messing. Für besonders kritische Anwendungen können zusätzliche Oberflächenbehandlungen oder Beschichtungen vorgesehen sein.
Welche Dichtwerkstoffe werden für Wasserstoff verwendet?
Typische Dichtwerkstoffe sind FKM, HNBR, EPDM oder PTFE-basierte Dichtungen, die für Wasserstoff freigegeben sind. Die Auswahl richtet sich nach Druck, Temperaturbereich und Mediumreinheit. Für Hochdruck- oder Tieftemperaturanwendungen kommen häufig spezielle Wasserstoff-Compounds mit optimierter Gasdichtheit und geringem Permeationsverhalten zum Einsatz.
Können H²-Minimess-Kupplungen unter Systemdruck gekuppelt und entkuppelt werden?
Ja, die Kupplungen sind für das Kuppeln und Entkuppeln unter Systemdruck ausgelegt, solange der zulässige Druckbereich eingehalten wird. Beim Ankuppeln öffnet ein Stößel die integrierte Rückschlagfunktion, sodass Medium zum Mess- oder Serviceanschluss strömt. Beim Entkuppeln schließt das Ventil selbsttätig und verhindert unkontrollierten Mediumaustritt.
Für welche Medien eignen sich H²-Minimess-Kupplungen?
Der Schwerpunkt liegt auf gasförmigem Wasserstoff, einschließlich H₂-Reingas und H₂-Gemischen, beispielsweise mit Erdgas. Je nach Ausführung können die Kupplungen auch für andere neutrale oder technische Gase eingesetzt werden. Die Medienverträglichkeit muss mit Werkstoff- und Dichtungswerkstoff sowie den Betriebsparametern abgeglichen werden.
Welche Anschlussgrößen und Gewinde stehen zur Verfügung?
H²-Minimess-Kupplungen werden in verschiedenen Gewinden angeboten, etwa mit metrischen Anschlüssen wie M16×2 oder M12×1,5 sowie mit zölligen Gewinden wie G 1/4 oder 1/4" NPT. Darüber hinaus existieren Varianten mit Schlauchtüllen, T-Stücken oder Direktadaptern für Manometer, Sensoren und Kalibriergeräte, um bestehende Systeme einfach anbinden zu können.
Wie wird Leckage- und Permeationssicherheit bei Wasserstoff erreicht?
Die Leckagesicherheit wird durch präzise bearbeitete Dichtflächen, geeignete Dichtwerkstoffe und eine ventilierten Aufbau der Kupplung sichergestellt. Für Wasserstoff werden sehr niedrige Leckraten im Bereich von 10⁻⁵ mbar·l/s angestrebt, abhängig von Norm, Spezifikation und Prüfverfahren. Zusätzlich minimieren geeignete Werkstoffe und eventuell eingesetzte Beschichtungen die Wasserstoffpermeation durch Metall und Dichtungen.
Für welche Temperaturbereiche sind H²-Minimess-Kupplungen ausgelegt?
Der zulässige Temperaturbereich hängt stark vom gewählten Dichtwerkstoff ab. Typisch sind Einsatzbereiche von etwa -20 °C bis +80 °C oder darüber hinaus, spezielle Varianten können für tiefere Temperaturen oder höhere Prozesstemperaturen freigegeben sein. Bei der Auslegung müssen Mediumtemperatur, Umgebungstemperatur und mögliche Temperaturspitzen berücksichtigt werden.
Sind H²-Minimess-Kupplungen für mobile Anwendungen und Prüfstände geeignet?
Ja, die kompakte Bauform und die Möglichkeit, unter Druck zu kuppeln, machen H²-Minimess-Kupplungen besonders geeignet für mobile Prüfgeräte, Serviceteams und Teststände. Sie ermöglichen schnelle Messungen und Prüfungen ohne fest installierte Messstrecken und reduzieren Stillstandszeiten von Anlagen.
In welchen typischen Wasserstoffanwendungen werden H²-Minimess-Kupplungen eingesetzt?
Typische Einsatzfelder sind Wasserstofftankstellen, Speicher- und Pufferbehälter, Kompressoren, Druckreduzierstationen, Prüfstände für Komponenten, Brennstoffzellen- und Elektrolyseanlagen sowie H₂-Versorgungsleitungen in Industrie und Forschung. Über die Kupplungen können Druck, Temperatur und Dichtheit überwacht oder Systeme befüllt und entlüftet werden.
Können bestehende Anlagen nachträglich mit H²-Minimess-Kupplungen ausgerüstet werden?
In vielen Fällen können vorhandene Mess- und Servicepunkte durch geeignete Adapter oder Verschraubungen auf H²-Minimess-Kupplungen umgerüstet werden. Voraussetzung ist, dass Gewindeart, Werkstoffe und zulässige Drücke der Anlage zur ausgewählten Kupplung passen und die einschlägigen Normen und Sicherheitsanforderungen eingehalten werden.
Welche sicherheitstechnischen Punkte sind bei Montage und Betrieb zu beachten?
Beim Einsatz in Wasserstoffsystemen sind die allgemeinen Regeln für Druckgas- und Wasserstoffsicherheit zu beachten. Dazu zählen eine fachgerechte Montage mit definiertem Anzugsdrehmoment, die Verwendung kompatibler Dicht- und Schmierstoffe, regelmäßige Dichtheitsprüfungen, Berücksichtigung von Entlüftwegen sowie eine geeignete Belüftung des Aufstellorts. Beschädigte oder undichte Kupplungen dürfen nicht weiterbetrieben werden und sind auszutauschen.
Wie häufig sollten H²-Minimess-Kupplungen geprüft oder gewartet werden?
Die Prüffristen richten sich nach Einsatzbedingungen, Schalthäufigkeit und betrieblichen Vorgaben. In kritischen Anwendungen empfiehlt sich eine regelmäßige visuelle Inspektion auf Beschädigungen, Korrosion und Verschmutzungen sowie eine wiederkehrende Dichtheitsprüfung. Dichtungen und Kappen sollten bei Verschleiß oder Alterungserscheinungen rechtzeitig ersetzt werden.













































































































































































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